Internationale Wochen gegen Rassismus

100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus
100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus
100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus

Unter dem Motto „100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“ gibt es europaweit während der beiden Aktionswochen vom 13. bis 26. März 2017 zahlreiche Veranstaltungen, die sich für eine Kultur der Toleranz und Weltoffenheit und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen. Auch in Potsdam beteiligen sich Organisationen mit eigenen Angeboten, darunter u.a. Mitglieder des Bündnisses „Potsdam! bekennt Farbe“.

Hintergrund der Aktionswochen ist der 21. März 1960. An diesem Tag demonstrieren im südafrikanischen Sharpeville rund 7.000 Menschen gegen die diskriminierenden Passgesetze des Apartheid-Regimes. Das Regime lässt die Protestkundgebung niederschlagen. 69 Menschen sterben und zahlreiche werden verletzt. 1966 rufen die Vereinten Nationen den 21. März zum „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ aus. Ab 1979 werden daraus die Aktionswochen, die zur Solidarität mit den Gegnern und Betroffenen von Rassismus beitragen sollen.

Veranstaltungen in Potsdam:

Europa rechtsaußen – Populisten im Aufwind?
16. März 2017, 18:00 Uhr
Ort: Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam
Erfolge der AfD bei mehreren Landtagswahlen, der Sieg des Brexit-Lagers in Großbritannien, der Triumph Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl – die Zeit der Populisten scheint angebrochen. Mit Bangen blicken die etablierten Parteien auf das Wahljahr 2017. Woher kommt diese beunruhigende Entwicklung? Und was wird aus der EU, wenn der Trend sich fortsetzt? Am Tag nach den Parlamentswahlen in den Niederlanden soll dies diskutiert werden.
Weitere Informationen: http://europe-direct-potsdam.eu

Umgang mit Vorurteilen
19. März 2017, 16:00 Uhr
(siehe unten: 26. März 2017)

Die NSU-Monologe – Dokumentarisches Theater der Bühne für Menschenrechte
21. März 2017, 19:00 Uhr
Ort: T-Werk, Schiffbauergasse 4e, 14467 Potsdam
Fünf Jahre nach Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU. von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarsches zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und von dem Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.
Wegen der begrenzten Anzahl an Plätzen wird um Anmeldung unter: antidiskriminierung@opferperspektive.de, Stichwort: NSU-Monologe, gebeten
Weitere Informationen: http://www.opferperspektive.de/aktuelles/save-the-date-21-03-2017-die-ns...

Gehen und Bleiben“ Ein Theaterstück über Flucht und Heimat, basierend auf Erfahrungen der Mitwirkenden
23. März 2017, 18:00 Uhr

Ort: Hans Otto Theater / Reithalle, Schiffbauergasse 16, 14467 Potsdam
Unsere Welt ist in Bewegung. Immer mehr Menschen verlassen ihre vertraute Umgebung, ihren angestammten Kulturkreis und suchen ein neues Zuhause in der Fremde – weil sie zur Flucht gezwungen sind oder aus anderen Gründen auswandern wollen. Mit diesem Theaterabend interessieren wir uns für die Geschichten und Erlebnisse derjenigen, die sich auf den Weg gemacht haben, aber auch derjenigen, die zurückgeblieben sind in den Herkunftsländern. Die Autorin Maxi Obexer hat Gespräche mit Flüchtlingen und Auswanderern, in ein Theaterstück verwandelt, das auf überraschende, irritierende, heitere und traurige Weise davon erzählt, was es heißt, die Heimat zu verlassen und in der Fremde neu anzufangen.
Karten gibt es unter: kasse@hansottotheater.de
Weitere Informationen: www.hansottotheater.de

Agnes Lampkin liest Audre Lorde
23. März 2017, 18:30 Uhr

Ort: Frauenzentrum Potsdam, Schiffbauergasse 4H, 14467 Potsdam
LESUNG: »Es sind nicht die Unterschiede, die uns hemmen, es ist das Schweigen«, hielt einst Audre Lorde fest und versuchte, diesem vielfachen Schweigen durch ihre Arbeit – in aktivistischen wie akademischen Bezügen – etwas entgegenzusetzen. Im deutschen Kontext hat ihr Engagement in den 80er Jahren zentral zu Debatten um Rassismus_Antisemitismus innerhalb feministischer Zusammenhänge beigetragen und die Schwarze feministische Community mitgestaltet. Auf »Meine Worte werden da sein«, benannt nach einem Schlüsseltext, verleiht Agnes Lampkin Lordes Texten nochmals intensiven Ausdruck. Der ausgebildeten Schauspielerin gelingt es, eine eigene eindringliche Atmosphäre zu erzeugen. Nachdenklich und berührend wie kämpferisch und mitreißend lässt sie die Worte von Audre Lorde erklingen – und nachwirken. (Quelle: wortenundmeer.net)
Kontakt: Frauenzentrum Potsdam
E-Mail: kontakt@frauenzentrum-potsdam.de
Weitere Informationen: www.frauenzentrum-potsdam.de

Umgang mit Vorurteilen II
26. März 2017, 16:00 Uhr
Ort: Freizeitstätte der evangelischen Kirche, Karl-Liebknecht-Str. 28, 14482 Potsdam im Begegnungscafé der Evang. Kirchengemeinde Babelsberg
Das Begegnungscafé ist inzwischen in ganz Potsdam bekannt. Im September überreichte Oberbürgermeister Jann Jakobs dem Team den „Ehrenamtspreis der Stadt Potsdam für das Wirken gegen Ausgrenzung und für Toleranz“. In diesem Sinne tauschen sich die Teilnehmenden im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zu diesem Thema aus.
Kontakt: fluechtlingshilfe-kirche-babelsberg@gmx.de