Corona-Regeln in Kindertageseinrichtungen

Kita-Erzieherin am Tisch (Foto: adobestock.com/riopatuca images)
Kita-Erzieherin am Tisch (Foto: adobestock.com/riopatuca images)
Kita-Erzieherin am Tisch (Foto: adobestock.com/riopatuca images)

Kindertagesbetreuung unter Pandemiebedingungen

Am 17. Januar 2022 ist die von der Landesregierung beschlossene 3. Änderung der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung in Kraft getreten. Für den Bereich Kindertagesbetreuung ergeben sich folgende Änderungen. Die die Kindertagesbetreuung (Krippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflege) betreffenden Regelungen finden sich in der neuen Vorschrift des § 24a Eindämmungsverordnung.

Die Landesregierung hat sich vor dem Hintergrund des aktuellen Pandemiegeschehens dafür entschieden, das seit Mai 2021 etablierte freiwillige Testangebot in den Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen ab dem 7. Februar 2022 als Testverpflichtung fortzuführen. Dies gilt für die Krippen und Kindergärten und Kindertagespflegestellen, die Kinder im vorschulischen Alter betreuen.

Testpflicht für Kinder von einem Jahr bis zur Einschulung

Am 7. Februar 2022 wird eine Testpflicht für Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung in Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen eingeführt.

Dann gilt:
•    In Krippen, Kindergärten und Kindertagespflegestellen müssen die Eltern/Sorgeberechtigten für Kinder im Alter ab einem Jahr bis zur Einschulung
•    an mindestens zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche einen negativen Testnachweis vorlegen.
•    Als Nachweis ist eine von einer oder einem Sorgeberechtigten selbst unterzeichnete Bescheinigung über das negative Ergebnis eines ohne fachliche Aufsicht durchgeführten Antigen-Tests zur Eigenanwendung zulässig. Die Tests werden den Eltern von Ihrem freien Träger kostenlos zur Verfügung gestellt.
•    Kinder, für die kein Testnachweis von den Eltern vorgelegt wird, dürfen ab dem 7. Februar 2022 nicht betreut werden.
•    Das Gesundheitsamt in Potsdam hat zurzeit aufgrund der hohen Inzidenzen in den betroffenen Altersgruppen PCR-Lolli-Pooltestungen nicht zugelassen. Die Einschätzung seitens des Gesundheitsamtes erfolgt lageabhängig.

Ab dem 7. Februar 2022 dürfen grundsätzlich nur noch getestete Kinder in der Kindertagesstätte oder in der Kindertagespflegestelle betreut werden. Zu betreuten Kindern zählen unter anderem auch diejenigen Kinder, die

•    im Rahmen der Eingewöhnung,
•    der durchzuführenden Sprachstandsfeststellungen oder
•    der sich gegebenenfalls anschließenden Sprachförderung in der Kindertagesstätte anwesend sind.  

Testpflicht für Hortkinder

Es bleibt bei der bisherigen Testpflicht für Hortkinder. Für den Hort besteht bereits eine Testverpflichtung, die über die Testpflicht in der Schule abgedeckt wird gemäß § 24a Abs. 1 Eindämmungsverordnung.

Für Hortkinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kann der Hort aus pädagogischen Gründen eine weitergehende Befreiung von der Tragepflicht zulassen.

Zu beachten ist, dass geimpfte und genesene Kinder jedoch weiterhin gemäß § 6 Abs. 2 S. 1 Nummer 3 Eindämmungsverordnung vom Zutrittsverbot und damit von einer Testverpflichtung ausgenommen sind.

Das Zutrittsverbot und die Testpflicht gilt nur während der regulären Betreuungszeit.


Allgemeine Ausnahmen vom Zutrittsverbot

Die allgemeinen Ausnahmen vom Zutrittsverbot gemäß § 24 Abs. 1 S. 3 Eindämmungsverordnung gelten im Übrigen unverändert weiter.

•    Kinder können unmittelbar nach dem Betreten der Kindertagesstätte oder Kindertagespflegestelle freigetestet werden.
•    Ein Anspruch auf eine Testung in der Kindertagesstätte oder Kindertagespflegestelle besteht jedoch nicht, sodass insoweit eine Verständigung zwischen Einrichtungsträger*innen bzw. Kindertagespflegepersonen und Eltern dringend erforderlich ist.
•    Sollte die Testung eines Kindes in der Kindertagestätte oder Kindertagespflegestelle erforderlich sein, so ist die schriftliche Einwilligung (Einwilligungserklärung) eines Personensorgeberechtigen notwendig.
•    Bringe- und Abholpersonen sind vom Zutrittsverbot und Testpflicht ausgenommen.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des MBJS.


Maskenpflicht

In den Innenbereichen von Horteinrichtungen besteht für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Für Besucherinnen und Besucher gilt die Tragepflicht auch in den Außenbereichen von Horteinrichtungen. Weiterhin gilt die Ausnahme vom Abstandsgebot zwischen Kindern und zwischen diesen und den Fachkräften (gem. § 3 Abs. 2 Nr. 2 Eindämmungsverordnung).


Quarantäneregelung für Kindertageseinrichtungen

Seit dem 13. Januar 2022 gelten in der Landeshauptstadt Potsdam neue Quarantäneregelungen.

Infizierte Kinder aus Schule/Hort und Kitas müssen 10 Tage in Isolation. Nach 7 Tagen besteht die Möglichkeit einer Freitestung bei einem negativen Testergebnis eines PCR-Test bzw. eines qualifizierten Schnelltest und bei 48 Stunden Symptomfreiheit.

Kinder aus Schule/Hort, die Kontaktpersonen einer positv gestetesten Person sind, müssen nicht mehr in Quarantäne begeben. Stattdessen muss bei ihnen 5 Tage infolge täglich eine dokumentierte Testung per Schnelltest erfolgen, gleichzeitig gilt für sie Maskenpflicht. Kinder aus Kitas, die Kontaktpersonen sind, müssen 7 Tage in Quarantäne. Eine vorherige Freitestung kann hier nicht erfolgen.

Zutrittsverbot

Das Betreten der Einrichtungen ist nun mit einem Mund-Nase-Scnutz möglich. Zudem ist die Aufenthaltszeit auf das Bringen und Abholen zu beschränken. Sofern ein längerer Aufenthalt zwingend notwendig ist, muss der Einrichtung ein ausgestellter Testnachweis/Impfnachweis vorgelegt werden.

Ausführliche Informationen gibt es auf den Seiten des MBJS.

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