993 - Von Poztupimi zur Residenzstadt

Schenkungsurkunde vom 3. Juli 993 (© Landeshauptstadt Potsdam)
Schenkungsurkunde vom 3. Juli 993 (© Landeshauptstadt Potsdam)
Schenkungsurkunde vom 3. Juli 993 (© Landeshauptstadt Potsdam)

Am 3. Juli 993 wurde Potsdam zum ersten Mal urkundlich erwähnt: Der dreizehnjährige König des ostfränkisch-deutschen Reiches und spätere Kaiser Otto III. schenkte seiner Tante, der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg, den Ort "Poztupimi". Diese Ansiedlung wird im Bereich der zerstörten Heilig-Geist-Kirche vermutet. Neben der älteren slawischen Siedlung entstand eine Burganlage. Die Bedeutung Potsdams beruhte auf der Beherrschung des Havelübergangs.

Im Jahre 1536 verwüstete ein verheerender Brand große Teile der Stadt. Aus dem Wiederaufbau ergab sich eine flächenmäßige Vergrößerung: 1573 zählte Potsdam 192 Häuser. Der Dreißigjährige Krieg zerstörte die Stadt erneut. 1660 lebten in Potsdam nur noch 50 steuerfähige Hausbesitzer.

1640 übernahm Kurfürst Friedrich Wilhelm die Regierung von Brandenburg. Er wählte Potsdam zu seiner zweiten Residenz neben Berlin. Kurz darauf wurde mit dem Bau des repräsentativen Stadtschlosses am Alten Markt begonnen.

Durch Erlass des "Ediktes von Potsdam" gab der Große Kurfürst 1685 den aus Frankreich vertriebenen Hugenotten in der Mark Brandenburg eine neue Heimat.

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