Brauhausberg

1. Anlass und Erforderlichkeit

Anlass für die Planung ist die erforderliche städtebauliche Neuordnung der Flächen am Fuß des Brauhausbergs, die geordnete städtebauliche Entwicklung im Bereich des heute leer stehenden Gebäudes der ehemaligen Gaststätte „Minsk“ in der Max-Planck-Straße sowie der benachbarten Fläche der ehemaligen Schwimmhalle am Brauhausberg, die durch einen Neubau innerhalb des Plangebietes ersetzt wurde.

Auf den bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges dicht bebauten Flächen am Brauhausberg soll mit dem Bereitstellen neuer Wohnbauflächen in zentraler Lage dem in der Landeshauptstadt Potsdam bestehenden Wohnungsmangel begegnet werden und den Ansprüchen an einen sparsamen Umgang mit Boden durch die Wiedernutzbarmachung innerstädtischer Brachflächen Rechnung getragen werden.

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 06. Juni 2012 den Neubau eines Familien- und Sportbades nördlich der Max-Planck-Straße, das die alte Schwimmhalle, die den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte, ersetzt hat. Damit einher ging die Veränderung der Planungsziele für den Geltungsbereich, deren Umsetzung jedoch auch weiterhin die Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens erfordert. Die für den Schwimmbadneubau nicht benötigten Flächen sollen für den Wohnungsbau verwertet werden.

Der im „Städtebaulichen Wettbewerb Brauhausberg“ ausgewählte und preisgekrönte Beitrag des Potsdamer Architekturbüros Löffler und Engel bildet die Grundlage und Zielstellung des Bebauungsplanentwurfs.

An den städtebaulichen Wettbewerb schloss sich ein hochbaulicher Realisierungswettbewerb für den Neubau des Sport- und Freizeitbades an, der in Verantwortung der Stadtwerke Potsdam GmbH ausgelobt wurde. Als Gewinner des Wettbewerbsverfahrens wurde der Bad-Entwurf der gmp Generalplanungsgesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit Mertens Ingenieure, BIG Bechthold Ingenieursgesellschaft mbH und Capatti Staubauch ausgewählt.

Das Bebauungsplanverfahren Nr. 36-2 „Leipziger Straße / Brauhausberg“ dient der planungsrechtlichen Umsetzung des „Städtebaulichen Entwurfs Brauhausberg“.

2. Städtebauliches Konzept

In dem als Wettbewerbssieger hervorgegangenen Entwurf des städtebaulichen Wettbewerbs ist nördlich der Max-Planck-Straße ein Standort für ein Schwimmbad mit Außenanlagen vorgesehen. Südlich davon schließt ein Wohnquartier an, das in seiner Bebauungsstruktur das Prinzip eines offenen und durchgrünten Berges verfolgt. Das geplante Wohnquartier ist durch Geschosswohnungsbauten geprägt, die als Stadthäuser sowie als Wohnzeile ausgeführt sind. Die geplante Wohnanlage soll auf dem Areal der Schwimmhalle und der ehemaligen Ausflugsgaststätte „Minsk“ errichtet werden. Vorrangige Bebauungstypen der Anlage sind 4-geschossige Stadthäuser, die in Nord-Süd-Richtung angeordnet sind und als Einzelbaukörper eine aufgelockerte und durchgrünte Bebauungsstruktur bilden. Den östlichen Abschluss der Wohnanlage bildet eine Wohnzeile, die im Sinne eines lärmrobusten Städtebaus die durch den Verkehrslärm der Straße Brauhausberg verursachten Emissionen gegenüber der übrigen Wohnbebauung abschirmt. Zwischen der Hauptwohnanlage und der Straße Am Havelblick sieht der städtebauliche Entwurf die Errichtung von weiteren drei frei stehenden Stadthäusern vor. Der westlich der geplanten Wohnanlage und der an der Leipziger Straße gelegene Gebäudebestand wird vom städtebaulichen Entwurf im Wesentlichen übernommen. Auf dem Grundstück der ehemaligen Ausflugsgaststätte Wackermannshöhe ist ein weiteres Wohngebäude vorgesehen.

Der städtebauliche Wettbewerbsentwurf trifft auch Aussagen zum geplanten System von Grün- und Freiflächen. Zentraler Bestandteil dieses Systems ist ein öffentlicher Park zwischen dem Kaiser-Wilhelm-Blick, der geplanten Bebauung an der Straße Am Havelblick und der geplanten Wohnbebauung an der Maß-Planck-Straße. Der öffentliche Park wird durch neu herzustellende Fußwegeverbindungen erschlossen. Die geplante Wohnbebauung entlang der Max-Planck-Straße und der Straße Am Havelblick wird mit privaten Gärten ausgestattet, die von den jeweiligen Erdgeschosswohnungen aus zugänglich und nutzbar sind.

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Bereich Bauleitplanung
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