Zweite Phase der Online-Beteiligung gestartet
Pressemitteilung Nr. 552 vom 14.09.2020

Weiterer Beteiligungsschritt für Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Zwei Stadtbereiche blicken in die Zukunft - Fortsetzung der Planungswerkstätten im September 2020 im Rahmen der Fortschreibung des INSEK 2035 (Flyer: Landeshauptstadt Potsdam, Bearbeitung durch Lots*)
Zwei Stadtbereiche blicken in die Zukunft - Fortsetzung der Planungswerkstätten im September 2020 im Rahmen der Fortschreibung des INSEK 2035 (Flyer: Landeshauptstadt Potsdam, Bearbeitung durch Lots*)
Zwei Stadtbereiche blicken in die Zukunft - Fortsetzung der Planungswerkstätten (Flyer: Landeshauptstadt Potsdam, Bearbeitung durch Lots*)

Die digitalen Planungswerkstätten zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) fanden am 1. September 2020 zum Raum „Potsdam West – Templiner Vorstadt“ und am 4. September 2020 zum Raum „Beiderseits der Nuthe“ statt.

Um über die Live-Werkstätten hinaus noch weiteren Interessierten die Möglichkeit der Beteiligung zu geben, schließt sich an die erste jetzt die zweite Phase der Online-Beteiligung an. Hier sind erneut die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Auf www.mitmachen-potsdam2035.de können alle Interessierten die Ergebnisse der Live-Werkstätten nachvollziehen und eigene Ideen und Fragen hinzufügen.
Die Beteiligung beginnt am 14. September und wurde bis zum 27. September 2020 verlängert. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Außergewöhnliche Situationen wie die Coronakrise erfordern auch für die Bürgerbeteiligung Umdenken, Experimentieren und Mut, neue Methoden auszuprobieren. Dies gilt auch für den Beteiligungsprozess zum INSEK der Landeshauptstadt Potsdam: Im März 2020 sollten Veranstaltungen zu den vier INSEK-Vertiefungsbereichen der Stadt Potsdam für alle Interessierten stattfinden. In den Räumen „Golm – Eiche – Bornim – Bornstedt“ und „Marquardt – Fahrland – Krampnitz“ konnten die Planungswerkstätten am 5. und 6. März 2020 durchgeführt werden. Die für den 17. und 18. März 2020 angesetzten Planungswerkstätten für die Räume „Potsdam West – Templiner Vorstadt“ und „Beiderseits der Nuthe“ mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um eine Beteiligung in den Räumen unter den aktuellen Bedingungen und Einschränkungen dennoch zu ermöglichen und die interaktive Methodik beizubehalten, wurden die Vor-Ort-Veranstaltungen in ein zweistufiges digitales Format übertragen.

Die erste Stufe der Beteiligung in Form von Live-Werkstätten fand in der ersten Septemberwoche statt. Über eine Videokonferenz trafen sich alle Teilnehmenden in einem virtuellen Raum. In Arbeitsgruppen zu den Themen Quartier, Mobilität und Freiraum konnten die Teilnehmenden anhand einer digitalen Karte miteinander und mit Experten der Verwaltung über Entwicklungen und Ideen vor Ort ins Gespräch kommen. Mit Kommentaren und Symbolen (Buttons) war es möglich, die Vorschläge in der Karte zu verorten und zu dokumentieren.

Unter der Beteiligung von circa 30 Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 27 bis 73 Jahren wurde am 1. September 2020 die erste Live-Werkstatt für den Raum „Potsdam West – Templiner Vorstadt“ durchgeführt. Die Teilnehmenden verfassten mehr als 200 Kommentare zu ihren Ideen und Meinungen und tauschten sich innerhalb der Gruppen darüber aus. In den Diskussionen ging es im Themenfeld der Mobilität um die Stärkung klimagerechter Mobilitätsformen und die Infrastruktur dafür, das Errichten von Leihstationen für (Lasten-) Fahrräder sowie die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs. In der Gruppe zum Freiraum diskutierten die Teilnehmenden unter anderem kontrovers über die Errichtung neuer kleiner Badestellen oder die Errichtung eines großen Strandbades in Verbindung mit Naturschutz. Einigkeit bestand in dem Ziel, Räume und Flächen für die Erholung zu erhalten und zu ertüchtigen. Über die Aufenthaltsqualität der Zentren, Energiekonzepte für die Quartiere, Solaranlagen, Gründächer sowie Urban Gardening wurde in der Themengruppe Quartier diskutiert.

Die Live-Werkstatt im Raum „Beiderseits der Nuthe“ fand am 4. September 2020 statt. Per Videokonferenz nahmen etwa zwölf interessierte Bürgerinnen und Bürger und vor Ort tätige Akteure teil. In den Arbeitsgruppen wurde über die Entwicklung und Integration des Sportforums, Vernetzung und Pendlerbewegungen zwischen den Stadtteilen westlich und östlich der Nuthe sowie die Funktion der Nuthe im Sinne der Naherholung in Verbindung mit Naturschutz gesprochen.

Die Erfahrungen mit dem Format werden ausgewertet und auch im Beteiligungsrat diskutiert. Weitere Informationen zum INSEK und dem Prozess sowie die Dokumentationen der Planungswerkstätten im März 2020 sind unter www.potsdam.de/INSEK zu finden.