Erste Ergebnisse: Nur 4,5 Prozent der Befragten wollen sich nicht impfen lassen / Mobile Impfaktion am 5. August im Rahmen der Reihe KUNST zur Zeit auf dem Alten Markt.
Pressemitteilung Nr. 395 vom 28.07.2021

6. Bürgerumfrage „Leben in Potsdam“ mit Rekordbeteiligung

Die Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Robert Schnabel
Die Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Robert Schnabel
Die Friedrich-Ebert-Straße in Potsdam Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Robert Schnabel

Die Landeshauptstadt Potsdam verzeichnet eine Rekordbeteiligung bei der 6. Bürgerumfrage „Leben in Potsdam“. Insgesamt 2471 ausgefüllte Fragebögen wurden zwischen Mitte April und Ende Juni an die Landeshauptstadt Potsdam zurückgeschickt. Insgesamt waren für die Bürgerumfrage achtseitigen Fragebögen an mehr als 5600 zufällig ausgewählte Bürgerinnern und Bürger gesendet worden. Mit einer Rücklaufquote von 44,7 Prozent wurde der bisherige Spitzenwert von 43,5 Prozent bei der Premiere der Bürgerumfrage aus dem Jahr 2013 übertroffen. Auch die Online-Beteiligung verzeichnet einen neuen Höchstwert: Mehr als ein Viertel der Teilnehmenden (25,8 Prozent) hat den Fragebogen digital ausgefüllt. Die Bürgerumfrage enthielt auch Fragen zum Thema Corona-Impfung, die nun in einem ersten Schritt ausgewertet worden sind. Demnach gaben nur 4,5 Prozent der Potsdamerinnen und Potsdamer, die sich an der Umfrage beteiligt haben, an, sich nicht impfen lassen zu wollen.

„Die Resonanz bei der Bürgerumfrage zeigt das große Interesse der Potsdamerinnen und Potsdamer an den Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. „Durch die Beantwortung der Fragen gestalten die Bürgerinnen und Bürger die Zukunft unserer Stadt mit. Dafür danke ich allen Teilnehmenden. Es hat sich gezeigt, dass die Impfbereitschaft in Potsdam sehr hoch ist. Nur 4,5 Prozent der Potsdamerinnen und Potsdamer, die sich an der Umfrage beteiligt haben, wollen sich nicht impfen lassen. 11,3 Prozent sind der Umfrage zufolge unschlüssig. Diese Potsdamerinnen und Potsdamer wollen wir nun mit zusätzlichen Impfangeboten vor Ort in den Stadtteilen motivieren, sich gegen Corona impfen zu lassen“, so Schubert.

Nach den mobilen Impfangeboten in den vergangenen Tagen in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und dem Deutschen Roten Kreuz an den Uni-Standorten Neues Palais, Golm sowie Griebnitzsee wird es am Donnerstag, 5. August, ein öffentliches Impfangebot gemeinsam mit dem Landtag Brandenburg auf dem Alten Markt geben. Im Rahmen der Reihe KUNST zur Zeit im Landtagsinnenhof wird von 11 bis 18 Uhr ein mobiles Impfteam Corona-Schutzimpfungen mit dem Impfstoff BioNTech anbieten. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht nötig. Mitzubringen sind die Versichertenkarte, der Personalausweis und – soweit vorhanden – der Impfausweis. Es werden ausschließlich Erstimpfungen angeboten. Für die Zweitimpfung ist bei einem niedergelassenen Arzt oder in einem der Potsdamer Impfzentren (Metropolis-Halle, Ernst-von-Bergmann-Klinikum oder Heinrich-Heine-Klinik) online ein Termin zu buchen. Ausführliche Informationen gibt es online unter www.potsdam.de/impfen.

Bei der Bürgerumfrage handelt es sich um eine kommunale Mehrthemenumfrage, die verschiedene Bereiche des Lebens beleuchtet. Es geht um die Themenkomplexe Lebensqualität, Wohnen, Wirtschaft und Arbeit, Verkehr und Mobilität sowie um die Bewertung von verschiedenen Einrichtungen und Angeboten in Potsdam und im Stadtteil. Darüber hinaus werden zahlreiche sozio-demographische Merkmale der Teilnehmenden erhoben, um die Befragungsergebnisse bestimmten Gruppen zuordnen zu können.

Neben Fragekomplexen, die seit dem Start der Bürgerumfrage im Jahr 2013 enthalten sind, um so langfristige Entwicklungen und Trends abbilden zu können, enthielt der Fragebogen wieder aktuelle Themen. Dabei standen Fragestellungen zur „Autoärmeren Innenstadt“ sowie zu „Auswirkungen der Corona-Pandemie“ im Mittelpunkt. Gleich auf zwei Seiten wurden verschiedene Themen im Fragebogen zu Corona aufgegriffen, darunter Auswirkungen der Pandemie auf Arbeit und Beruf sowie auf die Lebensqualität, Kinderbetreuung und Home Schooling, Angebote der Landeshauptstadt Potsdam sowie Belastungen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Corona-Pandemie.

Die Daten der Bürgerumfrage „Leben in Potsdam“ werden in den kommenden Monaten vom Bereich Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt ausgewertet. Ein umfangreicher Ergebnisbericht wird Anfang des kommenden Jahres veröffentlicht. Die Auswertungen der bisher durchgeführten Erhebungen können unter www.potsdam.de/buergerumfragen eingesehen werden.