Mikroprojekte zu den Themen Klima und Umwelt im Rahmen des ESF-Modellprogrammes „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ 2. Förderphase 2019 bis 2022

Aufruf zum Teilnahmewettbewerb

Mikroprojekte zu den Themen Klima und Umwelt im Rahmen des ESF-Modellprogrammes „JUGEND STÄRKEN im Quartier“
2. Förderphase 2019 bis 2022

Mit dem ressortübergreifendem ESF-Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, sollen im Zeitraum 2020 bis 2022 Angebote für junge Menschen zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf entwickelt werden. Der Schwerpunkt liegt in den Gebieten der „Sozialen Stadt“ und vergleichbaren sozialen Brennpunkten. Die Landeshauptstadt Potsdam konzentriert ihre Aktivitäten auf die städtischen Räume Am Stern/Drewitz und Am Schlaatz.

Die Landeshauptstadt Potsdam setzt das Programm in 3 Bausteinen um:

  • Case Management
  • Jugend-Info-Point
  • Mikroprojekte

Für die Umsetzung des Bausteines „Mikroprojekte“ sucht die Landeshauptstadt Potsdam für den Zeitraum 2019 bis 2022 interessierte Natürliche Personen und fordert sie auf, sich mit Projektskizzen am Wettbewerb zu beteiligen. Juristische Personen des öffentlichen Rechts sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

In einer zweiten Phase werden im Rahmen einer Beschränkten Ausschreibung die Umsetzung der Mikroprojekte vergeben, welche sich auf Themen des Klimaschutzes und der Verbesserung der Umwelt orientieren. Im Kern sollen die Mikroprojekte den Fokus legen auf folgende Zielstellungen:

  • Klimawandel
  • Naturraum
  • Nachhaltiger Konsum
  • Nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen
  • Urban Gardening
  • Upcycling
  • Kiezkochbuch
  • Food Sharing

Mikroprojekte im Rahmen des ESF-Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ sind:

  • Gruppenmaßnahmen, welche die sozialen Kompetenzen der jungen Menschen fördern sollen.
  • Projekte, welche dem Motivations- und Vertrauensaufbau sowie der Stärkung der Kompetenzen und der Persönlichkeit dienen, um den jungen Menschen den Einstieg in berufsvorbereitende Maßnahmen, Ausbildung und Arbeit zu erleichtern.
  • Mikroprojekte richten sich an junge Menschen, deren Förder- oder Hauptschulabschluss durch schulabsentes Verhalten gefährdet ist.
  • Durch die Mikroprojekte soll ein Mehrwert für die städtischen Räume (Wohnumfeld, öffentlicher Raum, soziales Miteinander im Stadtteil) geschaffen werden.
  • Es können zivilgesellschaftliche Akteure aus der Region eingebunden werden.
  • Junge Menschen werden, soweit wie möglich, an der Entwicklung von Projektideen beteiligt.

Die Mikroprojekte sind inhaltlich im Wesentlichen auszurichten auf die folgenden Ziele:

  • Vermittlung spezifischer technischer oder medialer Fertigkeiten (z. B. Handwerkliches, Computerkenntnisse, Sprache verbessern, Materialien und Techniken kennenlernen),
  • Berufsorientierung (z. B. Berufe kennenlernen, Praktika vermitteln, Wünsche klären),
  • Bewerbungshilfen (z. B. Bewerbungsgespräche trainieren, Berufs- oder Bewerbungsmappen erstellen, Lebenslauf schreiben),
  • Förderung der Motivation und persönlicher Kompetenzen (z. B. Steigerung des Selbstwertgefühls, des Selbstvertrauens, Kennenlernen von Stärken und Schwächen).

Gefördert wird hierfür sozialpädagogisches und fachliches Personal inklusive einer Sachkostenpauschale längstens bis zum 30.06.2022.

Natürliche Personen können bis zum 30.11.2019 ihre Projektskizze bei der Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Arbeit und Integration, ausschließlich per E-Mail an

Arbeit-Integration@Rathaus.Potsdam.de, bis 12:00 Uhr mittags einreichen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://vv.potsdam.de/vv/produkte/173010100000014066.php?organisationUnit=173010100000007949.

Der Teilnahmeantrag ist in deutscher Sprache einzureichen.

Bitte beachten Sie noch folgende Hinweise:

  • Bitte orientieren Sie sich an folgende Zielgruppen für Ihre Projektskizze:
  • Schulabbrecher und Schulabbrecherinnen sowie schulabsente junge Menschen
  • junge Menschen, die einen einjährigen Bildungsgang zum Erwerb beruflicher Grundbildung und gleichgestellten Abschlüssen (Sek I) anstreben
  • junge Menschen in Ausbildung, die kurz vor dem Abbruch stehen
  • junge Menschen, die sich weder in Ausbildung, berufsbereitenden Bildungsmaßnahmen oder Arbeit befinden
  • junge Ausbildungs- und Maßnahmeabbrecher/-innen ohne Abschlussperspektive
  • junge neuzugewanderte Menschen vorwiegend aus Mittel-/Osteuropa mit besonderem Integrationsbedarf

Für eine spätere Gewinnung von Jugendlichen für das Mikroprojekt im Falle einer Zuschlagserteilung im Rahmen des Beschränkten Ausschreibungsverfahren stehen Ihnen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bereiches Arbeit und Integration im Case Management und im Jugend-Info-Point helfend zur Seite.

  • Dokumentation:

Die Dokumentation für jeden am Projekt teilnehmenden Jugendlichen erfolgt über die elektronische Fallakte „WASKIQ“. Diese wird vom Zuwendungsgeber kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die elektronische Fallakte erfasst sogenannte Kern- und weitere Indikatoren. Es ist Aufgabe der für die Projektdurchführung beauftragten Natürlichen Person, diese Fallakte zu pflegen und die entsprechenden Indikatoren der Teilnehmenden zu erheben. Schulungen für die Benutzer/-innen der Fallakte werden auch kostenfrei vom Auftraggeber durchgeführt. Die Vorlagen werden mit Abschluss des Honorarvertrages vom Auftraggeber übergeben.

  • Restkostenpauschale:

Alle Restausgaben, wie z. B. Sachausgaben, werden durch die Pauschale abgegolten. Für die Abrechnung dieser sind keine Belege vorzulegen.

Die Bewertung der Vorschläge für Mikroprojekte erfolgt anhand nachfolgenden Kriterien:

  • Ziel des Vorhabens (25%)
  • Zielerreichung, Arbeitsschritte (33%)
  • Ergebnisse und Dokumentation (25%)
  • Gesamtausgaben, Fördersumme, ggf. Eigenanteil, Wirtschaftlichkeit (17%)
  • Beitrag zu den ESF-Grundsätzen:
    • Umwelt- und Ressourcenschutz: umweltneutral
    • Gleichstellung: relevant
    • Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung: relevant.

 

Aus Gründen der Vorteilsgewährung sehen wir von einer Beantwortung inhaltlicher Fragen bezüglich Ihren Projektskizzen ab. Sofern Sie Fragen zur Ausschreibung und den aufgeführten Kriterien haben, senden Sie uns diese bitte per Mail an Arbeit-Integration@Rathaus.Potsdam.de  zu.