Aktion zum Schutz des Schilfgürtels am Nordufer, 11. September 2021, 10 bis 13 Uhr
Pressemitteilung Nr. 501 vom 10.09.2021

Ortsbeirat Groß Glienicke ruft zum Arbeitseinsatz am Sacrower See auf

Sacrower See (Foto: Ortsbeirat Groß Glienicke)
Sacrower See (Foto: Ortsbeirat Groß Glienicke)
Sacrower See (Foto: Ortsbeirat Groß Glienicke)

Am Samstag, 11. September 2021, plant der Ortsbeirat Groß Glienicke von 10 bis 13 Uhr einen Arbeitseinsatz am Sacrower See. Die ursprünglich bereits für das Frühjahr geplante Aktion am Sacrower See, die pandemiebedingt nicht stattfinden konnte, soll nun nachgeholt werden.

Es sind am Nordufer des Sacrower Sees Arbeiten zur Sicherung des Schilfgürtels geplant. So sollen im Umfeld der beiden Badestellen die Holz-Abgrenzungen erneuert werden. Die Aktion zum Schutz des Schilfgürtels wird geleitet vom zuständigen Forstamt und unterstützt von Vereinen und Initiativen aus der Umgebung des Sacrower Sees.

Freiwillige Helferinnen und Helfer können sich gern an der Schilfgürtel-Aktion beteiligen. So wird neben aktiver Mithilfe bei den Arbeiten auch noch verschiedenes Werkzeug/Gerätschaften benötigt: Akkuflex, Akkubohrmaschine, Schäleisen, Zugmesser oder „scharfer“ Spaten mit glattem Blatt zum Schälen der Kiefernstangen, Kuhfuß oder Zimmermannshammer zum Entfernen alter Nägel und Einschlagen neuer Nägel, Motorsäge (nur mit Berechtigung und Schutzausrüstung) zum Beseitigen der alten Handläufe, Schubkarren.

Handschuhe, Müllsäcke usw. werden von der Stadtentsorgung Potsdam GmbH und vom Ortsbeirat Groß Glienicke zur Verfügung gestellt. Treffpunkt ist um 10 Uhr die kleine Badestelle am Nordufer des Sacrower Sees. Weitere Informationen zum Arbeitseinsatz gibt es auch online unter www.gross-glienicke.de.

Der Sacrower See im Ortsteil Groß Glienicke liegt im Naturschutzgebiet „Sacrower See und Königswald“. Die Natur ist hier besonders schützenswert, weil der Sacrower See im Vergleich zu anderen Gewässern nur wenig nährstoffreich ist und zudem von weiteren geschützten Lebensräumen, vor allem von vielfältigen, alten Waldbeständen umgeben ist. Wegen der verhältnismäßig geringen Ausdehnung des Sees ist dieser sehr empfindlich und kann nur eine begrenzte Belastung unbeschadet vertragen. Daher dürfen der Uferweg am Sacrower See nicht verlassen und der See generell nicht mit Wasserfahrzeugen jeglicher Art, wie Kajak, Stand-up-Paddle, Floß etc., befahren werden. Lediglich im Bereich der geduldeten Badezugänge darf an den See herangetreten werden. Hier gilt wie überall in einem Naturschutzgebiet, dass das Campen, Lärmen und Feuermachen (Rauchen, Grillen, Lagerfeuer usw.) untersagt sind.

Leider musste in den vergangenen Jahren festgestellt werden, dass diese Regelungen zum Verhalten oft nicht beachtet wurden. Auf diese Bestimmungen soll an dieser Stelle nochmals hingewiesen werden, da das Schutzgebiet rund um den Sacrower See in den vergangenen heißen Jahren durch die vermehrten Besucherzahlen bereits starke Schäden, auch in den geschützten Schilfbereichen, zu verzeichnen hat.

Um für ein stärkeres Bewusstsein und eine höhere Akzeptanz für das Einhalten der Regelungen im Naturschutzgebiet „Sacrower See und Königswald“ zu sorgen, wurde im vergangenen Jahr die Beschilderung mit den entsprechenden Hinweisen verbessert (mehr als 80 Schutzgebietsschilder sowie fast ebenso viele Zusatzschilder) und durch etwa 45 Piktogramm-Schilder ergänzt. Nur wenn die Regelungen beachtet werden, kann diese besondere Umgebung auch für nachfolgende Generationen erhalten und lebenswert bleiben.

Weitere Informationen zu den Schutzgebieten im Potsdamer Stadtgebiet sind online zu finden unter www.potsdam.de/kategorie/schutzgebiete