Pressemitteilung Nr. 383 vom 22.06.2020

Landeshauptstadt kämpft um Karstadt-Standort

Brandenburger Straße mit St. Peter und Paul Kirche
Brandenburger Straße mit St. Peter und Paul Kirche
Brandenburger Straße mit St. Peter und Paul Kirche. Foto LHP/ Robert Schnabel

Oberbürgermeister Mike Schubert hat sich heute mit Vertretern des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zu einer ersten Beratung getroffen, um über die angekündigte Schließung der Karstadt-Filiale in der Potsdamer Innenstadt zu sprechen.

„Es ist schon einmal gelungen, die Brandenburger Straße wieder nach vorne zu bringen. Ich bin überzeugt, dass wir dies auch ein zweites Mal gemeinsam mit den Händlern der Innenstadt schaffen können. Die Brandenburger Straße bleibt die stärkste Einkaufsstraße Brandenburgs. Die Landeshauptstadt wird dazu ihren Beitrag leisten“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert.

Man investiere jetzt schon insgesamt 2,5 Millionen Euro in die Brandenburger Straße, um sie attraktiver zu gestalten. Die Karstadt-Filiale als Magnet in der Innenstadt habe zuletzt wachsende Umsatzzahlen gehabt und eine langfristige Standortgarantie. Zudem ist Potsdam eine wachsende Stadt mit wachsenden Tourismuszahlen, die zusätzlichen Umsatz bringen. „Umso weniger ist zu verstehen, dass jetzt die Schließung erfolgen soll. Unser Ziel wird es nun sein, mit dem Eigentümer zusammenzukommen und alle Möglichkeiten, die es gibt, das Haus zu erhalten, auszuloten“, so Schubert weiter.

Parallel werde man aber mit der IHK und dem Handelsverband darüber beraten, wie die Attraktivität der Innenstadt weiter verbessert werden kann. Oberbürgermeister Mike Schubert: „Dabei müssen wir uns daran orientieren, wo die Potsdamer City hin soll, welche Potenziale noch zu stärken sind. Dazu kann es auch gehören, das bestehende Einzelhandelskonzept in Frage zu stellen.“ Der innerstädtische Umsatzanteil am Handel betrage 14 Prozent. „Da lohnt es sich, grundsätzlich darüber nachzudenken, wie man diese Zahl weiter steigert.“