Pressemitteilung Nr. 607 vom 22.09.2019

Social Impact gGmbH erhält Potsdamer Integrationspreis 2019

Zum 15. Mal hat die Landeshauptstadt Potsdam heute gemeinsam mit der ProPotsdam GmbH im Babelsberger Filmgymnasium den Integrationspreis verliehen. Oberbürgermeister Mike Schubert, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Pete Heuer, und die Vorsitzende des Migrantenbeirates, Diana González Olivo, übergaben den Preis an die diesjährigen Sieger des Wettbewerbes.

„Für eine gelungene Integrationsarbeit in unserer Stadt, werden heute zum 15. Mal die Integrationspreise verliehen. Alle eingereichten Bewerbungen zeigen Beispiele des guten Miteinanders in unserer Stadtgesellschaft und rufen zum Nachahmen auf. In diesem Jahr hat die Jury entschieden, dass das Projekt „Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten im Land Brandenburg“ der Social Impact gGmbH den 1. Preis erhält. Im Rahmen des Projektes werden Menschen mit Migrationshintergrund durch bedarfsgerechte und spezifische Angebote beim Aufbau eines eigenen Unternehmens unterstützt. An dieser Stelle vielen Dank an die Mitarbeiterinnen des Projekts für Ihren Beitrag zur Integration von Migrantinnen und Migranten in das Erwerbsleben. Herzlichen Glückwunsch!“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert. Er dankte allen Initiativen, die sich beworben haben, für ihr Engagement. Insgesamt 11 Bewerbungen waren in diesem Jahr bei der Geschäftsstelle des Migrantenbeirates der Landeshauptstadt Potsdam eingegangen.

Der Integrationspreis 2019 wurde verliehen an

1. Preis (1000 Euro): Social Impact gGmbH für das Projekt „Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten im Land Brandenburg“
2. Preis (600 Euro): Neue Kulturwege e.V. für das Projekt „Kultür Tandem“
3. Preis (400 Euro): Start with a Friend e.V. für das Projekt „Freundschaftliches Begegnungsprojekt auf Augenhöhe für Menschen, die neu in Deutschland starten“

In diesem Jahr wurden zwei „Sonderpreise Nachbarschaft“ von der ProPotsdam vergeben. Der mit 500 Euro dotierte „Sonderpreis 1“ ging an das Projekt: „Die Welt verstehen lernen – the world´s langest lesson“, in Trägerschaft einer Willkommensklasse der Berufsvorbereitenden Oberschule Pierre de Coubertin. Den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis 2 der ProPotsdam erhielt die Waschhaus Potsdam gGmbH mit dem Projekt „Heimatsounds – Andorra 2019 / eine Frage der Identität – Was ist Heimat? Was wird Heimat sein?“

Der Integrationspreis wurde 2005 von den Mitgliedern des damaligen Ausländerbeirates initiiert, von den Stadtverordneten unterstützt und beschlossen und mit einem Preisgeld von insgesamt 1000 Euro ausgestattet. Das Preisgeld wurde 2017 auf 2000 Euro erhöht. Mit der Auslobung des Preises verfolgt die Stadt das Ziel, besondere Leistungen auf dem Gebiet der Integration zu würdigen. Potsdamer Träger, Vereine, Initiativen, Privatpersonen, Schulen, Kindergärten, Betriebe und andere Organisationen wurden aufgerufen, sich zu bewerben. Die ProPotsdam stiftet alljährlich den „Sonderpreis Nachbarschaft“, mit dem Projekt gewürdigt werden, die dem täglichen guten nachbarschaftlichen Zusammenleben verschiedener Kulturen und Generationen dienen.

Die Preisträger wurden durch eine unabhängige Fachjury ermittelt. In der Jury unter Vorsitz von Birgit Müller, ehemalige Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam, saßen: der Geschäftsführer der ProPotsdam, Jörn-Michael Westphal, Jala El Jazairi – Mitglied des Migrantenbeirates, die Vorsitzende vom Verein „Bildung für Balanka“ und langjährig im Integrationsbereich der Stadt tätige Koko N´diabi Affo-Tenin, Ärztin und Schriftstellerin aus Aserbaidschan sowie Mitglied der Potsdamer Jüdischen Gemeinde Firusa Talibov, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Tillmann Stenger, Geschäftsführer des Thalia Kinos Thomas Bastian, die Präsidentin der Fachhochschule Eva Schmitt-Rodermund, vertreten durch Marion Godau sowie die Olympiasiegerin im Kanu-Sport Katrin Wagner-Augustin.

Bei der heutigen Preisverleihung wurden alle eingereichten Projekte mit Kurzfilmen vorgestellt. Durch den Nachmittag führte Moderator Tim Jäger. Unter den heutigen Gästen der Preisverleihung waren auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Städtepartnerkonferenz zum Thema „Toleranz und Integration“ aus Potsdams Partnerstädten Perugia, Opole, Jyväskylä, Luzern, Bonn und Versailles.  „Es freut mich außerordentlich, die Gäste aus unseren Partnerstädten heute bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen“, sagte Mike Schubert.

Weitere Infos zum Integrationspreis sowie zu den Siegern und Platzierten der Vorjahre finden Sie auf www.potsdam.de/Integrationspreis

 

Alle Bewerber für den Integrationspreis 2019

  • „Die Welt verstehe lernen – the world´s langest lesson“; Projektträger: Berufsvorbereitende Oberschule Pierre de Coubertin, eine Willkommensklasse
  • „Freundschaftliches Begegnungsprojekt auf Augenhöhe für Menschen, die neu in Deutschland starten“; Projektträger: Start with a Friend e. V.
  • „Aktive Förderung der Mehrsprachigkeit, Integration und Partizipation von Spanisch sprechenden und interessierten Potsdamer Familien“; Projektträger: Mamis en Movimiento e. V.
  • „Quatschclub“ Sprachtandem; Projektträger: Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Potsdam und Frau Alla Mora Feldmann
  • „FAIR Jugendsozialarbeit“; Projektträger: Universitätssportverein Potsdam e. V.
  • „5. afrikanischer Kultur- und Demokratiedialog“; Projektträger: Cagintua e. V.
  • „Kultür Tandem“; Projektträger: Neue Kulturwege e. V.
  • „Heimatsounds – Andorra 2019 / eine Frage der Identität – Was ist Heimat? Was wird Heimat sein?“; Projektträger: Waschhaus Potsdam gGmbH
  • „Begegnungsort Waldsiedlung: Gemeinschaftsskulptur Sitzsteine“; Projektträger: Neues Atelierhaus Panzerhalle e. V.
  • „Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten im Land Brandenburg“; Projektträger: Social Impact gGmbH
  • „PrepClass – Vorbereitungsklasse für internationale Studienbewerber*innen“; Projektträger: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

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