Pressemitteilung Nr. 145 vom 11.03.2021

Kiezkümmerer - Eine „gute Seele“ für den Schlaatz

Kiezkümmerer Andreas Kulik (Foto: Landeshauptstadt Potsdam)
Kiezkümmerer Andreas Kulik (Foto: Landeshauptstadt Potsdam)
Kiezkümmerer Andreas Kulik (Foto: Landeshauptstadt Potsdam)
Stadtplatz Am Schlaatz, Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Barbara Plate
Stadtplatz Am Schlaatz, Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Barbara Plate
Stadtplatz Am Schlaatz, Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Barbara Plate

Das Projekt Kiezkümmerer, das gemeinsam von der Landeshauptstadt Potsdam und dem BIWAQ Projekt „WorkIn Potsdam“ initiiert wurde, hat seit neuestem ein Gesicht: Andreas Kulik. Er ist Kiezkümmerer für den Stadtteil Schlaatz. Ziel des Kiezkümmerers ist es, vor Ort Ansprechpartner für viele Quartiersthemen zu sein. Themen wie Ordnung und Sicherheit sind Andreas Kulik sehr wichtig. Ein starkes Netzwerk unterstützt und greift seine Arbeit auf. Die Wohnungsunternehmen, die sozialen Einrichtungen vor Ort, die Revierpolizei, die Stadtentsorgung, das Ordnungsamt und weitere städtische Bereiche sind seine tatkräftigen Partnerinnen und Partner. Bürgeranliegen, sowohl positive als auch negative, greift er auf und leitet sie an die entsprechenden Bereiche weiter, auf Wunsch auch anonym. Zu erkennen ist er an seiner auffälligen Arbeitskleidung mit der großen Aufschrift "Kiezkümmerer". Täglich vier Stunden ist er im Kiez unterwegs und hat für alles und jeden ein offenes Ohr. (Kontakt über Erlenhof 32 - Projekthaus)

„Da kommen einige Kilometer zusammen und es wird nicht langweilig“, so Kulik. Zum Wochenstart ist er in den „Horsten" und „Höfen" unterwegs, mittwochs findet man ihn in den "Kiezen" und am Donnerstag hat er eine gezielte "Zentrums-Tour“ - auf und um den Marktplatz. Der Freitag dient der Nachkontrolle von besonderen Vorkommnissen sowie für einen gezielten Besuch der sozialen und kulturellen Einrichtungen im Stadtteil. „Durch die regelmäßigen Besuche bekomme ich einiges mit und kann hier und da an die Schlaatzerinnen und Schlatzer Neuigkeiten und Veranstaltungstipps weitergeben. Aber auch Ideen, Wünsche und Anliegen, die von den Bürgerinnen und Bürgern kommen, möchte ich als Kiezkümmerer an die Einrichtungen rückkoppeln“, sagt Andreas Kulik.

Nicht nur der Titel "Kiezkümmerer" ist neu. Auch die Aufgaben und das Konzept gibt es so in Potsdam noch nicht. Die Idee dazu ist 2017 entstanden, bei einer Ideensammlung für die Planung des neuen WorkIn-Projektes* haben sich der Bereich Stadterneuerung und das Quartiersmanagement für das Vorhaben stark gemacht. Seit Ende 2019 arbeitet der Bereich Arbeit und Beschäftigung der Landeshauptstadt Potsdam an der Weiterentwicklung der Idee, der Ausgestaltung des Konzepts, der Finanzierung und der Verknüpfung von Akteuren innerhalb der Stadtteile.

So neu das Konzept, so vielfältig die Themen, da kommt vielleicht noch mal die Frage nach dem warum auf - Warum braucht der Schlaatz einen Kümmerer? Dazu sagt Projektkoordinator Dirk Maischack: „Das Ziel ist ein besseres Miteinander, eine Vertrauensperson, die dem Stadtteil die Anonymität nimmt. Darüber hinaus kann der Kiezkümmerer über die weiterlaufenden Sanierungen, die Ideen und Vorhaben rund um das Planvorhaben SCHLAATZ 2030 informieren.“

Der Kiezkümmer ist dem Projekt „WorkIn Potsdam“ zugeordnet und im Bereich Arbeit und Beschäftigung der Landeshauptstadt Potsdam angesiedelt. Im vergangenen Dezember 2020 konnte Herr Kulik für die Aufgabe gewonnen werden. Die zweimonatige Einarbeitung und das große Kennenlernen der vielen Quartiersakteure sind nun abgeschlossen. Der Kiezkümmerer ist ab sofort vertrauensvoller Ansprechpartner und „gute Seele“ für die vielen kleinen Quartiersthemen am Schlaatz.

Für das Jahr 2021 sind zwei weitere Kiezkümmerer geplant. Diese werden dann Am Stern und in der Gartenstadt Drewitz zu finden sein.

* Die BIWAQ-Projekte, die durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden, unterstützen deutschlandweit Projekte in Quartieren des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“, die die Chancen der Bewohnerinnen und Bewohner auf Arbeit und Ausbildung verbessern, zur Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen und dabei auch die digitale Inklusion im Blick haben.