1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert - 1000 Years and a Quarter-Century

Verbotene Zone - Forbidden Zone

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Im Gebäude des Kaiserin-Augusta-Stifts befand sich der Sitz der Deutschlandzentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB, 2017 - The German headquarters of the KGB counter-intelligence service were in the buildings of the “Kaiserin-Augusta-Stift”, 2017 (© Foto: Mathias Marx)
Im Gebäude des Kaiserin-Augusta-Stifts befand sich der Sitz der Deutschlandzentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB, 2017 - The German headquarters of the KGB counter-intelligence service were in the buildings of the “Kaiserin-Augusta-Stift”, 2017 (© Foto: Mathias Marx)
Im Gebäude des Kaiserin-Augusta-Stifts befand sich der Sitz der Deutschlandzentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB, 2017 - The German headquarters of the KGB counter-intelligence service were in the buildings of the “Kaiserin-Augusta-Stift”, 2017 (© Foto: Mathias Marx)
Stacheldrahtzaun mit Hinweisschild „ЗАПРEТНАЯ ЗOНА“ (Verbotene Zone), 1994 - Barbed wire fence with the warning sign “ЗАПРEТНАЯ ЗOНА” (Forbidden Zone), 1994 (© Foto: Peter Herrmann)
Stacheldrahtzaun mit Hinweisschild „ЗАПРEТНАЯ ЗOНА“ (Verbotene Zone), 1994 - Barbed wire fence with the warning sign “ЗАПРEТНАЯ ЗOНА” (Forbidden Zone), 1994 (© Foto: Peter Herrmann)
Stacheldrahtzaun mit Hinweisschild „ЗАПРEТНАЯ ЗOНА“ (Verbotene Zone), 1994 - Barbed wire fence with the warning sign “ЗАПРEТНАЯ ЗOНА” (Forbidden Zone), 1994 (© Foto: Peter Herrmann)
Dieses Denkmal ehrte die Verdienste und die Toten des sowjetischen  Geheimdienstes SMERSCH im „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941 – 1945). Es ist heute nicht mehr vorhanden, lediglich die linke Straßenlaterne existiert noch, 1995 - The memorial honours the merits and the fallen of the Soviet intelligence service SMERSCH during the “Great Patriotic War”. (1941-1945). It no longer exists; only the left lamppost remains, 1995 (© Foto: Hans Bach)
Dieses Denkmal ehrte die Verdienste und die Toten des sowjetischen  Geheimdienstes SMERSCH im „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941 – 1945). Es ist heute nicht mehr vorhanden, lediglich die linke Straßenlaterne existiert noch, 1995 - The memorial honours the merits and the fallen of the Soviet intelligence service SMERSCH during the “Great Patriotic War”. (1941-1945). It no longer exists; only the left lamppost remains, 1995 (© Foto: Hans Bach)
Dieses Denkmal ehrte die Verdienste und die Toten des sowjetischen Geheimdienstes SMERSCH im „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941 – 1945). Es ist heute nicht mehr vorhanden, lediglich die linke Straßenlaterne existiert noch, 1995 - The memorial honours the merits and the fallen of the Soviet intelligence service SMERSCH during the “Great Patriotic War”. (1941-1945). It no longer exists; only the left lamppost remains, 1995 (© Foto: Hans Bach)
Blick in die Leistikowstraße, rechts das ehemalige KGB-Gefängnis, 1994 - View onto Leistikowstrasse, on the right the former KGB prison, 1994 (© Landeshauptstadt Potsdam, Foto: Barbara Plate)
Blick in die Leistikowstraße, rechts das ehemalige KGB-Gefängnis, 1994 - View onto Leistikowstrasse, on the right the former KGB prison, 1994 (© Landeshauptstadt Potsdam, Foto: Barbara Plate)
Blick in die Leistikowstraße, rechts das ehemalige KGB-Gefängnis, 1994 - View onto Leistikowstrasse, on the right the former KGB prison, 1994 (© Landeshauptstadt Potsdam, Foto: Barbara Plate)
Der zugemauerte Zaun zum Gelände der evangelischen Pfingstgemeinde. Diese Mauer befand sich direkt gegenüber der zentralen sowjetischen Denkmalanlage, die an den „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941 – 1945) erinnerte. Der Durchbruch mit dem Einbau des Holztores erfolgten erst nach Übergabe, 1995 - The walled-up fence around the premises of the Protestant Pentecostal Community. This wall was opposite the central Soviet memorial commemorating the “Great Patriotic War”. The opening was built only after the pre
Der zugemauerte Zaun zum Gelände der evangelischen Pfingstgemeinde. Diese Mauer befand sich direkt gegenüber der zentralen sowjetischen Denkmalanlage, die an den „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941 – 1945) erinnerte. Der Durchbruch mit dem Einbau des Holztores erfolgten erst nach Übergabe, 1995 - The walled-up fence around the premises of the Protestant Pentecostal Community. This wall was opposite the central Soviet memorial commemorating the “Great Patriotic War”. The opening was built only after the pre
Der zugemauerte Zaun zum Gelände der evangelischen Pfingstgemeinde. Diese Mauer befand sich direkt gegenüber der zentralen sowjetischen Denkmalanlage, die an den „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941 – 1945) erinnerte. Der Durchbruch mit dem Einbau des Holztores erfolgten erst nach Übergabe, 1995 - The walled-up fence around the premises of the Protestant Pentecostal Community. This wall was opposite the central Soviet memorial commemorating the “Great Patriotic War”. The opening was built only after the premises were handed over, 1995 (© Foto: Hans Bach)
 
