Pressemitteilung Nr. 214 vom 24.04.2009

Potsdamer Kunstverein übergibt Gemälde an das Potsdam-Museum

Heute stellten die Direktorin des Potsdam Museums Dr. Jutta Götzmann und Vertreter des Potsdamer Kunstvereins ein Gemälde des Künstlers Bernd Krenkel aus der Brocken-Serie vor. Das Gemälde ist ein Geschenk des Potsdamer Kunstvereins an das Museum. Durch eine langjährige Spendensammlung unter der Leitung von Andreas Hüneke konnte das Bild erworben werden

Während eines Stipendien-Aufenthalts beim Kunstverein Röderhof im Vorharz hatte Bernd Krenkel im Frühsommer des Jahres 2000 ein starkes Erlebnis der unberührten Wildnis der Bäume auf dem Brocken. Fieberhaft zeichnete er und brachte Hunderte Blätter mit nach Potsdam. Später entstanden Linolschnitte und Acrylmalereien auf Papier, mit denen die größeren Gemälde vorbereitet wurden. Anknüpfend an seine um 1990 entstandene Dickicht-Serie plante Krenkel eine großformatige Gemäldeserie zum Brockenthema.

Ende 2003 begann der Potsdamer Kunstverein mit einer Spendensammlung für den Ankauf eines der geplanten Gemälde für das Potsdam Museum und schloss darüber einen Vertrag mit Bernd Krenkel ab. Damit wurde dem Künstler die Arbeit an der Serie in einem Raum in der ehemaligen Schule in Marquardt ermöglicht. Nach einer Unterbrechung durch Verlust dieses Raumes konnte die Arbeit an den fünf Gemälden 2008 in einem durch den Sanierungsträger und den Fachbereich Kultur und Museen der Stadt Potsdam vermittelten, leerstehenden Laden fortgesetzt und nun zum Abschluss gebracht werden.

Eine gemeinsame Jury von Vertretern des Kunstvereins und des Museums - bestehend aus Saskia und Andreas Hüneke, Dr. Jutta Götzmann, Eberhard Kapuste, Bernd Krenkel und Gerhild Martens - hat das Gemälde im Alten Rathaus ausgewählt, das jetzt dem Museum übergeben und ab dem 15. Mai in der Ausstellung „100 Jahre ‚Kunst ohne König. Privates und öffentliches Sammeln in Potsdam" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Dieses Kooperationsprojekt findet zusammen mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte statt, das auch den Ausstellungsort bildet.
„Das Gemälde wird im Rahmen der Jubiläumsausstellung einen wichtigen Stellenwert in der Schlusssektion bekommen, die das Potsdam-Museum und seine Sammlungssituation in der Gegenwart thematisiert und auch auf die Wechselbeziehungen zwischen Museum und Kunstverein verweist", teilte Direktorin Dr. Jutta Götzmann mit.

Laut dem Vorsitzenden des Potsdamer Kunstvereins, Andreas Hüneke ist der Hauptteil der aufgebrachten Summe den Spenden anlässlich der Geburtstage von Saskia Hüneke 2003 und Andreas Hüneke 2004 sowie einer Aktion von Eberhard Kapuste 2008 zu verdanken, bei der er eine Sammlung seiner stadtpolitischen Glossen gegen Spenden zugunsten des Gemäldeankaufs abgab.

Das Potsdam Museum besitzt bereits ein Gemälde aus Krenkels Dickicht-Serie. In der Gegenüberstellung mit dem neuen Gemälde aus der Brocken-Serie wird dessen künstlerische Entwicklung innerhalb von mehr als einem Jahrzehnt sichtbar. Daher ist es als Erweiterung des Sammlungsbestandes für das Potsdam-Museums von großer Bedeutung.