Pressemitteilung Nr. 207 vom 08.04.2015

Veranstaltungen zur Nacht von Potsdam am 14. April

Zerstörtes Palast-Hotel, Stadtschloss, Nikolaikirche und Altes Rathaus
Zerstörtes Palast-Hotel, Stadtschloss, Nikolaikirche und Altes Rathaus
Zerstörtes Palast-Hotel, Stadtschloss, Nikolaikirche und Altes Rathaus. Foto Herbert Dörries (Stadtarchiv Potsdam)

Am 14. April gedenkt die Landeshauptstadt Potsdam der Nacht von Potsdam vor siebzig Jahren mit einer Reihe von Veranstaltungen.

Der Verein ProWissen wird in diesem Jahr seine Diskussionsreihe „Potsdamer Köpfe spezial“ der Bombenacht widmen und zwar bereits am 13. April um 18 Uhr in der Wissenschaftsetage im Bildungsforum. Am 14. April wird dann um 18 Uhr das Potsdam Requiem unter Leitung von Björn O. Wiede in der Nikolaikirche aufgeführt.

Im Anschluss daran findet dann im Potsdam Museum um 20 Uhr die Veranstaltung „Erinnerungen an die Nacht von Potsdam“ statt. Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Birgit Müller, wird eine Gedenkadresse an die Potsdamerinnen und Potsdamer richten, bevor Zeitzeugen von ihren persönlichen Erlebnissen in der Bombennacht berichten. Zum Abschluss wird die Kammerakademie Potsdam den Abend musikalisch ausklingen lassen.

Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Den 14. April müssen wir im Kontext des von Deutschland ausgehenden 2. Weltkrieges sehen. Wie nah wir nicht nur zeitlich diesen schrecklichen Tagen heute noch sind, können wir immer wieder erleben, wenn Weltkriegsbomben in unserer Stadt gefunden werden. Die Schrecken der Vergangenheit mögen unter einer Patina der Jahrzehnte versteckt sein, doch sie sind immer noch gegenwärtig. Sie bleiben relevant. Sie sind Teil unseres kollektiven Gedächtnisses. Und auch in diesem Jahr arbeiten wir unsere Vergangenheit auf, setzen uns damit auseinander und suchen unterschiedliche Formen der Herangehensweise.“

In der Nacht vom 14. April auf den 15. April starben 1.593 Menschen in Potsdam, darunter viele Flüchtlinge aus dem Osten, aber auch Zwangsarbeiter aus Polen und Frankreich, die in den Arado-Flugzeugwerken eingesetzt wurden und zahlreiche Patienten des städtischen Krankenhauses in der Nähe des Bassinplatzes. Die Potsdamer Innenstadt lag in Trümmern, das Stadtschloss wurde größtenteils zerstört. Andere wertvolle Bauwerke wie das Alte Rathaus oder die Nikolaikirche am Alten Markt wurden schwer beschädigt.

Details zu den Veranstaltungen in der Landeshauptstadt finden Sie auf der Seite www.potsdam.de