Pressemitteilung Nr. 103 vom 19.02.2021

Feuerwehr erneut im Einsatz bei havariertem Eisbrecher im Tiefen See

Feuerwache Holzmarktstraße
Feuerwache Holzmarktstraße
Feuerwache Holzmarktstraße. Foto Bildwerk Michael Miltzow

Aktuell ist die Feuerwehr erneut an der Einsatzstelle des havarierten Schiffs im Tiefen See im Bereich Hans-Otto-Theater / Schiffbauergasse im Einsatz, um mit Tauchern die Wasserzuläufe im Rumpf des Schiffes abzudichten. Der Einsatz wurde nötig, da die Maßnahmen des Betreibers nicht vollständig zum Erfolg geführt hatten und festgestellt wurde, dass weiterhin Wasser in das Schiff lief. Bereits am Mittag wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr kontrolliert und die Lage des Fahrzeuges und die Positionierung der Ölsperre überprüft.

Am gestrigen Donnerstag wurde die Feuerwehr Potsdam gegen 12.45 Uhr zu einem havarierten Schiff an den Tiefen See gerufen. Vor Ort wurde ein Wassereinbruch in den Rumpf des Schleppers und Eisbrechers „Prof. Otto Lidenbrock“ festgestellt. Der Maschinenraum stand bis zur Oberdeckkante unter Wasser, das Wasserfahrzeug wies eine Schräglage auf und war etwa einen Meter abgesunken. Durch die wegen der Havarie im Bereich der Wasserlinie liegenden Bullaugen trat Wasser in das Vorschiff. Zum Schutz der Umwelt wurde eine Ölsperre um das havarierte Schiff gelegt. Durch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wurde eine Schute herangeführt, um das havarierte Fahrzeug zusätzlich zu sichern. Mit mehreren Tauchpumpen wurden ca. 90.000 Liter Wasser abgepumpt oder im Schiffsrumpf umverteilt, um die Leckage im Maschinenraum zu lokalisieren und abzudichten. Es handelte sich offenbar um Frostschäden an einer Pumpenanlage in Verbindung mit einem defekten Seewasserventil. Der Wassereintritt konnte nicht vollständig gestoppt werden.

Neben der Wasserschutzpolizei, der unteren Wasserbehörde und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt waren gestern bereits 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Potsdam mit sechs Fahrzeugen, darunter einem Mehrzweckboot und der Tauchgruppe im Einsatz.