Pressemitteilung Nr. 592 vom 16.09.2013

Integrationspreis 2013 der Landeshauptstadt Potsdam verliehen

Oberbürgermeister Jann Jakobs und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Peter Schüler haben als Schirmherren gemeinsam mit der Vorsitzenden des Migrantenbeirates Hala Kindelberger den Integrationspreis 2013 der Landeshauptstadt Potsdam an die diesjährigen Sieger des Wettbewerbes übergeben. "Ich bin froh, dass es diese Angebote in der Landeshauptstadt gibt. Und ich danke Ihnen für Ihr Engagement, denn damit machen Sie das Leben für viele Menschen lebenswerter und vielleicht auch ein Stück leichter", sagte Jann Jakobs in seiner Laudatio zu den Preisträgern.

Den Integrationspreis 2013 haben das Diakonische Werk Potsdam e.V. mit dem Projekt "Clever - Unterstützung für jugendliche Flüchtlinge beim Zugang zum Bildungssystem", die Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule mit dem Projekt "Unterricht von Schülern mit Migrationshintergrund in der Vorbereitungsgruppe zum erlernen der deutschen Sprache" sowie die Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e.V. (BBAG e.V.) mit dem Projekt "Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum" erhalten. Den mit 500 Euro dotierten "Sonderpreis Nachbarschaft" der Pro Potsdam, der von Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal, überreicht wurde, teilen sich in diesem Jahr zwei Projekt-Initiativen: Der Verein Soziale Stadt e.V., Friedrich-Reinsch-Haus, mit dem Projekt "Wissen und Genießen in Verbindung mit 'Erntedankfest' und 'Toleranzfest'" sowie die Voltaire-Gesamtschule mit dem Projekt "Stolpersteine".

Der Integrationspreis der Landeshauptstadt ist in diesem Jahr zum neunten Mal verliehen worden, die Festveranstaltung fand am heutigen Sonntag in der Reithalle A des Hans Otto Theaters in der Schiffbauergasse statt. Durch den Nachmittag führte Moderator Tim Jäger. Vorgestellt worden sind die Projekte, mit denen sich die Vereine, Verbände und Initiativen um den Integrationspreis beworben haben, per Film. Die Beiträge sind in Kooperation mit dem Audiovisuellen Zentrum der Universität Potsdam entstanden. Oberbürgermeister Jann Jakobs dankte den Filmemachern für ihre Unterstützung und lobte die gute Zusammenarbeit.

Der Integrationspreis wurde 2005 von den Mitgliedern des damaligen Ausländerbeirates initiiert, von den Stadtverordneten unterstützt und beschlossen und mit einem Preisgeld von insgesamt 1000 Euro ausgestattet. Mit der Auslobung des Integrationspreises verfolgt die Stadt das Ziel, besondere Leistungen auf dem Gebiet der Integration zu würdigen. Potsdamer Träger, Vereine, Initiativen, Privatpersonen, Schulen, Kindergärten, Betriebe und andere Organisationen wurden aufgerufen, sich um den Integrationspreis zu bewerben. Die Pro Potsdam stiftet alljährlich den "Sonderpreis Nachbarschaft", mit dem Projekte gewürdigt werden, die dem täglichen gutnachbarschaftlichen Zusammenleben verschiedener Kulturen und Generationen dienen.

Insgesamt elf Bewerbungen wurden in der Geschäftsstelle des Migrantenbeirates der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. "Ich freue mich, dass in unserer Stadt ein großes Engagement für die Unterstützung des Integrationsprozesses vorhanden ist", betonte Oberbürgermeister Jann Jakobs.

Die Preisträger wurden durch eine unabhängige Fachjury ermittelt. In der Jury unter Vorsitz von Birgit Müller, 1. Stellvertreterin des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam, saßen: Sabine Chwalisz - fabrik Potsdam, Konrad Geburek - früherer Bereichsleiter Sprachen der Volkshochschule und heute ehrenamtlich als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache in der Potsdamer Jüdischen Gemeinde tätig, Dr. Simone Leinkauf - Geschäftsführerin im Verein Pro Wissen e. V., Holger Neumann - Geschäftsführer der EWP GmbH und STEP GmbH, Dirk Thiele - Sportreporter, Prof. Ulrich Schmelz - Historiker, Jörn-Michael Westphal - Geschäftsführer der ProPotsdam, und Marina Wolter - Mitglied des Migrantenbeirates.

Die Preisträger des Integrationspreises 2013
1. Preis: Projekt "Clever - Unterstützung für jugendliche Flüchtlinge beim Zugang zum Bildungssystem" des Beratungsfachdienstes für MigrantInnen des Diakonischen Werkes Potsdam e.V.
2. Preis "Unterricht von Schülern mit Migrationshintergrund in der Vorbereitungsgruppe zum Erlernen der deutschen Sprache und der Vorbereitung auf die Teilnahme am Regelunterricht in weiterführenden Schulen in der Landeshauptstadt Potsdam. Deutschklasse der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben Gesamtschule Potsdam" - Projektträger Friedrich-Wilhelm-von-Steuben Gesamtschule
3. Preis: Projekt "Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum" des Vereins Berlin- Brandenburgische Auslandsgesellschaft (BBAG e.V.)

Der "Sonderpreis Nachbarschaft" der PRO POTSDAM geht an die Projekte:
- Projekt "Wissen und Genießen in Verbindung mit 'Erntedankfest' und 'Toleranzfest'" des Vereins Soziale Stadt e. V., Friedrich-Reinsch-Haus
- Projekt "Stolpersteine" der Voltaire-Gesamtschule Potsdam

Weitere Bewerber um den Integrationspreis
- Schlaatzer Lieder- und Lesebuch mit CD des Vereins soziale Stadt Potsdam e. V.
- Integration als Herzenssache: Carla Villwock und Juliane Nitsche des Vereins Brandenburgischer Kulturbund e. V.
- Du und die Musik des Vereins Potsdamer Kunstgenossen e. V.
- Asiatisches Kulturfest "Feuer und Wasser" auf der Freundschaftsinsel des Vereins Freunde der Freundschaftsinsel e. V.
- Musik - die Sprache der Integration des Club "Du und Ich" in Potsdam
- Jeder spielt eine Rolle! - Theaterprojekt zum Theaterstück: "Der total verrückte Freitag" von der Grundschule Am Priesterweg in Kooperation mit dem Bürgerhaus am Schlaatz

Weitere Informationen und Kontakt:
Migrantenbeirat der Landeshauptstadt Potsdam
Tel.: (0331) 289-3346, E-Mail: Migrantenbeirat@Rathaus.Potsdam.de