Museumsdirektorin dankt den Förderern für ihre großzügige Unterstützung
Pressemitteilung Nr. 503 vom 09.08.2018

Potsdam Museum präsentiert acht restaurierte Gemälde

Potsdam Museum präsentiert acht restaurierte Gemälde: Markus Wicke, Dr. Claudia Hartmann, Max Wenske und Dr. Jutta Götzmann (Foto LHP/ Christine Homann)
Potsdam Museum präsentiert acht restaurierte Gemälde: Markus Wicke, Dr. Claudia Hartmann, Max Wenske und Dr. Jutta Götzmann (Foto LHP/ Christine Homann)
Potsdam Museum präsentiert acht restaurierte Gemälde: Markus Wicke, Dr. Claudia Hartmann, Max Wenske und Dr. Jutta Götzmann (Foto LHP/ Christine Homann)

Die Vorbereitungen der nächsten Sonderausstellung des Potsdam Museums „Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ gehen in die abschließende Phase. Mit großer finanzieller Unterstützung konnten acht Gemälde aus der Kunstsammlung des Potsdam Museums restauriert werden, die ab dem 29. September 2018 der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Bei den Gemälden handelt es sich um ein Konvolut von Heinrich Basedow d.J., darunter sein „Selbstporträt“ aus dem Jahr 1927, sein „Stillleben mit Lilie“ aus dem Jahr 1925 und das „Portrait von Christa Heidkamp“, Tochter des bekannten Potsdamer Buchhändlers, der die Kunstszene der Stadt protegierte“, erläutert Dr. Jutta Götzmann, die als Direktorin des Potsdam Museums die Ausstellung kuratiert. Sie dankt dem Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder sowie dem Förderverein des Potsdam-Museums für ihr großzügiges Engagement.

Als Künstler der neuen Sachlichkeit gilt der gebürtige Schweizer Wilhelm Schmid, der Potsdam ab 1923 zu seiner Wahlheimat erklärte. Laut der Museumsdirektorin zeigt erstmals ein Museum in Deutschland sein umfangreiches Frühwerk mit zahlreichen in Potsdam entstandenen Motiven. Schmid, der zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Novembergruppe und somit zum Kreis der künstlerischen Avantgarde zählte, war auch Mitglied des Potsdamer Kunstvereins. In Potsdam beteiligte er sich an einer Ausstellung des Potsdamer Kunstvereins 1927 im Marstall. Er stellte dort gemeinsam mit Heinrich Basedow d. Ä., Walter Bullert, Egon von Kameke, Otto Heinrich und vielen weiteren aus. Als Vertreter der Neuen Sachlichkeit weist Schmid eine stilistische Nähe zu Konrad Schwormstädt und  Heinrich Basedow d. J. auf. „Auf diese historische Präsentation nimmt vom 29. September 2018 bis 27. Januar 2019 die Sonderausstellung des Potsdam Museums Bezug und setzt damit einen wichtigen Baustein für die Potsdamer Kunstgeschichte“, so Dr. Götzmann.

Der Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder, dem Prof. Dr. Frank Druffner als Geschäftsführer vorsteht, unterstützt zum ersten Mal eine Restaurierungskampagne des Potsdam Museums. Die Restaurierung und Rahmung von vier Gemälden von Heinrich Basedow d.J. wurde durch die finanzielle Förderung des 300 Mitglieder starken Freundeskreises gewährleistet. Anlässlich der Präsentation hat Dr. Claudia Hartmann als stellvertretende Vorsitzende den Freundeskreis und seine Förderanliegen vorgestellt.

Der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. konnte die Vorbereitungen der Ausstellung mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden von insgesamt zwölf Unterstützerinnen und Unterstützern fördern. Das Geld floss in die Restaurierungen und Neurahmungen weiterer vier Gemälde und einer Grafik der Künstler Otto Heinrich, Alfred Liedtke, Konrad Schwormstädt, Walter Bullert und Heinrich Basedow  d.J.. „Dabei lag uns besonders die aufwändige Restaurierung des Selbstportraits von Heinrich Basedow d.J. am Herzen, da wir erst jüngst das digitale Werkverzeichnis des Künstlers veröffentlichen konnten“, sagte der Vorsitzende Markus Wicke zum Engagement des Fördervereins. Die Restaurierungen übernahm Oliver Max Wenske, der als Museumskonservator auch für die Anlieferung und den Aufbau der zahlreichen internationalen Leihgaben zuständig ist.