Pressemitteilung Nr. 362 vom 05.06.2019

Führungen „Kunst im Stadtraum – DDR Kunst im Kontext“

Die Landeshauptstadt Potsdam lädt alle Interessierten zu geführten Kunsttouren mit der Potsdamer Künstlerin Christine Blümer zum Thema „Kunst im Stadtraum – DDR Kunst im Kontext“ ein.

Der Auftakt dieser vom Fachbereich Kultur und Museum der Landeshauptstadt Potsdam initiierten Reihe thematischer Kunsttouren ist am Sonntag, 16. Juni 2019, um 10 Uhr. Treffpunkt ist das Kunstwerk „Postmeilensäule“ von Jürgen von Woyski am Standort Lange Brücke / Hotel Mercure. Die erste Kunsttour wird über den Neuen Lustgarten entlang der Havel auf die Freundschaftsinsel führen. Die zweite Kunsttour am 30. Juni beginnt um 10 Uhr Am Obelisk auf dem Alten Markt und wird von dort durch die Innenstadt zur Havelbucht führen. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.

Vorgestellt werden Kunstwerke, die das Stadtbild von Potsdams Innenstadt mitprägen und die eine hohe Ausdruckskraft in der Vermittlung von Gesellschaftsmodellen, Geschichte und Kultur aufweisen. Nach wie vor werden die Freiräume im Stadtbild geprägt von zahlreichen Freiplastiken, Mosaiken, Wandgestaltungen und Brunnenanlagen im öffentlichen Raum. „Nach der politischen Wende 1989 haben viele Orte – und damit auch darin integrierte Kunstwerke – weitreichende Veränderungen erfahren. Sie waren einem Bedeutungswandel unterworfen, der erst im Laufe der Zeit eine Einordnung und Wertschätzung dieser Kunstwerke als komplexes Element der Kultur und der Geschichte der Stadt zuließ“, sagt Christine Blümer. Mit den Kunsttouren „Kunst im Stadtraum – DDR Kunst im Kontext“ wird der Versuch unternommen, die Komplexität der Werke individuell in ihrer künstlerischen Position, aber auch in ihren ursprünglichen und neuen Bedeutungsebenen im öffentlichen Raum vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche sowie städtebaulicher Entwicklungen zu ergründen.
Die Führungen „Kunst im Stadtraum“ richten den Fokus vorrangig auf die öffentlichen Bildwerke, deren Entstehungszeit zwischen 1960 bis 1989 liegt. Auf zwei innerstädtischen Routen werden bekannte, repräsentative sowie auch stille und verborgene Kunstwerke vorgestellt. Viele kennen sie vom Vorbeigehen, für manche Potsdamer sind sie vertraut seit Kindertagen. Die circa 2,5-stündigen Führungen gehen den Fragen nach: Was ist erhaltenswert und warum sind Werke bewahrenswert? In welcher Zeit sind sie entstanden? Welche großen und kleinen Geschichten sind in ihnen verborgen? Wer hat sie geschaffen? Gibt es eigentlich zeitlose Kunst oder ist sie immer Ausdruck ihrer Entstehungszeit? Welche Funktion hat Kunst im öffentlichen Raum?

Die Führungen auf den beiden Routen finden immer Wechsel statt und werden im Juni, August, September und Oktober angeboten. Weitere Informationen (Termine, Treffpunkte) sind online unter https://www.potsdam.de/event/kunst-im-stadtraum-ddr-kunst-im-kontext zu finden.