1945 - Von der Potsdamer Konferenz zum Sozialismus

Schloss Cecilienhof (© SPSG/Leo Seidel)
Schloss Cecilienhof (© SPSG/Leo Seidel)
Schloss Cecilienhof (© SPSG/Leo Seidel)

1945 - Von der Potsdamer Konferenz zum Sozialismus
Ein schwerer Bombenangriff am 14. April 1945 und weitere Kämpfe in den letzten Kriegstagen kosteten viele Opfer und zerstörten viele wertvolle Gebäude, darunter das Französische Viertel. Das Potsdamer Stadtschloss und die Garnisonkirche wurden schwer beschädigt, allerdings wurden deren Ruinen erst viel später aus politischen Gründen abgerissen.

Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg offiziell beendet, und im Juli stand Potsdam im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit: Im Schloss Cecilienhof fand vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte der Anti-Hitler-Koalition statt. Truman, Stalin und Churchill, später Attlee, besiegelten das Potsdamer Abkommen und beschlossen damit die europäische Nachkriegsordnung und das weitere Schicksal Deutschlands.

Während der Potsdamer Konferenz entschied der US-Präsident Truman, den Einsatz einer Atombombe auf eine japanische Stadt vorzubereiten, um den Zweiten Weltkrieg im pazifischen Raum schnell beenden zu können.

1950 - Sozialismus
Von 1945 bis 1952 war Potsdam Landeshauptstadt der Provinz Brandenburg, erst als Teil der sowjetischen Besatzungszone, ab 7. Oktober 1949 als Teil der DDR. Nach der Gebietsreform, die die DDR in 14 Bezirke unterteilte, wurde Potsdam zur Bezirksstadt.

Auf der Fläche des früheren Lustgartens begann 1948 der Aufbau eines Sportstadions. Die Trümmer von zerstörten Gebäuden verschwanden in den Wällen des Ernst-Thälmann-Stadions.

1950 wurde mit dem Wiederaufbau der Altstadt begonnen. Unter großen Anstrengungen beseitigte die Bevölkerung die Kriegsruinen. Ein Teil der zerstörten Gebäude wurde nach und nach abgerissen, 1959/60 zum Beispiel die Stadtschlossruine. 1968 wurde der Turm der Garnisonkirche gesprengt. Bis 1974 mussten zahlreiche Bürgerhäuser in der Breiten Straße einer neuen Bebauung weichen. Die Reste des Stadtkanals wurden zugeschüttet.