30 Jahre - 30 Paare

Gezeigt wird ein Portraitfoto von dem Paar Ulli (Ost) und Andreas (West) aus der Ausstellung „30 Jahre – 30 Paare“, die Teil der Potsdam-Präsentation zum Tag der Deutschen Einheit 2020 ist.
Gezeigt wird ein Portraitfoto von dem Paar Ulli (Ost) und Andreas (West) aus der Ausstellung „30 Jahre – 30 Paare“, die Teil der Potsdam-Präsentation zum Tag der Deutschen Einheit 2020 ist.
Ausstellung „30 Jahre – 30 Paare“, Ulli (*1971 | Ost) und Andreas (*1965 | West) (© Natascha Zivadinovic)

Potsdam ist eine lebens- und liebenswerte Stadt. Sie zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität für alle Generationen aus. Schon mehrfach wurde die Landeshauptstadt als familienfreundlichste Stadt in den neuen Bundesländern und als Stadt mit hoher Lebensqualität ausgezeichnet. Auch der stetige Zuzug nach Potsdam spricht für diese weltoffene Stadt.

Eine sehr emotionale Umsetzung der Wiedervereinigung Deutschlands wird mit der Großbild-Fotoausstellung „30 Jahre – 30 Paare“ gezeigt. Mit der Öffnung der Grenze im November 1989 wurde der Weg für die ein Jahr später folgende Vereinigung der beiden deutschen Staaten BRD und DDR geebnet. Und damit auch der Weg zur Begegnung ihrer Bewohner, der zuweilen ebenfalls in Vereinigungen mündete. Seitdem reflektieren Sozialwissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten über die spannenden Konstellationen aus West-Mann und Ost-Frau und umgekehrt.

Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung machte sich nun ein paritätisch besetztes Ost-West-Team aus dem Potsdamer Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum in den 16 Landkreisen Brandenburgs auf die Suche nach solchen »Gemischten Doppeln«, um mit Kamera und Interviews der Frage nachzugehen, ob und wenn ja wie, sich die unterschiedlich geprägte Herkunft nach all der Zeit noch bemerkbar macht, welche Relevanz sie für Beziehungen, Alltag und Umgebung besitzt und welche Rolle die jeweilige (alte oder neue) Heimatregion dabei spielt. Aus einer Vielzahl von Paaren entschied sich das Team für 30 – davon 11 aus Potsdam und 19 aus ausgewählten Landkreisen Brandenburgs. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt war die Herkunft der Partner aus jeweils unterschiedlichen deutschen Staaten.

Die Ergebnisse werden im September 2020 in Form einer Fotoausstellung vor dem Filmmuseum präsentiert.

 

Das Projekt entstand anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Landes Brandenburg. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Potsdam und der Stiftung SPI Sozialpädagogisches Institut Berlin "Walter May".

Projektteam:

Idee: Verena Postweiler (West)
Konzeption & Projektleitung: Anna Dejewska-Herzberg (Östlich der Oder) und Verena Postweiler (West) 
Fotos: Michael Lüder (Ost) und Natascha Zivadinovic (West) 
Text: Christine Anlauff (Ost)