Pressemitteilung Nr. 144 vom 01.04.2008

70. Geburtstag von Dr. Horst Gramlich

Eine Delegation der Landeshauptstadt Potsdam mit der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Birgit Müller und Oberbürgermeister Jann Jakobs gratulierte heute Dr. Horst Gramlich zu seinem 70. Geburtstag.

Im Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters heißt es:

„Sieben Lebensjahrzehnte sind immer ein Anlass zu einer Bilanz: bezogen auf Ihre Tätigkeit als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam möchte ich auf vier Themen verweisen, die untrennbar mit Ihrem Namen verbunden sind. Sie haben seit den ersten freien Wahlen und unter schwierigen Voraussetzungen eine funktionierende Verwaltung nach den Prinzipien kommunaler Selbstverwaltung aufgebaut. Und nicht nur das: Sie waren in den komplizierten Jahren des Umbruchs, als alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung neben der täglichen Arbeit außerordentliche Lern- und Anpassungsprozesse zu bewältigen hatten, immer ein verlässlicher Dienstherr.

Während Ihrer Dienstzeit als Potsdams Oberbürgermeister wurden mit der Festlegung von Sanierungsgebieten im Zentrum und in Babelsberg sowie der Ausweisung des Entwicklungsgebietes Bornstedter Feld wesentliche Grundlagen für die Stadtentwicklung der Landeshauptstadt gelegt.

Sie haben 1993 dem massiven Druck aus vielen Richtungen widerstanden und sich für den Bau eines modernen gasbetriebenen Kraftwerkes eingesetzt, eine Entscheidung, die maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg der Energie und Wasser Potsdam GmbH ist. Es ist auch Ihrem Engagement zu verdanken, dass ein stabiler Unternehmensverbund Stadtwerke aufgebaut werden konnte.

Unbedingt erwähnen möchte ich Ihre erfolgreichen Anstrengungen darum, die Bundesgartenschau nach Potsdam zu holen. Diese Initiative, die 1995 - nur zwei Jahre nach Potsdams 1000-Jahr-Feier - nicht nur auf Verständnis traf, hat sich als der wesentliche Entwicklungsimpuls für unsere Stadt erwiesen, der weit über die unmittelbaren BUGA-Areale noch heute sichtbar ist.

Lieber Horst Gramlich, Politik - und das haben Sie sehr deutlich erfahren - ist nicht immer ein faires Geschäft. Sie fügt zuweilen auch Wunden zu, die lange zu spüren sind. Ich hoffe, dass Ihre Familie, Ihre Freiräume und auch die Zeit dabei hilft, nur das wirklich Gute in Erinnerung zu behalten."