Pressemitteilung Nr. 181 vom 28.03.2021

Potsdam überschreitet 7-Tages-Inzidenz von 100 Corona-Neuinfektionen

Das Bild zeigt schwebende Viren vor dem Röntgenbild einer Lunge.
Das Bild zeigt schwebende Viren vor dem Röntgenbild einer Lunge.
Virus (Foto: adobestock.com/peterschreiber.media)

Die Landeshauptstadt Potsdam verzeichnete heute, am 28. März 2021, 21 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Die 7-Tages-Inzidenz stieg damit auf 100,9 und überschreitet erstmals seit Ende Januar wieder die kritische Marke von 100. Die aktuelle Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg sieht die sogenannte „Notbremse“ vor, sollte der Wert auch in den kommenden zwei Tagen über dem kritischen Wert von 100 bleiben. Dann muss die Stadt entsprechend der Landesverordnung erneute Schließungen, unter anderem im Einzelhandel, vornehmen. Mit der Notbremse und den einhergehenden Schließungen würde auch die aktuell geltende Testpflicht für den Einzelhandel wegfallen.

„Die in Potsdam eingeführte Testpflicht für den Einzelhandel ist vor dem Hintergrund der regionalen Infektionslage ein sinnvolles Instrument, um den Handel so lange wie möglich offen halten zu können und trotzdem – wie von Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin beschlossen – einen regionalen Einkaufstourismus zu vermeiden“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. Zur gestrigen Entscheidung des Landes Berlin, ebenfalls eine Testpflicht einzuführen, dabei aber auf das sogenannte Termin-Shopping zu verzichten, sagt Schubert: „Wenn die Menschen in Berlin mit negativem Test, aber ohne Termin einkaufen gehen können, dann wäre das auch sinnvoll im nahe gelegenen Potsdam. Diesen Weg könnten wir aber nur beschreiten, wenn das Land Brandenburg dafür die Grundlagen legt.“

Unabhängig von der tagesaktuellen Inzidenz wird Oberbürgermeister Mike Schubert Kammern und Handelsverbänden sowie Händlerinnen und Händlern in den kommenden Tagen zu einem Treffen einladen. Ziel ist es, die bisherigen Erfahrungen der Testpflicht beim Einkaufen und notwendigen Veränderungsbedarf sowie gemeinsame Perspektiven zu besprechen und aus den bisherigen Erfahrungen Rückschlüsse für die Modellversuche des Landes zu ziehen.

„Wir müssen auf das Virus schnell reagieren, brauchen bei der Einführung von neuen Maßnahmen aber auch Geduld, einen langen Atem und die Bereitschaft zum Nachbessern“, so Schubert.

Aktuell ist die Landeshauptstadt mit weiteren Anbietern von Corona-Teststellen im Gespräch, um das Netz an Testmöglichkeiten stadtweit weiter auszubauen.