Grundbildungszentrum der Volkshochschule startet neues Projekt
Pressemitteilung Nr. 731 vom 07.11.2018

Mehr Bildungschancen im Schlaatz

Stellten gemeinsam das Projekt "Grundbildung im Sozialraum" vor: Daniel Beermann vom Verein Soziale Stadt Potsdam, die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel, Katrin Wartenberg vom Grundbildungszentrum der Volkshochschule, Imke Eisenblätter von der Tafel Potsdam und VHS-Direktor Dr. Myrtan Xhyra. Foto: Landeshauptsatdt Potsdam, Christine Homann
Stellten gemeinsam das Projekt "Grundbildung im Sozialraum" vor: Daniel Beermann vom Verein Soziale Stadt Potsdam, die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel, Katrin Wartenberg vom Grundbildungszentrum der Volkshochschule, Imke Eisenblätter von der Tafel Potsdam und VHS-Direktor Dr. Myrtan Xhyra. Foto: Landeshauptsatdt Potsdam, Christine Homann
Stellten gemeinsam das Projekt "Grundbildung im Sozialraum" vor: Daniel Beermann vom Verein Soziale Stadt Potsdam, die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel, Katrin Wartenberg vom Grundbildungszentrum der Volkshochschule, Imke Eisenblätter von der Tafel Potsdam und VHS-Direktor Dr. Myrtan Xhyra. Foto: Landeshauptsatdt Potsdam, Christine Homann

„Grundbildung im Sozialraum“ heißt das neue Projekt des Grundbildungszentrums der Volkshochschule im Bildungsforum (VHS), das die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, Noosha Aubel, in der VHS vorgestellt hat. Dank der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das Grundbildungszentrum ab Dezember mindestens drei Jahre lang kostenlose Lernangebote im Friedrich Reinsch Haus und bei der Potsdamer Tafel bereitstellen. Zielgruppe sind Menschen, die nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen können – sogenannte funktionale Analphabeten.

„Mit dem neuen Projekt wollen wir die Menschen im Stadtteil abholen und ihnen einen leichten Einstieg ins Lernen ermöglichen. Hier treffen wertvolle Erfahrungen aufeinander, um bildungsbenachteiligten Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, sagt die Beigeordnete. Geplant sind Lerncafés, die von ehrenamtlichen Lernpatinnen und Lernpaten unterstützt werden. Im Rahmen des Projektes wurden vier Stellen geschaffen, die in Kürze besetzt werden sollen, damit das Projekt starten kann. Partner sind der Verein Soziale Stadt und die Potsdamer Tafel.

„Zunächst sollen Schnupperangebote entwickelt werden, etwa eine Glücksrad-Aktion bei der Lebensmittelausgabe der Potsdamer Tafel oder ein Scrabble-Nachmittag im Nachbarschaftscafé des Friedrich Reinsch Hauses, um Interessierte anzusprechen“ sagt die Leiterin des Grundbildungszentrums Katrin Wartenberg. Später sollen bei den Projektpartnern Lerncafés angeboten werden. „So können die Menschen in vertrauter Umgebung lernen. Niemand muss sich extra anmelden oder auf eine bestimmte Anzahl von Terminen festlegen“, sagt Wartenberg. Auch eine Kinderbetreuung ist vorgesehen.

In Deutschland gibt es aktuell rund 7,5 Millionen funktionale Analphabeten. „Die Hemmschwelle, Hilfsangebote zu nutzen, ist nach wie vor hoch. Deshalb sind niedrigschwellige Angebote in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Das Projekt ,Grundbildung im Sozialraum‘ ist ein wichtiger und guter Schritt, Menschen vor Ort neue Bildungschancen und Perspektiven zu eröffnen“, betont Noosha Aubel.