Ein Leitbild für die Landeshauptstadt Potsdam

Leitbild Potsdam (Foto: F. Daenzer)
Leitbild Potsdam (Foto: F. Daenzer)
Leitbild Potsdam (Foto: F. Daenzer)

Nach einem umfangreichen Beteiligungsprozess ist das Leitbild für die Landeshauptstadt Potsdam (PDF - 480 KB) am vergangenen Mittwoch (14. September 2016) mit großer Mehrheit der Stadtverordneten beschlossen worden. Das Leitbild gibt wieder, wie die Einwohnerinnen und Einwohner in zehn Jahren in Potsdam miteinander leben wollen. Der Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute die Öffentlichkeit über die nächsten Schritte für die Einleitung des Strategischen Steuerungsprozesses in der Verwaltung zur Umsetzung des Leitbilds informiert.

„Ich freue mich über den Beschluss des Leitbildes und möchte mich bei allen Potsdamerinnen und Potsdamern herzlich für ihre engagierte und wertvolle Beteiligung bedanken“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Die Zusammenarbeit zwischen Einwohnerschaft, Politik, kommunalen Unternehmen und Verwaltung war ein ebenso anspruchsvoller wie hochspannender Prozess und hat zu einem sehr erfolgreichen Ergebnis geführt.“

Im Leitbild wird in Form von 26 Thesen das Selbstverständnis der Landeshauptstadt Potsdam beschrieben. Die Thesen sind gegliedert in die sechs Kapitel „EINE Stadt für ALLE“, „Die innovative Stadt“, „Die Wissensstadt“, „Die wachsende Stadt“, „Die lebendige Stadt“ und „Die produktive Stadt“.

„Das Leitbild dient als Ausgangspunkt für die strategische Steuerung und ist damit ein erster bedeutender Schritt um die vielen Herausforderung unserer wachsenden Stadt zu bewältigen“, sagte Bürgermeister Burkhard Exner. In dem sich anschließenden Schritt sind Politik und Verwaltung aktiv mit der Umsetzung der Strategischen Steuerung befasst. Ziel ist es aus dem Leitbild strategische und operative Ziele für die Landeshauptstadt Potsdam abzuleiten, die untereinander priorisiert werden. Anschließend gehen die Ziele in die Haushaltsplanung ein.

Dr. Christoph Andersen, Leiter des Fachbereichs Steuerung und Innovation, der das Leitbildprojekt gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereichs Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung, Dieter Jetschmanegg, leitet, stellte anhand eines Beispiels die Einführung der strategischen Steuerung vor: „Das Leitbild wurde in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet. Im nächsten Schritt gilt es die Vorstellungen der Potsdamerinnen und Potsdamern konkret umzusetzen“, sagte Dr. Christoph Andersen. „Für die Weiterentwicklung des IT-Einsatzes wurde als Handlungsschwerpunkt die Einführung eines Bürgerportals und eines virtuellen Rathauses festgelegt. Die Leitbildthese „Potsdam setzt den digitalen Wandel aktiv für Innovationen ein“ aus dem Kapitel „Die innovative Stadt“ bildete die Grundlage für diese Entscheidung.

Der Leitbildprozess begann im Mai 2014 mit der Analyse bestehender Konzepte und einer Bürger- und Expertenumfrage. Danach folgte eine umfassende Bürgerbeteiligung, bei der sich neben Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche in eigens auf sie abgestimmten Beteiligungsformaten einbringen konnten. Insgesamt erreichte die Landeshauptstadt Potsdam im Rahmen der Beteiligung etwa 3700 Hinweise und Anregungen. „Die Art und der Umfang der Bürgerbeteiligung waren einmalig“, sagte Projektleiter Dieter Jetschmanegg. „Die Bürgerbeteiligung diente zur Selbstvergewisserung, um die wichtigsten Themen für Potsdam hervorzuheben. Daher war es uns besonders wichtig, mit möglichst vielen Potsdamerinnen und Potsdamern in einem echten Austausch zusammen zu kommen.“

Weiterhin wurde ein Lenkungsgremium für die Leitbildentwicklung eingerichtet. Darin sind neben den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung auch die kommunalen Unternehmen sowie der Beteiligungsrat vertreten. „Das Lenkungsgremium war ein wertvoller und konstruktiver Begleiter für den gesamten Prozess. Wir freuen uns daher, dass es uns auch bei der nun bevorstehenden praktischen Umsetzung des Leitbildes im Rahmen der Strategischen Steuerung zur Seite steht“, sagte Dieter Jetschmanegg.

