Sonderausstellung zum 20-jährigen Jubiläum des Naturparks Dahme-Heideseen
Pressemitteilung Nr. 564 vom 01.09.2018

„Vom Glück, die Natur zu entdecken“

Kulturbeigeordnete Nosha Aubel mit Naturparkleiter Gunnar Heyne und Direktor Dr. Jobst Pfaender zu Eröffnung der Ausstellung (© Naturkundemuseum Potsdam/ Foto: A. Vierling)
Kulturbeigeordnete Nosha Aubel mit Naturparkleiter Gunnar Heyne und Direktor Dr. Jobst Pfaender zu Eröffnung der Ausstellung (© Naturkundemuseum Potsdam/ Foto: A. Vierling)
Kulturbeigeordnete Nosha Aubel mit Naturparkleiter Gunnar Heyne und Direktor Dr. Jobst Pfaender zu Eröffnung der Ausstellung (© Naturkundemuseum Potsdam/ Foto: A. Vierling)

Die Kulturbeigeordnete Nosha Aubel hat am Samstag die Sonderausstellung „Vom Glück, die Natur zu entdecken. 20 Jahre Dahme-Heideseen.“ im Naturkundemuseum Potsdam eröffnet. Bis zum 25. August 2019 können Besucherinnen und Besucher Einblicke in die 20-jährige Entwicklung des Naturparks Dahme-Heideseen in der Treppenhausgalerie des Naturkundemuseums Potsdam erhalten. Auf insgesamt 16 Tafeln sowie in zwei Vitrinen und einer Fotopräsentation werden verschiedene Themen rund um den Naturpark beleuchtet. Begleitet wird die Ausstellung mit einem wissenschaftlichen Symposium zu Walter Kirsche und der Lebensvielfalt im Dahmeland im Haus der Natur.

„Mit der Ausstellung ,Vom Glück, die Natur zu entdecken.‘ können Besucherinnen und Besucher Ihre Kenntnisse der Natur über die Stadtgrenzen hinaus erweitern. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wird eine besondere Verknüpfung zwischen dem Mediziner und Naturforscher Walter Kirsche sowie dem Naturpark Dahme-Heideseen gezeigt“, sagte Aubel in ihrem Grußwort.

Der Naturpark Dahme-Heideseen wurde am 19. September 1998 feierlich vom damaligen Umweltminister Matthias Platzeck eröffnet. Doch schon vorab wurden Teile der heutigen knapp 600 km² Naturfläche durch Naturschutzorganisationen wie dem NABU erhalten und geschützt. Der Naturpark Dahme-Heideseen ist einer von insgesamt elf Naturparks im Land Brandenburg.

Der im Jahr 2008 verstorbene Mediziner Prof. Dr. Walter Kirsche wurde am 21. Juni 1920 in Neu-Oelsnitz im Erzgebirge geboren. Nach Medizinstudium, Staatsexamen und Promotion in Berlin wurde Kirsche zunächst wissenschaftlicher Assistent und später Dozent am Anatomischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Kirsche war eine weit über das Fachgebiet der Medizin anerkannte Persönlichkeit. 1973 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR für seine pädagogischen und wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Er war Mitglied und Ehrenmitglied mehrerer nationaler und internationaler Gesellschaften und Vereinigungen. Neben seiner universitären Lehr- und Forschungstätigkeit widmete sich Kirsche engagiert dem Schutz der Natur und ihrer Lebensformen, insbesondere der Erforschung der europäischen Landschildkröten. Seine naturkundliche Sammlung von zahlreichen Schildkrötenpräparaten, Insekten und Fossilien übertrug Kirsche dem regionalen Umweltschutzzentrum Naturpark Dahme-Heideseen. Teile dieser Sammlung, wie beispielsweise zwei Herbarien, Schildkrötenpanzer oder ein Insektenkasten, werden in der Ausstellung gezeigt.