Pressemitteilung Nr. 561 vom 02.10.2009

Zwangsadoption in der DDR in der Stadt- und Landesbibliothek

- eine Betroffene berichtet -

Anlässlich des diesjährigen städtischen Themenjahres „Potsdam - Stadt der Bürgerinnen und Bürger" und von 20 Jahren Friedliche Revolution ist am Mittwoch, 07. Oktober um 18 Uhr Katrin Behr zu Gast in der Stadt- und Landesbibliothek und spricht über Zwangsadoptionen in der damaligen DDR.

Katrin Behr wurde als Kind zwangsadoptiert, nach dem sie mit knapp 5 Jahren die Verhaftung ihrer leiblichen Mutter miterleben musste.
Heute engagiert sie sich ehrenamtlich durch ihre Homepage www.zwangsadoptierte-kinder.de für das Thema Zwangsadoption. Durch ihre Arbeit entstand der Verein „OvZ-DDR e.V.", welcher sich speziell um die Aufarbeitung von DDR-Unrecht kümmert und Betroffenen auf der Suche nach ihren leiblichen Familien verhilft.

In ihrem Vortrag geht sie speziell auf die verschiedenen Vorgehensweisen zur gesetzlichen Durchführung einer Zwangsadoption in der DDR ein und erörtert die psychologischen und gesetzlichen Auswirkungen für alle Beteiligten, welche bis in die heutige Zeit reichen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Potsdam und der Stadt- und Landesbibliothek.

Der Eintritt ist frei.