17 bestätigte Fälle / Hotline für Bürgerinnen und Bürger sowie Händler eingerichtet
Pressemitteilung Nr. 179 vom 18.03.2020

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage aus dem Verwaltungsstab

Das Bild zeigt schwebende Viren vor dem Röntgenbild einer Lunge.
Das Bild zeigt schwebende Viren vor dem Röntgenbild einer Lunge.
Virus (Foto: AdobeStock_318808209)

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Potsdam informiert zur aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus: In Potsdam gibt es aktuell 17 bestätigte Fälle einer Covid-19-Infektion, von denen einer stationär behandelt wird. 200 Menschen sind derzeit als Kontaktpersonen ersten Grades in häuslicher Isolation. „Wir erleben weiter einen dynamischen Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Potsdam. Ich appelliere an alle zum Wohle der eigenen Gesundheit und die der anderen, sich nicht in Gruppen auf Grünflächen und im öffentlichen Raum zu treffen“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert.

„Vor allem die Unternehmerinnen und Unternehmer treffen die Maßnahmen zum Teil sehr hart. Ich danke Ihnen, dass Sie seit Tagen verantwortungsvoll handeln. Wir werden unseren Beitrag leisten, um Ihnen bei der Bewältigung der jetzigen Situation zur Seite zu stehen. Dazu gab es am Dienstag auch ein erstes Gespräch mit den Spitzenverbänden“, so Schubert. Die neuen Regelungen des Landes führen bei Potsdamer Händlern vermehrt zu Fragen. Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam hat daher seit Dienstag eine Hotline unter (0331) 289 2888 oder per E-Mail unter wirtschaft@rathaus.potsdam.de geschaltet. Zusätzlich erfolgen tägliche Abgleiche unter anderem mit der Industrie- und Handelskammer Potsdam, dem Handelsverband Berlin Brandenburg und der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg. Die Ergebnisse werden unter www.potsdam.de/wirtschaft veröffentlicht.

„Bei allen Schwierigkeiten und Fragen, erfahren wir auch ein großes Verständnis und eine hohe Kooperationsbereitschaft seitens der Händler und Unternehmen“, sagt Stefan Frerichs, Leiter der Potsdamer Wirtschaftsförderung. „Es gibt Beschwerden von Kunden über die Einschränkungen und Schließungen. Hier appellieren wir auch im Namen unserer Einzelhändler und Gastronomen an die Vernunft und das Verständnis der Kunden“, so Frerichs.

Im Potsdamer Süden laufen derzeit die Vorbereitungen zum Aufbau eines Screening-Zentrums. Menschen, die nach Kriterien des Robert-Koch-Institutes auf das Coronavirus getestet werden sollten, erhalten hier einen Abstrich. Hierfür appelliert die Landeshauptstadt Potsdam noch einmal gemeinsam mit der kassenärztlichen Vereinigung an die niedergelassenen Ärzte und medizinische Fachangestellte, sich am Aufbau dieses Zentrums zu beteiligen und vor Ort zu unterstützen. Kontakt kann dazu bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg unter info@kvbb.de aufgenommen werden.

In diesem Zusammenhang verweist das Gesundheitsamt noch einmal auf das Abstrich-Prozedere. Wenn ein Abstrich auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ist, informiert das Gesundheitsamt die Getesteten. Negative Testergebnisse übermitteln die jeweiligen Abstrichstellen, wie Hausärzte und Kliniken.

Seit heute können sich Bürgerinnen und Bürger zu den aktuellen Regelungen im Zusammenhang mit den geltenden Allgemeinverfügungen über eine Hotline der Landeshauptstadt Potsdam informieren. Die Hotline ist zwischen 8 Uhr bis 18 Uhr unter (0331) 289 1040 zu erreichen. Mehr Informationen zur aktuellen Lage sind online abrufbar unter www.potsdam.de/corona.

Die aktuelle Situation führt auch im Rathaus zu Einschränkungen. So bleibt die KfZ-Behörde ab Donnerstag, 19. März, für den privaten Kundenverkehr geschlossen. Das Standesamt ist ab sofort nur noch per E-Mail standesamt@rathaus.potsdam.de oder telefonisch erreichbar. Im Bürgerservice-Center bleiben die bereits vereinbarten Termine bestehen. Weitere Infos zu Anliegen im Bürgerservice-Center erhalten Sie unter der Telefonnummer (0331) 289 1111.