Pressemitteilung Nr. 374 vom 13.06.2017

„Potsdam macht Schule“: Grundsteinlegung für den Neubau der Grundschule Bornim

Oberbürgermeister Jann Jakobs und der Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service Potsdam, Bernd Richter, haben am Dienstag gemeinsam mit Schulleiterin Claudia Leo den Grundstein für den Neubau der zweizügigen Grundschule Bornim gelegt.

Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Das ist heute ein wichtiger Tag. Denn gerade im sich besonders dynamisch entwickelnden Norden der Landeshauptstadt benötigen wir mehr Angebote für die wachsende Zahl an Schülerinnen und Schülern. Die Grundschule hier in Bornim ist dabei ein wichtiger Faktor, genauso wie die neu zu errichtende Grundschule Bornstedter Feld an der Roten Kaserne Ost. Mit diesen Schulen investieren wir in die Zukunft der Stadt.“

Insgesamt investiert der Kommunale Immobilien Service im Jahr 2017 knapp 70,1 Millionen Euro. Bis 2020 werden es mehr als 216 Millionen Euro KIS-Investitionen sein. Wie schon in den vergangenen Jahren kommt der überwiegende Teil der Investitionen auch in diesem Jahr wieder der Potsdamer Bildungsinfrastruktur zugute, hier werden allein 44,2 Millionen Euro im Schulbereich und 7,7 Millionen Euro bei den Kitas investiert.

Anmutung der Grundschule Bornim © IBUS Architekten und Ingenieure Berlin / Bremen
Anmutung der Grundschule Bornim © IBUS Architekten und Ingenieure Berlin / Bremen
Anmutung der Grundschule Bornim © IBUS Architekten und Ingenieure Berlin / Bremen

Die Grundschule Bornim ist für 300 Schülerinnen und Schüler ausgelegt, der Bau beinhaltet auch einen Hortbereich, eine Einfeld-Sporthalle und Außenanlagen für den Schulsport, zu denen ein Kleinspielfeld, eine 60-Meter-Laufbahn sowie Pausen- und Hortfreiflächen gehören. Die Schule wird auf dem Gelände des Bürgerhaus Bornim gebaut. Das Bürgerhaus bleibt, wie von den Stadtverordneten beschlossen, mit angeschlossener Turnhalle auf dem Gelände genauso erhalten wie der angrenzende öffentliche Spielplatz.

Der zusammenhängende Gebäudekomplex  besteht aus drei zweigeschossigen Klassenstufenhäusern, einer Mensa, einer Sporthalle und einem Hort-Bereich. Sowohl Hort als auch Schule sind barrierefrei angelegt. Die Gebäude wurden im hinteren Grundstücksbereich angeordnet, um die Immissionsbelastungen von der Potsdamer Straße für die Schule zu verringern und die unabhängige Betreibung des bestehenden Bürgerhauses weiterhin zu gewährleisten.

KIS-Werkleiter zum entstehenden Schulbau: „Wirtschaftliches Energiesparen und modernes Energiemanagement sind für den Kommunalen Immobilien Service von besonderer Wichtigkeit. Um in den Genuss von zinsgünstigen KFW-Darlehen zu gelangen, wird der Bau als energieeffizienter KFW55 Neubau erstellt. Zur anteiligen Eigenstromversorgung werden auf den Satteldachflächen Photovoltaik-Anlagen installiert, weiterer Strom und die Wärme für das hochgedämmte Gebäude wird in einem Blockheizkraftwerk erzeugt. Dieses sehr wirtschaftliche energetische Konzept wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Energiemanagement des KIS und den Fachplanern im Ergebnis umfangreicher vergleichender Lebenszyklus-betrachtungen entwickelt. “

Die Rahmenbedingungen für den Schulneubau waren kompliziert. Vor Ort gibt es keinen tragfähigen Baugrund, daher musste eine Baugrundertüchtigung durch eine tiefreichende säulenförmige Bodenstabilisierung erfolgen. Zudem wurden  Geländeanpassungen vorgenommen, um den Höhenunterschied von fünf Metern innerhalb des Grundstückes auszugleichen. Auch die Baustellenlogistik ist auf dem Gelände durch die beengten Zufahrten und den Bauplatz unter Berücksichtigung der genutzten Bestandsgebäude Bürgerhaus und Turnhalle sowie dem laufenden Schulbetrieb in der Containeranlage eine große Herausforderung.

Der Schul- und Hortbetrieb startete in Bornim zum Schuljahr 2015/2016. Damals wurde eine zweigeschossige Containeranlage am Standort gebaut. Die Containeranlage wird zusammen mit Teilen des Bürgerhauses noch bis zur Fertigstellung des Neubaus als „provisorisches Gebäude“ genutzt und anschließend zurückgebaut.  

Die Gesamtkosten für den Schulneubau belaufen sich auf 15,6 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme der Schule ist für den Februar 2019 vorgesehen.