Pressemitteilung Nr. 113 vom 22.02.2018

Neuer Beirat für Menschen mit Behinderung

Neuer Beirat für Menschen mit Behinderung
Neuer Beirat für Menschen mit Behinderung
Neuer Beirat für Menschen mit Behinderung. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Pauline Burnouf

Potsdam erhält einen neuen Beirat für Menschen mit Behinderung. Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Potsdam Museum wurden gestern die zukünftigen Mitglieder des Gremiums sowie deren Nachrücker per Losverfahren bestimmt. Sie werden sich in Zukunft für die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Potsdam stark machen. Die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten werden von der Stadtverordnetenversammlung am 7. März offiziell für fünf Jahre benannt.

Zu Beginn der Veranstaltung dankte der Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung allen Bewerberinnen und Bewerbern: „Bürgerbeteiligung ist in der Landeshauptstadt Potsdam ein wichtiger Baustein. Die hohe Anzahl der Anmeldungen zeigt: Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung sowie Angehörige und Unterstützer wollen sich aktiv einbringen, und ihre Interessen gegenüber Verwaltung und Politik vertreten.“

Die zukünftigen Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderung:
Adelheit Bode, Alexander Wietschel, Bettina Kalus, Djamal Elangui Okoko, Gabriele Struck, Gerald Behnke, Heike Dörfel, Heike Lobbe-Schulz, Heike Thiel, Jan Krech, Joachim Lange, Kai Okurka, Katharina Deppe, Manuela Kiss, Oloff Lange, Petra Hirschfeld, Thomas Zander, Ute Warbein, Viktor Kalitke und Wolfgang Kroll.

„Der Beirat für Menschen steht mit neuen Rahmenbedingungen, personellen Ressourcen und Aufgabendefinitionen nun auf sicheren Beinen. Damit ist er wieder in der Lage, einen wichtigen Beitrag für die kommunal- und gesellschaftspolitische Arbeit zu leisten“, sagt Martina Trauth, Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt, die gemeinsam mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung die Neuaufstellung des Beirats begleitet hat.

Die Neuaufstellung des Beirats für Menschen mit Behinderung war nötig geworden, nachdem sich im April 2017 der bisherige Beirat aufgrund interner Differenzen aufgelöst hatte. In einem öffentlichen Werkstattverfahren wurden die Aufgaben des zukünftigen Beirates für Menschen priorisiert sowie die Struktur des Beirates für Menschen mit Behinderung gemäß den zusammengetragenen Aufgaben angepasst. Zwischen November 2017 und Januar 2018 konnten sich Interessierte mit und ohne Behinderung für die Mitgliedschaft im Gremium bewerben. Insgesamt meldeten sich 42 Potsdamerinnen und Potsdamer an.

Der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Christoph Richter, freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Beiratsmitgliedern: „Gemeinsam mit dem neuen Beirat muss die Landeshauptstadt Potsdam die Inklusion in all ihren Facetten und die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention weiter voranbringen. Die Beirat stellt sicher, dass die Expertinnen und Experten in eigener Sache den Prozess von Anfang mitgestalten.“

Zu den Aufgaben des Gremiums zählen die Beratung der Verwaltung zu Themen, die Menschen mit Behinderungen betreffen  wie zum Beispiel bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes,  die Beratung und Begleitung zum Ausbau einer barrierefreien Kommunikation in der Verwaltung und die regelmäßige Teilnahme an den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung. Darüber hinaus soll der neue Beirat Verwaltungsprojekte begleiten und beraten, die von Interesse für Einwohner und Einwohnerinnen mit Behinderung sind und Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger sein. Weitere Informationen zum Beirat für Menschen mit Behinderung und zum Auswahlverfahren sind unter www.potsdam.de/behindertenbeirat zu finden.