Blu - das Sport- und Freizeitbad am Brauhausberg

Die neue Schwimmhalle Blu Am Brauhausberg ist seit Juni 2017 geöffnet. Foto: Stadtwerke
Die neue Schwimmhalle Blu Am Brauhausberg ist seit Juni 2017 geöffnet. Foto: Stadtwerke
Die neue Schwimmhalle Blu Am Brauhausberg ist seit Juni 2017 geöffnet. Foto: Stadtwerke

Potsdamer Badplanung

Bereits seit den 1990er Jahren wird in der Landeshauptstadt Potsdam um die Modernisierung der städtischen Bäderlandschaft beziehungsweise um den Neubau eines Schwimmbades gerungen. Die Schwimmhalle Am Brauhausberg sowie das Kiezbad Am Stern, die beide in der ehemaligen DDR errichtet wurden, genügen einer flächendeckenden und gleichzeitig modernen Schwimmbadversorgung für die Potsdamer Bevölkerung nicht mehr. Darüber hinaus ist es absehbar, dass sich diese Situation in einer wachsenden Stadt wie Potsdam, weiter verschärfen wird. So gab es in den letzten 20 Jahren mehrere Anläufe für einen Schwimmhallenneubau bzw. die Sanierung und Erweiterung der 1971 eröffneten Brauhausberg-Schwimmhalle.

In den 1990er-Jahren wollte ein privater Investor in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Potsdam ein Spaßbad mit Schwimmhalle in Drewitz errichten, das auch ein Einkaufscenter beinhalten sollte. Die Pläne dafür wurden 2004 verworfen. Die Stadt begann daraufhin mit eigenen Planungen und beauftragte die Stadtwerke mit dem Projekt.

2005 wurden die Pläne, ein Bad am Brauhausberg nach Entwürfen des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer zu errichten, vorgestellt. Immer wieder wurden die hohen Investitionskosten reduziert, um diese Schwimmbadvariante am Brauhausberg zu realisieren. Im Jahr 2007 folgte jedoch das Aus für das Projekt, weil der damalige Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg den Fördermittelantrag der Landeshauptstadt nicht unterstützt hat. Das „Niemeyer-Bad" sollte 33 Millionen Euro kosten.

Danach folgten die Planungen für den Ausbau des Brauhausberg-Bades samt Ausbauvariante des früheren Restaurants „Minsk". Die Planung ist aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums der Landeshauptstadt im Jahr 2008 gestoppt worden, weil die Infrastruktur dieser Entwicklung Rechnung tragen sollte. Deshalb beauftragten die Stadtverordneten 2010 die Stadtverwaltung und die Stadtwerke der Landeshauptstadt Potsdam, die Planungen für ein Bad im Bornstedter Feld für 18 Millionen Euro zu beginnen. Es sollte einen Familienbadebereich und eine wettkampftaugliche Sportschwimmhalle mit zehn Bahnen a 50 m entstehen. Bei den Planungen stellte sich Ende 2011 heraus, dass der Bau dieser Badvariante in einem Kostenrahmen von 18 Millionen Euro nicht zu realisieren ist. Mit der Durchführung einer Bürgerbefragung unter allen wahlberechtigten Potsdamerinnen und Potsdamern sollte die langjährige Diskussion um ein neues Schwimmbad, dessen Standort und Variante schließlich im Jahr 2012 beendet werden.