Das KIS Energiemanagement verbessert Klimaschutz und spart CO2
Pressemitteilung Nr. 553 vom 03.09.2019

Nachhaltig für Potsdam!

KIS Energiemanagerin Jeanette Hanko präsentiert hocheffizientes Blockheizkraftwerk in der Grundschule Bornim
KIS Energiemanagerin Jeanette Hanko präsentiert hocheffizientes Blockheizkraftwerk in der Grundschule Bornim
KIS Energiemanagerin Jeanette Hanko präsentiert hocheffizientes Blockheizkraftwerk in der Grundschule Bornim. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Markus Klier

Bürgermeister Burkhard Exner hat am Dienstag, den 3. September 2019 gemeinsam mit dem Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service, Bernd Richter, die Arbeit des KIS Energiemanagements und die Broschüre „Nachhaltig für Potsdam“ vorgestellt.

Bürgermeister Burkhard Exner: „Bereits vor Jahren haben wir begonnen, das Energiemanagement des KIS für energieeffizientere Gebäude auf neue Füße zu stellen – ein wichtiger Beitrag für einen verbesserten und nachhaltigen Klimaschutz in der Landeshauptstadt Potsdam. Das Energiemanagement des KIS wirkt sich dabei nicht nur positiv auf die Klimabilanz, sondern auch auf die kaufmännische Bilanz der Landeshauptstadt Potsdam aus. Bei nahezu allen Investitionsvorhaben des KIS werden durch das Energiemanagement des KIS mit Hilfe von kaufmännischen Lebenszyklusberechnungen über optimierte energetische Standards und moderne Steuerungssysteme entschieden. Allein in den zurückliegenden 3 Jahren konnten wir auf diese Weise KfW-Förderdarlehen in Höhe von ca. 20 Millionen Euro sowie weitere 6 Millionen Euro direkte Investitionszuschüsse einwerben. Das ist viel Geld, das wir nachhaltig einsetzen. Es sorgt in den kommenden 20 Jahren für über 9.000 t weniger CO2 im laufenden Betrieb der neu gebauten und sanierten Schulen und Kitas. Aber auch bei den Bestandsgebäuden zeigt sich das Energiemanagement des KIS erfolgreich. Durch Betriebsoptimierungen oder das Energieeinsparprogramm an den Schulen sowie die Ausnutzung von Smartmeter-Daten werden weitere ca. 2.100 t CO2 eingespart. Ein Beitrag für Eigenstromversorgung liefern die auf den KIS-Gebäuden installierten Photovoltaikanlagen – sie schlagen mit zusätzlichen ca. 3.300 t CO2 Einsparungen zu Buche. Auf diese ersten Erfolge können wir als Stadt mehr als stolz sein. Energieeffizienz und Klimaschutz sind also keine ganz neuen Themen für uns, sondern wichtige Elemente für ein nachhaltiges Bauen und unsere Investitionsstrategie. Es kommt aktuell darauf an, noch besser und zielgenauer zu werden. Im vergangenen Jahr haben wir im KIS die dritte Energiemanagementstelle geschaffen. Das zeigt, Klimaschutz rechnet sich sowohl mit Blick auf die CO2- und Klimabilanz der Landeshauptstadt Potsdam Blick als auch in Bezug auf die städtischen Finanzen.“

KIS-Werkleiter Bernd Richter zu den Erfolgen des Energiemanagements: „Durch die Lebenszyklusbetrachtung einer Immobilie, die Einbringung von Fördermitteln und eine deutliche CO2-Reduktion in unserem Immobilienbestand trägt das KIS Energiemanagement ganz wesentlich dazu bei, dass wir als Kommunaler Immobilien Service nicht nur energetisch, sondern auch wirtschaftlich besser haushalten und der Landeshauptstadt Potsdam dabei helfen, ihre hohen Klimaschutzziele aus dem Masterplan 100% Klimaschutz 2050 zu erreichen.“   

Ein gutes Beispiel sind hier Schulneubauten des KIS. Bei der Planung für die 2017 fertiggestellte Gesamtschule Leonardo Da Vinci kam heraus, dass in Kombination mit anderen technischen Maßnahmen bei diesem Bauvorhaben ein um 20 Prozent über den gesetzlichen Anforderungen liegender Dämmstandard langfristig gesehen die wirtschaftlichste Lösung ist.

Auch die Installation einer modernen LED-Beleuchtung und die Steuerung der Heizung über Präsenzmelder wurde auf diesem Wege entschieden. Neben Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit steht beim Energiemanagement des KIS die Behaglichkeit der Nutzer im Fokus. An der Leonardo Da Vinci wird die maschinelle Lüftung deshalb über CO2-Sensoren gesteuert, um die CO2-Konzentration in den Räumen möglichst gering zu halten. Auch an den Schulneubauten der Grundschule Bornim und des Schulneubaus in der Gagarinstraße wurden hohe Energiestandards eingehalten. Wo immer möglich, werden ein Teil des benötigten Stroms durch Photovoltaik-Anlagen erzeugt, etwa an der noch im Bau befindlichen Grundschule Rote Kaserne Ost. Die Ergebnisse, die auch auf andere Projekte übertragbar sind, fließen in die jährliche Fortschreibung der einheitlichen Standards für die Sanierung und den Neubau von Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäuden ein.

Den lebenszyklischen Ansatz setzt das Energiemanagement des KIS bei allen relevanten Investitionen ein, ganz gleich, ob es sich um Schulbauten, Kindertagesstätten oder Verwaltungsgebäude handelt. Bei diesen Betrachtungen haben die Energiemanager auch stets geeignete Förderprogramme im Blick.
Hierzu zählen unter anderem Förderprogramme des Bundes wie die Klimaschutzinitiative des BMU, Investprogramme des BBSR und der KfW-Bank sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Die Inanspruchnahme von Förderprogrammen entlastet nicht nur den ‚Geldbeutel‘, sondern ermöglicht auch die Umsetzung von ansonsten nur schwer finanzierbaren energetisch anspruchsvolleren Konzepten oder energiesparender Technik, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Seit dem Jahr 2010 betreibt der Kommunale Immobilien Service Potsdam (KIS) ein eigenes Energiemanagement. Zunächst ging es darum, eine Übersicht über Energieverbräuche und –kosten der über 450 KIS-Objekte in sogenannten Energieausweisen zu dokumentieren. In einem weiteren Schritt begann der KIS eine systematische energetische Gebäudeoptimierung. Aktuell begleiten sie nahezu alle Investitionsvorhaben des KIS und sorgen so vor allem für energieoptimierte und nachhaltige Gebäude.    

https://kis-potsdam.de/kategorie/energiemanagement

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