Oberbürgermeister Jann Jakobs stellt das weitere Vorgehen zur Umsetzung des Leitbilds vor
Pressemitteilung Nr. 593 vom 19.09.2016

Ein Leitbild für die Landeshauptstadt Potsdam

Leitbild Potsdam (Foto: F. Daenzer)
Leitbild Potsdam (Foto: F. Daenzer)
Leitbild Potsdam (Foto: F. Daenzer)

Nach einem umfangreichen Beteiligungsprozess ist das Leitbild für die Landeshauptstadt Potsdam am vergangenen Mittwoch mit großer Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden. Das Leitbild gibt wieder, wie die Einwohnerinnen und Einwohner in zehn Jahren in Potsdam miteinander leben wollen. Der Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute die Öffentlichkeit über die nächsten Schritte für die Einleitung des Strategischen Steuerungsprozesses in der Verwaltung zur Umsetzung des Leitbilds informiert.

„Ich freue mich über den Beschluss des Leitbildes und möchte mich bei allen Potsdamerinnen und Potsdamern herzlich für ihre engagierte und wertvolle Beteiligung bedanken“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Die Zusammenarbeit zwischen Einwohnerschaft, Politik, kommunalen Unternehmen und Verwaltung war ein ebenso anspruchsvoller wie hochspannender Prozess und hat zu einem sehr erfolgreichen Ergebnis geführt.“

Im Leitbild wird in Form von 26 Thesen das Selbstverständnis der Landeshauptstadt Potsdam beschrieben. Die Thesen sind gegliedert in die sechs Kapitel „EINE Stadt für ALLE“, „Die innovative Stadt“, „Die Wissensstadt“, „Die wachsende Stadt“, „Die lebendige Stadt“ und „Die produktive Stadt“.

„Das Leitbild dient als Ausgangspunkt für die strategische Steuerung und ist damit ein erster bedeutender Schritt um die vielen Herausforderung unserer wachsenden Stadt zu bewältigen“, sagte Bürgermeister Burkhard Exner. In dem sich anschließenden Schritt sind Politik und Verwaltung aktiv mit der Umsetzung der Strategischen Steuerung befasst. Ziel ist es aus dem Leitbild strategische und operative Ziele für die Landeshauptstadt Potsdam abzuleiten, die untereinander priorisiert werden. Anschließend gehen die Ziele in die Haushaltsplanung ein.

Dr. Christoph Andersen, Leiter des Fachbereichs Steuerung und Innovation, der das Leitbildprojekt gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereichs Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung, Dieter Jetschmanegg, leitet, stellte anhand eines Beispiels die Einführung der strategischen Steuerung vor: „Das Leitbild wurde in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet. Im nächsten Schritt gilt es die Vorstellungen der Potsdamerinnen und Potsdamern konkret umzusetzen“, sagte Dr. Christoph Andersen. „Für die Weiterentwicklung des IT-Einsatzes wurde als Handlungsschwerpunkt die Einführung eines Bürgerportals und eines virtuellen Rathauses festgelegt. Die Leitbildthese „Potsdam setzt den digitalen Wandel aktiv für Innovationen ein“ aus dem Kapitel „Die innovative Stadt“ bildete die Grundlage für diese Entscheidung.

Der Leitbildprozess begann im Mai 2014 mit der Analyse bestehender Konzepte und einer Bürger- und Expertenumfrage. Danach folgte eine umfassende Bürgerbeteiligung, bei der sich neben Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche in eigens auf sie abgestimmten Beteiligungsformaten einbringen konnten. Insgesamt erreichte die Landeshauptstadt Potsdam im Rahmen der Beteiligung etwa 3700 Hinweise und Anregungen. „Die Art und der Umfang der Bürgerbeteiligung waren einmalig“, sagte Projektleiter Dieter Jetschmanegg. „Die Bürgerbeteiligung diente zur Selbstvergewisserung, um die wichtigsten Themen für Potsdam hervorzuheben. Daher war es uns besonders wichtig, mit möglichst vielen Potsdamerinnen und Potsdamern in einem echten Austausch zusammen zu kommen.“

Weiterhin wurde ein Lenkungsgremium für die Leitbildentwicklung eingerichtet. Darin sind neben den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung auch die kommunalen Unternehmen sowie der Beteiligungsrat vertreten. „Das Lenkungsgremium war ein wertvoller und konstruktiver Begleiter für den gesamten Prozess. Wir freuen uns daher, dass es uns auch bei der nun bevorstehenden praktischen Umsetzung des Leitbildes im Rahmen der Strategischen Steuerung zur Seite steht“, sagte Dieter Jetschmanegg.

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