Pressemitteilung Nr. 622 vom 12.09.2017

Toter Elch kommt ins Naturkundemuseum Potsdam

Heute Morgen wurde um kurz vor 7 Uhr ein 2-jähriger toter Elchbulle auf der A12 gefunden. Er lag in der Nähe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West auf dem Mittelstreifen. Das vermutlich angefahrene Tier wurde von der Autobahnmeisterei direkt in das Naturkundemuseum Potsdam transportiert. Das gesamte Museumsteam trug den Elch in die Präparationswerkstatt des Museums. Der Präparator Christian Blumenstein vermaß das Tier und zog das Fell ab. Anschließende wurde der Elch und gewogen und untersucht. Das Fell wird später gegerbt und kommt mit dem Schädel in die wissenschaftliche Sammlung des Museums.

Der Elch ist der zweite Totfund im Land Brandenburg. Zuletzt gab es 2012 einen Unfall, bei dem ein Elch auf dem Berliner Ring zu Tode kam. Dieses Tier wurde jedoch entsorgt und stand der Wissenschaft somit nicht zur Verfügung. Für den neuen Direktor Dr. Jobst Pfaender ist dieser Fund nun eine echte Bereicherung. „In der Ausstellung des Naturkundemuseums Potsdam zeigen wir bereits ein Elch-Präparat, allerdings aus Finnland. Einen Elch aus Brandenburg hier im Museum zu haben, ist ein großer Glücksfall. Ob sich der tote Elch auch als Standpräparat für die Ausstellungen eignet, wird sich zeigen“ erklärte der Direktor.

Säugetierkustodin Dr. Ina Pokorny vermutet, dass der Elch aus Polen stammt. Seitdem Elche dort nicht mehr gejagt werden, vermehren sie sich und wandern in Brandenburg ein. Einige Tiere fühlen sich inzwischen so wohl, dass sie öfter in der Region gesehen werden. Die standorttreuen Elche bleiben dort, wo sie ausreichend Nahrung und Rückzugsgebiete finden.

Besucheradresse
Naturkundemuseum Potsdam
Breite Straße 13
14467 Potsdam
Web: www.naturkundemuseum-potsdam.de  Mail: naturkundemuseum@rathaus.potsdam.de  
Telefon: 0331 289-6707

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr
Jeden 1. Montag im Monat von 9 bis 17 Uhr mit ermäßigtem Eintritt