Repräsentative Umfrage der Landeshauptstadt mit IZT, Difu sowie Büro Plan und Praxis
Pressemitteilung Nr. 199 vom 28.03.2018

Befragung zum Thema Wohnen

Gartenstadt Drewitz (Foto: Adam Sevens / ProPotsdam)
Gartenstadt Drewitz (Foto: Adam Sevens / ProPotsdam)
Gartenstadt Drewitz (Foto: Adam Sevens / ProPotsdam)

In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt startet am Dienstag nach Ostern in Potsdam eine telefonische Befragung von rund 1000 repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern. Im Mittelpunkt der anonymen Umfrage stehen Einschätzungen zur persönlichen Wohnsituation und zum gemeinschaftlichen Wohnen. Die Befragung dauert 15 Minuten.

Die Umfrage ist Bestandteil eines Forschungsprojektes zum gemeinschaftlichen Wohnen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Landeshauptstadt Potsdam ist offizieller Praxispartner des Forschungsvorhabens und bittet die Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv an der Befragung zu beteiligen. Die aproxima Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung Weimar mbH führt die Befragung durch.

Das Forschungsvorhaben untersucht gemeinsam mit der Landeshauptstadt Potsdam, welche Möglichkeiten das gemeinschaftliche Wohnen für die Stadtentwicklung bietet und mit welchen Instrumenten neue gemeinschaftliche Wohnformen gefördert und umgesetzt werden können. In Potsdam gibt es derzeit rund zwölf gemeinschaftliche Wohnprojekte, weitere Bauvorhaben sind in der Planung. Vier Organisationsformen sind vertreten: Eigentümergemeinschaften, Wohngenossenschaften, Realisierungen über eine Wohnungsbaugesellschaft wie die ProPotsdam sowie die sogenannten Mietshäusersyndikate. Bei diesen verhindert eine juristische Konstruktion, dass einzelne Wohneinheiten ohne die Zustimmung der gesamten Bewohnerschaft und des Syndikats veräußert werden können. Nicht bei jedem gewählten Modell müssen die Interessierten Eigenkapital mitbringen.

Das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Berlin, koordiniert die Forschungsarbeiten. Am Vorhaben beteiligt sind außerdem das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) sowie das Ingenieurbüro Plan und Praxis.
Die Ergebnisse der Befragung werden ausgewertet und öffentlich gemacht. Zudem werden sie mit der Stadtverwaltung und weiteren wohnungspolitischen Akteuren diskutiert. Gregor Jekel, Bereichsleiter Wohnen in der Landeshauptstadt, ist überzeugt: „Projekte und Initiativen zum gemeinschaftlichen Wohnen nehmen eine Pionierrolle ein. Denn sie beteiligen sich aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfelds und vertreten Werte wie Solidarität, Demokratie und Nachhaltigkeit. Wir wollen mittels der Befragung erfahren, wie groß das Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen in Potsdam ist und welche Unterstützung wir seitens der Stadt leisten können.“

Weitere Informationen bietet die Webseite des Forschungsprojektes: www.projekt-gemeinschaftlich-wohnen.de