Pressemitteilung Nr. 376 vom 26.06.2015

Bürgerumfrage: Potsdam ist Stadt der Wissenschaft

Das Foto zeigt das erste bedeutende Bauwerk des bekannten Architekten Erich Mendelsohn: Den Einsteinturm auf dem Telegrafenberg in Potsdam. Das expressionistische Bauwerk wurde zwischen 1920 und 1922 errichtet.
Das Foto zeigt das erste bedeutende Bauwerk des bekannten Architekten Erich Mendelsohn: Den Einsteinturm auf dem Telegrafenberg in Potsdam. Das expressionistische Bauwerk wurde zwischen 1920 und 1922 errichtet.
Einsteinturm/Einstein Tower (© Ulf Böttcher)

95 Prozent der Potsdamerinnen und Potsdamer sehen die Wissenschaftler und Studenten als Bereicherung für die Landeshauptstadt an. Dabei sind die Universität Potsdam, das Hasso-Plattner-Institut, das Geoforschungszentrum sowie die Max-Planck-Institute die bekanntesten Wissenschaftseinrichtung in Potsdam. Das geht aus den Ergebnissen der Bürgerumfrage „Potsdam als Wissenschaftsstadt“ hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurde. „Mehr als 10.000 Menschen arbeiten in den wissenschaftlichen Einrichtungen der brandenburgischen Landeshauptstadt, davon mehr als 6000 als Wissenschaftler. Hinzu kommen circa 25.000 Studierende an den Hochschulen. Potsdam ist eine Stadt der Wissenschaft“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs angesichts der Umfrageergebnisse.

Neben der Universität Potsdam gibt es hier noch die Fachhochschule Potsdam, die Fachhochschule für Sport und Management und die älteste Filmhochschule Deutschlands, die Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“. Hinzu kommen mehr als 40 wissenschaftliche Einrichtungen, die ihren Sitz in der Region haben: Max-Planck-Institute, Fraunhofer Institute, Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie Helmholtz-Zentren. Etwa ein Viertel der in Potsdam arbeitenden Wissenschaftler sind Gastwissenschaftler aus allen Teilen der Welt, die für einige Zeit in der Landeshauptstadt tätig sind.

Die Auswertung der Bürgerumfrage umfasst 103 Seiten und steht hier online zur Verfügung. Sie gibt einen statistischen Überblick über die Teilnehmenden und das Image der Wissenschaft in der Landeshauptstadt. Dass die Wissenschaft einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Stadt hat, sehen 94 Prozent der Antwortenden so (stimme voll zu/stimme eher zu). Allerdings sind auch knapp 87 Prozent der Teilnehmenden der Meinung (stimme voll zu/stimme eher zu), dass sich die wissenschaftlichen Einrichtungen stärker in der Öffentlichkeit präsentieren sollen. „Positiv ist, dass fast 84 Prozent der Befragten sagen, die Bedeutung der Wissenschaft in Potsdam wird nicht überbewertet“, so Jann Jakobs. Das Ergebnis zeige aber auch, „dass wir alle gemeinsam weiter daran arbeiten müssen, die Wissenschaftsetage im Bildungsforum noch bekannter zu machen“. Etwa 31 Prozent der Teilnehmenden gaben an, die Wissenschaftsetage zu kennen. Die Positionierung der Wissenschaftsetage ist eine der Aufgaben des neu etablierten Standortmanagements Bildungsforum.

Am häufigsten informieren sich die Befragten übers Radio, um etwas über wissenschaftliche Einrichtungen und Veranstaltungen in Potsdam zu erfahren. An zweiter Stelle wurde das Internet genannt.

Die Bürgerumfrage Potsdam als Wissenschaftsstadt ist nach 2010 zum zweiten Mal durchgeführt worden. An der standardisierten schriftlichen Befragung, die im Auftrag des Bereiches Öffentlichkeitsarbeit/Marketing im Januar 2015 in allen Stadtteilen Potsdams durchgeführt wurde, haben sich 1431 Potsdamerinnen und Potsdamer beteiligt. Das entspricht einem Anteil von 28 Prozent der zufällig ausgewählten Befragten. Wie bereits bei der ersten Bürgerumfrage dieser Art im Jahr 2010, sollten die Einstellungen zum Themenfeld Wissenschaft erörtert werden. Es wurden aber auch grundsätzliche Fragen zur Stadt gestellt.

In einer offenen Frage konnten die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise notieren, mit welchen Symbolen, Wahrzeichen oder Personen sie Potsdam am meisten verbinden. Wie schon bei der Erhebung 2010 liegt Sanssouci (Schloss bzw. Park) auf dem ersten Rang (960 Nennungen bzw. 26,6 Prozent aller 3604 Nennungen). Es folgen Friedrich II mit ungefähr der Hälfte der Nennungen (498 bzw. 13,8 Prozent) und das Holländische Viertel (154 Nennungen bzw. 4,3 Prozent). Als noch lebende Person belegt der Potsdamer Günther Jauch mit 91 Nennungen den 6. Platz unter allen Nennungen. Werden alle wissenschaftlichen Einrichtungen oder auch Wissenschaftler selbst zusammengerechnet, so entfallen rund fünf Prozent aller Nennungen auf diesen Markenbaustein der Landeshauptstadt.

Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön haben die Potsdamerinnen und Potsdamer, die den Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt haben, die neue Museums-Kombikarte erhalten. Diese ermöglicht einem Erwachsenen mit bis zu zwei Kindern den kostenlosen Eintritt in vier Museen der Stadt – das Filmmuseum Potsdam, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, das Naturkundemuseum Potsdam und das Potsdam Museum | Forum für Kunst und Geschichte.

Downloads