Pressemitteilung Nr. 498 vom 07.08.2018

1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert: Neues und Bewährtes beim 14. Lauffest zugunsten der Stiftung Altenhilfe

3137 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gingen beim 13. Lauffest im Stadion Luftschiffhafen an den Start.
3137 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gingen beim 13. Lauffest im Stadion Luftschiffhafen an den Start.
3137 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gingen beim 13. Lauffest im Stadion Luftschiffhafen an den Start. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Jan Brunzlow

Am Freitag, 31. August 2018, findet das diesjährige Lauffest zugunsten der kommunalen Stiftung Altenhilfe statt. Bereits zum 14. Mal drehen kleine und große Läufer von 9 bis 18 Uhr im Stadion ihre Runden für einen guten Zweck. Im vergangenen Jahr kamen durch die 3137 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr als 15.000 Euro an Spenden zusammen. Sie absolvierten 76.453 Runden und ermöglichten dadurch, dass die Stiftung ältere Mitbürgern Zuwendungen für den Kauf von Kühlschränken, Brillen oder für notwendige Renovierungsarbeiten zukommen lassen kann.

Erstmalig wird der Spaß am Laufen mit der Möglichkeit verbunden, sich über das traditionelle Gelände des Luftschiffhafens zu informieren. Um 9 Uhr beginnt die Veranstaltung. Sie wird von Noosha Aubel, der Beigeordneten für Bildung, Kultur und Sport, sowie Mike Schubert, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Altenhilfe Potsdam, und Peter Frenkel, Olympiasieger im Gehen über 20 km bei den Olympischen Spielen München 1972 und sportlicher Schirmherr eröffnet. Danach laufen traditionell die Jüngsten – Kinder aus Potsdamer Kindergärten und Schülerinnen und Schüler. Für den Nachmittag haben sich schon jetzt viele Gruppen zum Laufen angemeldet. „Aber da geht noch mehr“, unterstreicht Mike Schubert und lädt zum Laufen und Entdecken des Stadions ein. „In den vergangenen 25 Jahren hat sich der Sportpark Luftschiffhafen enorm entwickelt. Es sind neue Gebäude entstanden, Bestandsgebäude wurden grundlegend saniert. Darauf können wir zu Recht stolz sein. Das ist auch der Grund dafür, dass wir im Rahmen von ‚1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert‘ dem traditionellen Lauffest neue Akzente verleihen.“
 
1910 erwarb Luftschiffpionier Ferdinand Graf von Zeppelin das Gelände an der Pirschheide. Er ließ auf dem Gelände direkt an der Havel einen großen Luftschiffhafen errichten. Damals entstand die weltgrößte Luftschiffhalle, die zwei Zeppeline von je über 150 Meter Länge beherbergen konnte. Der Versailler Vertrag von 1919 mit dem Verbot jeglicher Luftschifffahrteinrichtungen bedeutete jedoch das Ende des Luftschiffhafens. Die große Luftschiffhalle wurde abgerissen, doch sind insbesondere das historische Eingangstor wie die ehemaligen dazugehörigen Werkstattgebäude mit ihren charakteristischen Sheddächern als Zeugnisse dieser Zeit erhalten. In den 1920er- und 30er-Jahren wurde das Gelände vom Architekten Roland Mohr und von Stadtgartendirektor Hans Kölle zu einem Land- und Wassersportplatz umgestaltet. Das Regattahaus oder der direkt am Wasser gelegene Musikpavillon stammen aus dieser Zeit, ebenso das Stadion samt historischer Tribüne als Hauptsportstätte.

Nach 1949 wurde der öffentliche Land- und Wassersportplatz zum Trainingsgelände für Leistungssportler umgestaltet. Nach und nach entstanden Trainingsanlagen wie Turnhalle, Leichtathletik- oder Schwimmhalle. Insbesondere in den 1960er und 70er Jahren fanden im Stadion große Leichtathletik-Abendsportfeste mit weit über 5.000 Zuschauern statt. Nach der Wende erfolgten Modernisierungen und Neubau von Anlagen, beispielsweise der Werferhalle und der MBS-Arena. Heute ist das Gelände offizieller Olympiastützpunkt und Trainingsstätte zahlreicher Spitzen- und Breitensportler.

Die aktuelle Auflage des Lauffestes bietet Bewährtes und Neues. Der gerade erschienene Flyer informiert über das Programm. Weitere Informationen gibt es unter www.potsdam.de/lauffest

 

Downloads

  • 14. Lauffest zugunsten der Stiftung Altenhilfe 2018

    Flyer (PDF; 455,86 KB)