Pressemitteilung Nr. 406 vom 14.07.2015

Gemeinschaftsunterkunft in Groß Glienicke wird eröffnet

Zwei weitere Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge werden in diesem Monat in der Landeshauptstadt Potsdam eröffnet. Damit kann mehr als 150 vor Krieg und Verfolgung geflohenen Menschen vorübergehend eine Unterkunft ermöglicht werden. Die Einrichtungen in der David-Gilly-Straße im Bornstedter Feld und in der Waldsiedlung im Ortsteil Groß Glienicke sind die Unterkünfte Nummer neun und zehn in Potsdam. In diesem Jahr werden knapp 1000 Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Potsdam aufgenommen.

Am heutigen Dienstag besuchte die Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Elona Müller-Preinesberger, gemeinsam mit dem Koordinator für Flüchtlingsfragen, Jörg Bindheim, den Tag der offenen Tür in der Einrichtung in Groß Glienicke. In der früheren Waldschule im Potsdamer Ortsteil werden in diesem Monat die ersten Flüchtlinge untergebracht; insgesamt hat die Einrichtung 100 reguläre Plätze und 15 Notbetten. „Wir möchten den Anwohnerinnen und Anwohnern die Möglichkeit geben, sowohl die Einrichtung selbst als auch die Sozialarbeiter vor Ort kennen zu lernen“, sagte Elona Müller-Preinesberger. „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gesammelt, alle einzubinden und immer wieder zu informieren“, so die Beigeordnete.

Daher wird es am Mittwoch, 15. Juli, erneut eine Informationsveranstaltung geben. Um 18 Uhr sind die Anwohnerinnen und Anwohner rund um die neue Gemeinschaftsunterkunft An den Kopfweiden in der Teltower Vorstadt/Am Schlaatz in die Turnhalle der Schilfhof-Gesamtschule, Am Schilfhof 23/25, eingeladen. Informiert wird dann über den Stand der Arbeiten sowie über den künftigen Träger der Einrichtung. Die neu errichtete Gemeinschaftsunterkunft für etwa 150 Menschen wird im Herbst eröffnet. Es ist die zweite Info-Veranstaltung für diesen Standort.

Konzept der Stadt ist es, mehrere kleine Gemeinschaftsunterkünfte in möglichst vielen verschiedenen Stadtteilen einzurichten, allen Flüchtlingen sofort Sprachkurse anzubieten und spätestens nach einem halben Jahr oder Klärung des Aufenthaltsstatus in eigene Wohnungen zu vermitteln. Um den Menschen bei Besuchen in der Verwaltung besser helfen zu können, nutzt die Landeshauptstadt als erste Kommune Deutschlands Videodolmetschen. Die professionelle Übersetzungshilfe steht für gesundheitliche Beratungen aber auch für die Ausländerbehörde bei Bedarf für rund 50 Sprachen zur Verfügung und kann an den drei Arbeitsplätzen innerhalb von zwei Minuten per Videokonferenz zugeschaltet werden. „Ziel des Videodolmetschens ist es, Bürgerinnen und Bürger mit geringen Deutschkenntnissen rasche und professionelle Hilfestellung anzubieten und damit die Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erleichtern“, erklärt Elona Müller-Preinesberger.