Pressemitteilung Nr. 492 vom 05.08.2013

Stadtteilschule startet mit großem Hoffest

Am Montag, den 5. August 2013, wurde die neue Stadtteilschule in der Gartenstadt Drewitz feierlich eröffnet. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs brachten die Schuluhr und den Hauptschlüssel mit, um sie Schulleiterin Elvira Eichelbaum zu übergeben und die neue Schule zu komplettieren.

Platzeck sagte: "Die Stadtteilschule mit dem Begegnungszentrum ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie moderne Bildung und zugleich soziale Kontakte gefördert werden. Das integrative Projekt 'Gartenstadt' erhöht die Lebensqualität im Kiez und schafft Raum für gesellschaftliches Miteinander." Zur Schulleiterin sagte Jann Jakobs: "Ich denke, Sie haben hier wirklich eine prima Schule für Ihre Schülerinnen und Schüler." Neben Eichelbaum war auch Kathleen Walter vom Verein Soziale Stadt Potsdam, die zukünftige Leiterin des Begegnungszentrums Oskar, bei der Eröffnung. "Mit dem Begegnungszentrum oskar, das hier bald an den Start geht, haben Sie beide die einmalige Chance für die Landeshauptstadt Potsdam Geschichte zu schreiben", sagte Jakobs.

Zum Baubeginn für die Stadtteilschule, am 6. Februar 2012, hatten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Priesterweg ihren ersten Schultag am Ausweichstandort in der Schilfhofschule im Schlaatz. Fast auf den Tag genau 18 Monate später konnte der erste Schultag in der gewohnten Umgebung aber in einem komplett sanierten und modernisierten Gebäude gefeiert werden.

Doch am 5. August 2013 wurde nicht nur die Wiedereröffnung der Grundschule gefeiert, sondern die Eröffnung der Stadtteilschule Drewitz, einer Einrichtung, die in Deutschland bisher einmalig ist. Sie beherbergt unter ihrem Dach nicht nur die Grundschule des Stadtteils sondern zukünftig auch den vom Verein Soziale Stadt Potsdam Drewitzer Stadtteiltreff mit dem Namen "oskar. das Begegnungszentrum in der Gartenstadt".

Wegen dieser Einmaligkeit hatten sich neben den rund 300 Schülern, vielen Eltern und Lehrer, Ministerpräsident Matthias Platzeck, Oberbürgermeister Jann Jakobs und Brandenburgs Bildungsministerin Dr. Martina Münch auf dem Schulgelände eingefunden, um gemeinsam mit sechs Frauen, die das Projekt der Stadtteilschule entscheidend vorangebracht haben, das symbolische Band am Eingang der Oskar-Meßter-Straße zu durchschneiden.

Die sechs Frauen sind
 die Leiterin der Grundschule "Am Priesterweg", Elvira Eichelbaum,
 die Projektleiterin des Bauherrn, dem Kommunalen Immobilien Service (KIS), Anja Tefs,
 die Architektin im Berliner Büro ROBERTNEUN Architekten GmbH, Laura Hasselmann,
 die Mitarbeiterin im Bereich Stadterneuerung der Landeshauptstadt Potsdam, Karin Juhasz,
 die Leiterin der Kammerakademie Potsdam, Frauke Roth und
 die Leiterin des Projektladen Drewitz und zukünftige Leiterin von "oskar. dem Begegnungszentrum in der Gartenstadt", Kathleen Walter.

Im Anschluss an die symbolische Eröffnung führten die Kammerakademie Potsdam und die Kinder der Grundschule "Am Priesterweg" mit ihren Lehrern und Eltern unter der Leitung von Johannes Klumpp die "Ode an die Freude" auf.

Die Stadtteilschule ist eines der Leuchtturmprojekte der Gartenstadt Drewitz. Die Gesamtkosten für die Sanierung und den Umbau der Grundschule und des Begegnungszentrum belaufen sich auf über 6 Mio. Euro. Finanziert wurden diese Kosten mit insgesamt 2,4 Mio. Euro Städtebauförderung aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" und 1,5 Millionen Euro aus den Bildungsinfrastrukturinvestitionen der Landeshauptstadt Potsdam. Die restlichen ca. 2,5 Mio. Euro sind Kreditmittel des Kommunalen Immobilien Service Potsdam.

Der Umbau und die Erweiterung des Schulgebäudes durch den Kommunalen Immobilen Service gehen zurück auf einen Entwurf des Büros ROBERTNEUN aus Berlin, der 2010 im Rahmen eines Werkstattverfahrens mit 6 Architekturbüros ausgewählt wurde. Das bauliche Herzstück der Stadtteilschule ist ein Neubau im Bereich des bisherigen Verbindungsbaus zwischen den beiden Klassentrakten. Hier befindet sich der neue Mehrzwecksaal für 120 Personen, der als zentraler Projekt- und Versammlungsraum der Schule und gleichzeitig als Veranstaltungssaal für das Wohngebiet dient. Für die Ausgabe des Schulessens wurde eine neue Mensa eingerichtet. Über das vielfältig nutzbare Foyer erfolgt der Zugang zur Stadtteilschule zukünftig direkt von der Oskar-Meßter-Straße.

Neben einer Brandschutzsanierung fand auch eine umfassende energetische Sanierung des Bestandsschulgebäudes nach EnergieEinsparVerordnung (EnEV) statt.