Während die meisten Gebäude saniert sind, wurde das Haus des ehemaligen KGB-Gefängnisses als Gedenk- und Begegnungsstätte weitgehend im Originalzustand bewahrt, 2017 - While most buildings have been refurbished, the building of the former KGB prison has been preserved as a memorial and a community centre, 2017 (© Foto: Johannes Leicht)
Während die meisten Gebäude saniert sind, wurde das Haus des ehemaligen KGB-Gefängnisses als Gedenk- und Begegnungsstätte weitgehend im Originalzustand bewahrt, 2017 - While most buildings have been refurbished, the building of the former KGB prison has been preserved as a memorial and a community centre, 2017 (© Foto: Johannes Leicht)
Während die meisten Gebäude saniert sind, wurde das Haus des ehemaligen KGB-Gefängnisses als Gedenk- und Begegnungsstätte weitgehend im Originalzustand bewahrt, 2017 - While most buildings have been refurbished, the building of the former KGB prison has been preserved as a memorial and a community centre, 2017 (© Foto: Johannes Leicht)
Das Portal zum Gelände der evangelischen Pfingstgemeinde, 2017 - Gate to the premises of the Protestant Pfingstgemeinde (Pentecostal Community), 2017 (© Foto: Johannes Leicht)
Das Portal zum Gelände der evangelischen Pfingstgemeinde, 2017 - Gate to the premises of the Protestant Pfingstgemeinde (Pentecostal Community), 2017 (© Foto: Johannes Leicht)
Das Portal zum Gelände der evangelischen Pfingstgemeinde, 2017 - Gate to the premises of the Protestant Pfingstgemeinde (Pentecostal Community), 2017 (© Foto: Johannes Leicht)

Spuren der Vergangenheit

Bis 1991 befand sich in der Nauener Vorstadt die Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB für Deutschland. Dafür war ein ganzer Stadtteil abgesperrt: das Militärstädtchen Nr. 7, bei Potsdamerinnen und Potsdamern auch als „verbotene Stadt“ bekannt. Das 16 Hektar große Areal zwischen Großer Weinmeisterstraße und dem Neuen Garten wurde nach 1945 zunächst mit einem Bretterzaun, später durch eine Stahlbetonmauer blickdicht abgeschottet. Die Grenze verlief zum Teil mitten durch die Gärten.

Nach dem Auszug des Geheimdienstes 1991 nutzte die russische Armee das Gelände bis zum Abzug ihrer letzten Einheiten. Im August des Jahres 1994 übergab der stellvertretende Kommandant das Areal an das Bundesvermögensamt und die Landeshauptstadt Potsdam. Wegen mangelnder Verkehrssicherheit und der gravierenden baulichen Vernachlässigung blieben die betroffenen Straßenzüge jedoch zunächst weiter geschlossen. Der Zutritt war nur mit Passierschein möglich.

Erst im Frühjahr 1995 öffneten sich die Tore für die Allgemeinheit. Das Bundesvermögensamt übergab Grundstücke und Häuser den ehemaligen Eigentümern. Ein Vierteljahrhundert später sind die Spuren der jahrzehntelangen militärischen Nutzung fast vollständig getilgt. Viele Häuser und Villen sind prachtvoll saniert. Im schlossartigen Gebäudekomplex des ehemaligen „Kaiserin-Augusta-Stifts“, einst Hauptgebäude des sowjetischen Geheimdienstes KGB, befinden sich jetzt Wohnungen. Die Gedenkstätte Leistikowstraße sowie ein Lehrpfad erinnern heute an die Geschichte des Areals.

 

Traces of the Past

Until 1991, the German headquarters of the KGB counter-intelligence service were located in the Potsdam district Nauener Vorstadt. Because of this, a whole district was cordoned off: Military Town No. 7, also known to Potsdamers as the “Forbidden Town”. The 16-hectare area between Grosse Weinmeisterstrasse and the New Garden was sealed off and shielded from the outside after 1945, initially with a wooden fence and later with a reinforced concrete wall. Parts of the border ran through the middle of the gardens.

After the intelligence service moved out in 1991, the Russian army used the area until the last units were withdrawn. In August 1994, the deputy commander handed over the area to the Federal Property Office and the state capital Potsdam. Due to a lack of road safety and the serious neglect of buildings, the affected streets initially remained closed. Access was only possible with a permit.

It was only in spring 1995 that the gates were opened to the public. The Federal Property Office returned the premises to its former owners. A quarter-century later, the traces of decades of military use have almost completely vanished. Many houses and villas have been beautifully renovated. In the castle-like building of the former church foundation “Kaiserin-Augusta-Stift“ - once the main building of the KGB - there are now apartments. Today the Leistikowstrasse memorial site as well as an educational trail, remind us of the site’s history.

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