Die Autoren Jana Simon und Torsten Schulz im Gespräch mit Knut Elstermann
Pressemitteilung Nr. 716 vom 08.11.2019

Gespräch in der Themenwoche 30 Jahren Mauerfall in der SLB

Jana Simon | Torsten Schulz. Fotos Annette Hauschild | Frank Rothe
Jana Simon | Torsten Schulz. Fotos Annette Hauschild | Frank Rothe
Jana Simon | Torsten Schulz. Fotos Annette Hauschild | Frank Rothe

Am Mittwoch, 13. November, um 19 Uhr stellen die preisgekrönte Journalistin und Autorin Jana Simon sowie der Autor und Dramaturgie-Dozent Torsten Schulz im Veranstaltungssaal der Stadt- und Landesbiblioathek ihre beiden neuen Bücher vor. Die Moderation übernimmt Knut Elstermann.

Der unverhoffte Mauerfall vor 30 Jahren machte den Weg frei für die Wiedervereinigung von West und Ost. Damals gab es Aufbruchstimmung einerseits und umwälzende, gravierende Veränderungen andererseits, vor allem für das Leben der Ostdeutschen. Heute steht Deutschland wieder vor großen, komplexen Umwälzungen in einer Zeit des globalen Finanzkapitalismus, des zunehmenden Rechtsextremismus und Populismus. Beide Autoren nehmen in ihren Büchern die Veränderungen 30 nach dem Mauerfall in den Blick.

Jana Simon, die für die ZEIT schreibt, greift in ihrem Buch „Unter Druck: wie Deutschland sich verändert“ die aktuellen Krisen in unserem Land auf. Sie zeichnet anhand verschiedener Lebensgeschichten ein differenziertes Bild Deutschlands, das die politische, soziale und wirtschaftliche Wucht der Veränderungen eindrücklich wiedergibt. Einige Protagonisten sind: der frühere EZB-Direktor Jörg Asmussen, der heute Investmentbanker ist, ein Polizist aus Thüringen, eine alleinerziehende Krankenschwester, eine Influencerin und der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland.

Torsten Schulz ist Autor preisgekrönter Romane und Spielfilme, Regisseur von Dokumentarfilmen und Professor für Dramaturgie an der Filmhochschule Babelsberg. Sein Roman „Boxhagener Platz“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschien von ihm der Roman „Skandinavisches Viertel“. In seinem neuen Sachbuch „Mein Skandinavisches Viertel: Berliner Orte“ flaniert Torsten Schulz durch den ihm vertrauten Kiez und erzählt von Vergangenheit und Gegenwart. Seine mal komischen, mal melancholischen Beobachtungen handeln von Kneipenerlebnissen und urbanem Widerstand, vom Mauerfall, von Begegnungen mit Graf Dracula und von einer neuen Liebe, kurzum: vom Leben in Berlin.

Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.