Förderverein Militärmuseum Brandenburg-Preußen übergibt Uniformen, Ausrüstung, Bücher, Waffen, Karten und Bilder sowie persönliche Unterlagen von Soldaten
Pressemitteilung Nr. 749 vom 14.11.2013

Militärhistorische Sammlung ans Potsdam Museum übergeben

Der stellvertretende Direktor des Potsdam Museums - Forum für Kunst und Geschichte, Hannes Wittenberg, hat heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Militärmuseum Brandenburg-Preußen e.V., Burkhart Franck, eine wertvolle Schenkung militärhistorischer Objekte vorgestellt. „Wir übergeben dem Potsdam Museum unsere über 5.000 Positionen umfassende Sammlung, die wir über mehrere Jahre mit dem großen ehrenamtlichen Engagement unserer Mitglieder zusammengetragen haben", so Burkhart Franck. Die Übergabe der Sammlung hatten die Mitglieder beschlossen, nachdem die Gründung eines Militärmuseums als Vereinszweck trotz jahrelanger Bemühungen nicht erreicht werden konnte.

Hannes Wittenberg würdigte das Engagement des Vereins: „Mit dieser Schenkung können wir viele Lücken in unserer Militaria-Sammlung füllen, die durch Sammlungsverluste während des zweiten Weltkrieges und in der Zeit der DDR entstanden sind." Bestandteil der Schenkung sind 172 Uniformen und Uniformteile, 52 Feldzeichen mit Zubehör, 2015 Orden und Ehrenzeichen, 63 Blank- und Langwaffen, 53 Ausrüstungsgegenstände, 527 Bilder und Karten, circa 4000 Bücher, 128 Andenkenstücke sowie 154 persönliche Unterlagen.

Der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam-Museums, Markus Wicke, begrüßte die Entscheidung, die Sammlung des aufgelösten Militärmuseumsvereins an das Potsdam Museum zu übergeben. „Besonders freuen wir uns darüber, dass einige der ehemaligen Mitglieder im Rahmen eines neu gegründeten Arbeitskreises Militärgeschichte ihre Arbeit fortsetzen und das Museum ehrenamtlich unterstützen", so Wicke.

Stellvertretend für die Sammlung wurden am heutigen Donnerstag sechs herausragende Objekte der Öffentlichkeit vorgestellt:

Telegrafenbataillon-Uniform, Major:
Telegrafen-Bataillon Nr.1, Extrauniform von Major Friedrich Solmitz aus dem Jahr 1914.

Wehrmachtsuniform IR 9, Major:
Ihr Träger war Karl-Arthur Frhr. von Kettler, der aber nicht am militärischen Widerstand vom 20. Juli 1944 beteiligt war.

Schusswaffe, Langwaffe:
Sowjetischer Karabiner, Modell Nagant (Salutgewehr).
Das Gewehr wurde dem Verein von einem ehemaligen Jungmann aus dem Potsdamer Militärwaisenhaus übergeben.

Blankwaffe:
Preußischer Offizier-Infanterie-Degen M 1889. Der Degen stammt von Hauptmann Müller, der den Degen der „Kameradschaft ehemaliger Kadetten" zur Erinnerung an die eigene Kadettenzeit in Berlin überreicht hatte.

Ordensschnalle:
Große Ordensspange des Generalmajors Heinrich Deetjen, dessen Militärunterlagen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges und der Reichswehr vollständig erhalten sind - sie wurden ebenfalls übergeben.

Tagebücher:
Handschriftliche Kriegstagebücher aus dem Ersten Weltkrieg von Alexander Steinborn, der Angehöriger des Potsdamer Garde-Jäger-Bataillons war.

Alle Infos zum Potsdam Museum finden Sie im Internet auf www.potsdam.de/potsdam-museum und auf www.potsdam-museum.de.