Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten (IUNW)

Friedenssaal

Für das Gartenhaus und den Friedenssaal ist das übergeordnete Ziel, eine denkmalgerechte und zukunftsfähige Nutzung sicherzustellen. Nach Abschluss der Voruntersuchungen - analog zum Teilprojekt 1 a: Archivrecherche, Bestandsaufnahme, Holzgutachten und restauratorische Befunduntersuchungen - wurden in der architektonische Vorplanung die Erweiterung des Kindergartens im Gartenhaus unter Mitnutzung des Friedenssaales sowie die Nutzung desselben für kirchliche und kulturelle Veranstaltungen konzipiert. Die restauratorischen Untersuchungen erbrachten für das um 1907 errichtete Gebäude drei Farbfassungen, u.a. die bauzeitliche Fassung nach dem Entwurf des Architekten Lothar Krüger sowie eine Fassung von 1946, als das Objekt von der Roten Armee als Restaurant mit Tanzdiele genutzt wurde.

Die denkmalpflegerische Zielstellung sieht hier die Beibehaltung und Restaurierung der bauzeitlichen Fassung vor. Um die o.g. Nutzung zu gewährleisten und den vorgeschriebenen Abstand zwischen den unterschiedlichen Nutzungen zu schaffen, wurde im Innenraum eine bauzeitliche Doppeltür zwischen Kindergarten und Saalbau umgesetzt. Da die Fenster bislang nicht den Mindeststandard an Wärmeschutz erfüllten, ist eine Aufdoppelung zu Kastenfenstern geplant. Derzeit wird anhand von Berechnungen zum Energieverbrauch geprüft, ob eine Dämmung der Innenräume notwendig ist.