Potsdam Museum erhält Förderzusage für neue Sonderausstellung ab 13. April 2018
Pressemitteilung Nr. 88 vom 13.02.2018

„Potsdam, ein Paradies für meine Kamera. Max Baur. Fotografie“

Potsdam, ein Paradies für meine Kamera - Max Baur. Fotografie (bis 26. 8.)
Potsdam, ein Paradies für meine Kamera - Max Baur. Fotografie (bis 26. 8.)
Potsdam, ein Paradies für meine Kamera - Max Baur. Fotografie (bis 26. 8.)

Eine schriftliche Förderzusage für die Vorbereitung der neuen Sonderausstellung  „Potsdam, ein Paradies für meine Kamera. Max Baur. Fotografie“, die ab 13. April 2018 im Potsdam Museum gezeigt wird, haben heute Patricia Werner von der Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Andrea Aulich, Marketingdirektorin der Mittelbrandenburgische Sparkasse an die Direktorin des Potsdam Museums, Dr. Jutta Götzmann, übergeben. Mit dieser Unterstützung wird die Sonderausstellung und speziell der Katalog großzügig gefördert.

„Wer sich - im wahrsten Sinne - ein Bild von Potsdam im 20. Jahrhundert machen möchte, kommt an Max Baur nicht vorbei“, so Patricia Werner bei der Übergabe „Wir freuen uns, dass erstmals auch bisher unbekannte Aufnahmen Baurs gezeigt und im Kontext seines Gesamtwerkes in dieser Ausstellung zu sehen sein werden“.  Von 1934 bis 1953 lebte der gebürtige Bayer in Potsdam. Heute ist er mit vielen wichtigen fotografischen Arbeiten in der Sammlung des Potsdam Museums vertreten. Der Bestand der Arbeiten von Max Baur umfasst mit ca. 1.000 Werken einen großen und bedeutenden Anteil der Fotografischen Sammlung. Die Geschichte der Potsdamer Fotografie und Fotografen, deren Erarbeitung sich das Museum verpflichtet fühlt, ist ohne das Werk Max Baurs nicht zu schreiben.

Mit seinen Aufnahmen prägte Max Baur das Bild vom unzerstörten Potsdam weit über dessen Grenzen hinaus. Seine Aufnahmen bilden eine wichtige Grundlage städtischer Erinnerungskultur. Für das städtische Vorhaben einer Annäherung an den historischen Stadtgrundriss stellen sie eine unerlässliche Quelle dar.

Ein Projektanliegen ist es, den künstlerischen Werdegang dieses bisher noch zu wenig beachteten deutschen Fotografen von den Anfängen bis zum Höhepunkt seines Schaffens nachzuzeichnen. „Insbesondere aufgrund seiner Aufnahmen für Industrie und Werbung im Stil der Neuen Sachlichkeit ist Baur zu den wichtigen deutschen Fotografen des 20. Jahrhunderts zu zählen“, resümiert Dr. Jutta Götzmann und freut sich, dass durch die Förderung ein ausführlicher Katalog zur Ausstellung herausgeben werden kann. Dieser umfasst 200 Seiten und einen Bildteil mit 111 Bildtafeln.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Lichtbild-Archiv Max Baur, namentlich der Enkelin des Fotografen, Antonia Gottwald, sowie dem Bundesarchiv Koblenz.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Über 1.900 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Brandenburg für 498 Projekte eine Gesamtsumme von rund 18 Millionen Euro bereitgestellt. Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.