Pressemitteilung Nr. 375 vom 16.07.2008

Klimaschutzrat der Landeshauptstadt Potsdam gegründet

Mit der Einrichtung einer Projektstruktur zum Klimaschutz in der Landeshauptstadt Potsdam hatte die Stadtverwaltung die Bildung eines Klimaschutzrates angekündigt. Nachdem dessen Zusammensetzung geklärt und alle berufenen Mitglieder ihr Engagement zugesagt hatten, kam der Rat am heutigen 16.07.2008 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
„Der Klimaschutzrat bildet das Fundament für unsere weiteren Aktivitäten zu Klimaschutz und einer nachhaltigen Entwicklung in Potsdam", sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs vor den Teilnehmern der Sitzung.
Die Einrichtung des Rates, wie der gesamten Projektstruktur, gründet sich auf einen Beschluss der Stadtverordneten vom April 2007, in dem eine Reduzierung der CO2-Emissionen der Landeshauptstadt um 20 Prozent beschlossen wurde. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen alle städtischen Bereiche in den Prozess einbezogen werden.
Dieser übergreifende Ansatz spiegelt sich in der Zusammensetzung des nun aktiven Klimaschutzrates wider. In ihm sind leitende Vertreter der Stadtverwaltung, der Potsdamer Hochschulen, der Stadtwerke, des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), der IHK, der Kreishandwerkerschaft, der Stadtverordneten, des Energieforums Potsdam e.V., des Umweltministeriums des Landes sowie des Arbeitskreises Stadtspuren versammelt. Die Leitung des Rates übernimmt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs.
Das Zusammenkommen dieser unterschiedlichen Akteure der Landeshauptstadt ist so einmalig wie ungewöhnlich. Es ist notwendig, um die Herausforderungen, die mit dem Klimawandel, der Verknappung von Rohstoffen und steigenden Energiepreisen einhergehen, zu bewältigen.
Die Projektstruktur stützt sich neben dem Klimaschutzrat auf die Koordinierungsstelle Klimaschutz und die vier Fachgruppen Energie, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen. Der Rat legt dabei die grundsätzliche Ausrichtung der Klimaschutzaktivitäten fest und entscheidet über Maßnahmevorschläge aus den Fachgruppen.
Die wichtigste Aufgabe des Rates wird in der Verständigung der Ratsmitglieder untereinander bestehen. Die versammelten Akteursgruppen haben unterschiedliche Sichtweisen auf die genannten Herausforderungen und verfolgen z.T. unterschiedliche Strategien im Umgang damit. Die Beratungen sollen dem gegenseitigen Austausch dienen und zu gemeinsamen Strategien führen. Je einvernehmlicher diese sind, umso einfacher wird ihre Umsetzung und umso erfolgreicher können sie im Ergebnis sein.
Dabei muss es gelingen, eine fruchtbare Verknüpfung zwischen einer nachhaltigen Entwicklung und wirtschaftlichem Erfolg herzustellen. Vor dieser Prämisse soll, unter der Führung des Klimaschutzrates, ein klima- und energiepolitisches Leitbild entworfen und innerhalb von zwei Jahren ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden.
Der Klimaschutzrat wird mindestens viermal im Jahr, bei Bedarf auch öfter, zusammenkommen. Heute machten sich die Mitglieder des Rates zunächst miteinander bekannt - soweit dies nicht bereits der Fall war. Sie informierten sich über die geplanten Strukturen zum Klimaschutz in der Landeshauptstadt und vereinbarten ein erstes Arbeitstreffen für Ende Oktober 2008.