Einwohnerversammlung zum Umbau der Gleise in der Heinrich-Mann-Allee

Gleise Heinrich-Mann-Allee
Gleise Heinrich-Mann-Allee
Gleise Heinrich-Mann-Allee. Foto Landeshauptstadt Potsdam

Am Dienstagabend, 8. November 2019, fand in der Aula des Humboldt Gymnasiums eine Einwohnerversammlung statt, in der über den geplanten Umbau der Gleisanlagen in der Heinrich-Mann-Allee informiert wurde. Die Planungen für die Sanierung der Gleisanlagen zwischen Leipziger Dreieck und dem Abzweig zum Schlaatz wurden dabei den interessierten Einwohnern vorgestellt und die Vorzugslösung wurde erörtert. Die Ergebnisse der Einwohnerversammlung sollen in die weiteren Planungen einbezogen werden.

Die Gleisanlagen in der Heinrich-Mann-Allee wurden zu Beginn der 1990er-Jahre letztmals grundlegend modernisiert und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine leistungsfähige Infrastruktur für einen stabilen Verkehrsablauf. Denn: Potsdam wächst und immer mehr Menschen nutzen den Öffentlichen Nahverkehr. Zukünftig sollen breitere Straßenbahnen eingesetzt werden, damit mehr Fahrgäste schnell und sicher an ihr Ziel kommen.

Der gegenwärtige Gleisabstand erlaubt lediglich den Einsatz von Fahrzeugen mit herkömmlicher Breite. Auch liegt der Bahnkörper im Abschnitt vor der Staatskanzlei in der Straße eingebettet, sodass es hier zu Behinderungen zwischen den Autoverkehr und dem ÖPNV kommt, was zu Verzögerungen führt. Außerdem besteht wegen des derzeitigen Gleisabstands an zwei Stellen ein Begegnungsverbot für Straßenbahnen – ein weiteres Risiko für Verzögerungen.

In die Streckenerneuerung der Heinrich-Mann-Allee ist in den vergangenen Jahren durch die Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) und die Landeshauptstadt Potsdam viel Planungsarbeit investiert worden. Es sind dabei sieben Varianten untersucht worden. Die Vorzugslösung (Variante 5.2) sieht einen separaten Gleiskörper vor. Weitere Informationen einschließlich der untersuchten Varianten sind online in der Mitteilungsvorlage 19/SVV/0930 der Verwaltung mit den zugehörigen Anlagen zu finden.

Gemäß § 4 Abs. 2 d der Hauptsatzung der Landeshauptstadt Potsdam wurde eine Dokumentation angefertigt (siehe Vorlage 19/SVV/1396), die die Stadtverordnetenversammlung über den Ablauf, die Diskussion und die Ergebnisse informiert. Weiterhin bestimmte die Einwohnerversammlung Herrn Guido Nischan zu Ihrem Sprecher und Frau Ute Naber zur stellvertretenden Sprecherin, um die Anregungen und Vorschläge der Einwohnerversammlung vor der Stadtverordnetenversammlung vorzutragen.

Aus der Einwohnerversammlung ergeben sich weitere Prüfaufträge für den Vorhabenträger und die Verwaltung, u. a. zu:

  • Inanspruchnahme von Flächen auf dem Gelände der Staatskanzlei (Wegeführung für den Radverkehr)
  • Reduzierung der Geschwindigkeit
  • Einrichtung Fahrradstraße.

Die Ergebnisse der Einwohnerversammlung werden durch die Verwaltung ausgewertet und nachfolgend bei der Diskussion in den politischen Gremien und der weiteren Planung berücksichtigt.