Fünf Schulen überzeugen mit Projekten zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung
Pressemitteilung Nr. 570 vom 20.09.2020

Potsdamer Klimapreise auf dem Umweltfest verliehen

Potsdams Umweltbeigeordneter Bernd Rubelt (l.) und Stadtwerke-Geschäftsführerin Sophia Eltrop (2.v.l.) übergaben die diesjährigen Klimapreise an die Sieger, unter anderem an Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder. Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Christine Homann
Potsdams Umweltbeigeordneter Bernd Rubelt (l.) und Stadtwerke-Geschäftsführerin Sophia Eltrop (2.v.l.) übergaben die diesjährigen Klimapreise an die Sieger, unter anderem an Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder. Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Christine Homann
Potsdams Umweltbeigeordneter Bernd Rubelt (l.) und Stadtwerke-Geschäftsführerin Sophia Eltrop (2.v.l.) übergaben die diesjährigen Klimapreise an die Sieger, unter anderem an Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder. Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Christine Homann

Am Sonntag hat Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, den Potsdamer Klimapreis 2020 verliehen und damit die besten Ideen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung gekürt. Zum zweiten Mal fand die Preisverleihung beim Potsdamer Umweltfest statt. Für ihr besonderes Engagement in einem außergewöhnlichen Jahr wurden diesmal fünf Schulprojekte ausgezeichnet. Bewerbungen von Bürgerprojekten lagen nicht vor. Alle Gewinner konnten sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, die Klimapreisskulptur sowie eine Urkunde freuen.

Die Preisträger des 9. Potsdamer Klimapreises sind:

Das Evangelische Gymnasium Hermannswerder mit ihrem Projekt „Plastikpiraten“ am Templiner See. Hierbei wurden regelmäßige, jahrgangsübergreifende Müll-Beseitigungsaktionen an den Uferzonen des Templiner Sees durchgeführt. Das Gesammelte wird in Kunstaktionen verwendet oder fachgerecht entsorgt.

Die Karl-Foerster-Schule kümmert sich mit ihren „Energiespar- und Klimadetektiven“ ums Stromsparen bei der Beleuchtung, Computern, der Heizung, richtigem Lüften oder beim Thema Mülltrennung. Es wurde sogar schon ein plastikfreier Freitag eingeführt.

Die Waldorfschule Potsdam fordert auf „Tu wat! Klimawandel“ und befasst sich mit den Themen Klimawandel und Ressourcenschutz, zum Beispiel mit der Ermittlung des eigenen „ökologischen Fußabdrucks“ und daraus ableitbaren eigenen Verhaltensänderungen. Hervorzuheben ist der Kontakt zur Waldorfschule auf Sansibar: Mit Erlösen des Adventsbasars an der Schule wurde der Bau einer Regenwasserauffanganlage unterstützt.

Die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule hielt auch in der Corona-bedingten Lockdown-Phase die Klimaschutzbewegung aufrecht, indem sie Kooperation und Austausch von Schülerinnen und Schüler mit Klimawissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern der Scientists for Future organisierte. Durch die Teilnahme an internationalen Videokonferenzen und durch eine Vernetzung weltweit fungierten die Potsdamer Schülerinnen und Schüler als Multiplikatoren für diese komplexen Themen.

Das in der Umsetzung wohl anspruchsvollste Projekt wurde von der Montessori Oberschule Potsdam eingereicht. Die Teilnehmenden bauten eine Niedrigtemperaturheizung für die Arbeitsräume der Jugendschule, die mit der Wärmeenergie eines Biomeilers betrieben und mit Windenergie genutzt wird. So entstand ein autarkes, nachhaltiges, kostengünstiges Kreislaufsystem, das klimaneutral funktioniert und exemplarisch zeigt, welche natürlichen Energie- und Stoffkreisläufe bestehen: Windenergie, Biomasse, Kompost, Nahrung.

Durch die Veranstaltung führte der Moderator Martin Quilitz.  Die Laudation hielt Sophia Eltrop, Geschäftsführerin der Stadtwerke Potsdam GmbH. Artistisch-akrobatisch begleitet wurde die Veranstaltung durch die Berliner Künstlergruppe Die Artistokraten.

Hintergrund:
Der Potsdamer Klimapreis wird von der Landeshauptstadt Potsdam, den Stadtwerken Potsdam, dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Verein Energie Forum Potsdam e. V. verliehen. Als Preise werden jeweils 1000 Euro, eine Urkunde und die Statuette „kleiner König Zukunft“ der Brandenburger Künstlerin Solveig Karen Bolduan überreicht.

Das Potsdamer Umweltfest im Volkspark Potsdam findet jährlich am vorletzten Septemberwochenende statt. Diesmal öffnete es bereits zum 11. Mal seine Tore. Mit Auflagen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Corona-Virus stellten mit knapp 90 Akteuren aus der Region etwas weniger Aussteller als in den Vorjahren ihre Ideen und Projekte in den Bereichen Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit vor.

Die Landeshauptstadt Potsdam informierte aus ihren Bereichen Verkehrsentwicklung, Umwelt und Natur sowie seitens des Öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers und der Koordinierungsstelle Klimaschutz.

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