Veranstaltungen an diesem Wochenende können stattfinden / Schüler aus Südtirol und Begleitpersonen werden am Samstag getestet
Pressemitteilung Nr. 152 vom 06.03.2020

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus aus dem Verwaltungsstab

Coronavirusforschung (Foto: AdobeStock_318626682)
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Der Lagebericht aus dem heutigen Verwaltungsstab: In der Landeshauptstadt Potsdam gibt es bislang keinen bestätigten Corona-Fall und auch keinen begründeten Verdachtsfall nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts.

Neben der aktuellen Lage befasste sich der Verwaltungsstab unter anderen mit den Themen Schülerrückreise aus Südtirol, Kriterien zur Durchführung von Veranstaltungen und Absicherung der Arbeitsfähigkeit von Gesundheitsamt, Rettungskräften, Kliniken und Verwaltung. Die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit sowie Leiterin des Verwaltungsstabs, Brigitte Meier, sagt: „Wir haben derzeit eine ruhige Situation ohne Corona-Verdachtsfälle. Wir beobachten die Situation und Entwicklungen im Fall des Coronavirus genau und sind auf Ernstfälle vorbereitet.“

Die aktuelle Lage rechtfertigt es, die kommenden Veranstaltungen in der Landeshauptstadt stattfinden zu lassen. Dazu gehören beispielsweise die Baumesse, Kultur- und Sportveranstaltungen oder auch die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Den Veranstaltern werden folgende Kriterien empfohlen, um einzuschätzen, ob eine Veranstaltung stattfinden kann oder abgesagt werden sollte.

-    Anzahl der Gäste (Veranstaltungen ab 5000 Besucher sind kritischer zu betrachten)
-    Herkunft der Gäste (national oder international)
-    Räumlichkeiten (Hallen und Säle sind kritischer zu sehen als unter freiem Himmel)

Die 69 Schülerinnen und Schüler von drei Potsdamer Schulen sowie deren 17 Begleitpersonen und zwei Busfahrer werden morgen direkt nach ihrer Rückkehr zum Gesundheitsamt geleitet und umgehend mit Unterstützung des Klinikums Ernst von Bergmann getestet. Bis zum Ergebnis der Tests, spätestens Mitte kommender Woche, sollen die betreffenden Personen in häuslicher Isolation bleiben. Diese wird aufgehoben, wenn alle Tests negativ sind. Falls nicht, entscheidet das Gesundheitsamt über weitere Maßnahmen. Die Eltern werden vor Ort vom Gesundheitsamt über alle weiteren Schritte informiert und bekommen zusätzlich Hinweise des Robert-Koch-Instituts.

Wenn Sie eindeutige Erkältungssymptome zeigen, und den Verdacht haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt. Wenn die Praxis geschlossen ist, hilft Ihnen der ärztliche Bereitschaftsdienst bei der Suche nach einer Praxis in Ihrer Nähe: 116 117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Im Internet unter www.116117.de.

Nur in den Fällen, in denen eine Versorgung über die 116 117 und den niedergelassenen Arzt nicht möglich ist, wenden Sie sich bitte, vorab telefonisch unter 0180 558 222 3101, an die KV Bereitschaftspraxis des Alexanier St.Josefs-Krankenhauses. „Wir bitten Sie, sich an diese Empfehlung zu halten, damit die Telefon- und Versorgungskapazitäten für dringliche Fälle weiter zur Verfügung stehen können“, sagt Brigitte Meier.

Für allgemeine Informationen zum Thema Corona hat das Land Brandenburg beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) eine Telefonnummer eingerichtet: erreichbar montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter (0331) 86 83 777.

Außerdem stehen Ihnen folgende Hotlines bei Fragen zum Thema Coronavirus zur Verfügung:
-    Unabhängige Patientenberatung Deutschland - 0800 011 77 22
-    Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) - 030 346 465 100

Aktuelle und weiterführende Informationen gibt es unter www.potsdam.de.