Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten (IUNW)

Kirche Bornstedt: Pfeilerhalle

Die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Pfeilerhalle bildet den östlichen Eingangsbereich und zugleich den Haupteingang zur Kirche und zum historischen Friedhof Bornstedt. Die Pfeilerhalle selbst untergliedert sich noch einmal in verschiedene Bestandteile: dem 1,20 hohen Sockel, der Sandsteintreppe und -bank am Eingang, Inschriftentafel und Zierrat, wie Kapitelle und Gesimse, der Auskleidung (Holzdecke, Bodenbelag) sowie der Mauer mit dem Gruftanbau und die umgebende Pflasterung.
 
Gelände- und konstruktionsbedingt sorgte hoher Erddruck für Absenkungs- und Neigungserscheinungen an diesem Gebäudeteil. Daher konzentrierten sich die Maßnahmen im erstem Bauabschnitt auf Voruntersuchungen wie die Feststellung der Verformung der Stützmauer durch Messungen und die restauratorische Befunduntersuchungen an Holzdecke, Mauerwerksoberflächen, Putzflächen (Lisenen, Kapitelle, Gesimse, Glockengiebel), Gitter, Bodenbelag (Fliesen) sowie die Zustandsanalyse an der Cothenius-Gruft. Die architektonische Vorplanung ist für diesen Bauabschnitt abgeschlossen.

Der Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis wurde am 26. November 2009 gestellt und befindet sich derzeit in der Prüfung. Erst nach Abschluss der Verformungsmessungen kann im nächsten Bauabschnitt entschieden werden, ob und in welcher Weise Stabilisierungsmaßnahmen erforderlich sind. Im Anschluss daran kann mit den Instandsetzungs- und Restaurierungsmaßnahmen begonnen werden.