 

Rückblick

Finaler Entwurf des Leitbildes vorgestellt:

Oberbürgermeister Jann Jakobs hat am 20. April 2016 den fertigen Entwurf des Leitbildes für Potsdam vorgestellt. Er ist das Ergebnis eines mehrstufigen Prozesses, an dem sich zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner beteiligt haben. „Ob per Post, online oder bei thematischen Diskussionsrunden – viele Potsdamerinnen und Potsdamer haben den Leitbild-Prozess sehr engagiert und konstruktiv genutzt und dargestellt, wie sie sich ihr Potsdam der Zukunft vorstellen. Für alle Beiträge bedanke ich mich herzlich, denn sie waren die zentralen Bausteine für das, was nun vor uns liegt: Das Leitbild für unsere Stadt. Der Vorschlag aus der Bürgerschaft wird nun der Stadtverordnetenversammlung übergeben“, sagte der Oberbürgermeister. Nach der Diskussion und Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung soll das Leitbild der Verwaltung, den städtischen Unternehmen und der Stadtpolitik für die kommenden zehn Jahre als Richtschnur dienen.

Jakobs dankte außerdem der Projektleitung und den externen Partnern Complan, Zebralog und Medienlabor für die Unterstützung im Prozess. Er hob die Arbeit des Kinder- und Jugendbüros hervor, das die Wünsche von jungen Menschen für das Leitbild erhob. Insgesamt wurden so 1600 Kinder und Jugendliche einbezogen. „Mit der Entwicklung des Leitbildes ist es uns gelungen, neue und erfolgreiche Wege der Beteiligung zu beschreiten. Besonders wichtig war das eigens eingerichtete Lenkungsgremium, in dem die Fraktionen, Vertreter der Verwaltung und der städtischen Unternehmen sowie des Beteiligungsrates den gesamten Prozess kritisch begleiteten“, so Jakobs.

Alle Hinweise gehen ein in den finalen Entwurf, über den die Stadtverordneten im Sommer dieses Jahres beraten werden. Nachdem das Leitbild beschlossen ist, wird es mit dem Haushalt Potsdams verknüpft. So soll es gelingen, zukünftig Prioritäten zu setzen und das Wachstum Potsdams nachhaltig zu gestalten.
 

Potsdamer diskutieren den Leitbild-Entwurf:

Ab dem 7. Januar 2016 hatten Potsdamerinnen und Potsdamer wieder die Möglichkeit, sich am Leitbildprozess der Landeshauptstadt Potsdam zu beteiligen. Zunächst startete der Online-Dialog der dritten und entscheidenden Beteiligungsphase. Unter www.potsdam-weiterdenken.de konnten Interessierte den fertigen Entwurf des Leitbildes für Potsdam kommentieren und diskutieren. Dabei war es möglich, einzelne Wörter, Sätze oder ganze Abschnitte zu kommentieren. Das Online-Diskussionsforum war bis zum 31. Januar 2016 freigeschalten und zugänglich. Wer sich lieber vor Ort einbringen wollte, konnte dies am 26. und 28. Januar 2016 im Potsdam Museum tun. Auch hier hatten alle Potsdamerinnen und Potsdamer die Chance, ihre Meinungen, Kommentare und Hinweise zum Leitbildentwurf abzugeben.

Mit den Leitbild-Werkstätten im Januar im Potsdam Museum und bei einem begleitenden Online-Dialog verpassten sie dem Entwurf den letzten Feinschliff, bevor er in die Stadtverordnetenversammlung ging. Rund 100 Potsdamerinnen und Potsdamer haben sich in dieser letzten Phase vor Ort beteiligt und zusammen mit dem Online-Dialog sind über 300 Kommentare und Hinweise zum Entwurf abgegeben. Diskutiert wurde zum Beispiel über die Rolle Potsdams als Universitäts- und Studentenstadt, der Erhalt des UNESCO-Welterbes und über die Wirtschaft in der Stadt. diskutiert. Den Potsdamerinnen und Potsdamern war es wichtig, dass sich alle mit dem Leitbildangesprochen fühlen und die Struktur des Entwurfs nochmal überdacht wird.

Alle Kommentare werden anschließend eingearbeitet und das Leitbild dann der Stadtverordnetenversammlung übergeben. Nach ihrem Beschluss wird das Leitbild als Richtschnur für das städtische Handeln dienen.

Der vollständige Entwurf des Leitbildes ist online zu finden (Download PDF - 253 KB). Informationen rund um den Leitbild-Prozess finden Sie unter www.potsdam-weiterdenken.de. Dort besteht auch die Möglichkeit der Kommentierung des Leitbild-Entwurfs.

(Film: Ein Leitbild für Potsdam entsteht - Der Leitbildentwurf © complan Kommunalberatung GmbH, verwendete Grafik im Film: Daniela Solomon / Moment / Getty Images)

Der Entwurf des Leitbildes besteht aus fünf Kapiteln. Diese und die dazu gehörigen Leitbildthesen spiegeln die Themen wieder, die in einem vorgeschalteten Statusbericht und in der breit angelegten Bürgerbeteiligung die Schwerpunkte bildeten. In der ersten Beteiligungsphase im Frühjahr 2015 wurden die ersten Ideen, Wünsche und Hinweise für Potsdams Zukunft gesammelt. Aus mehr als 2000 Beiträgen ergaben sich fünf Themen, die im Juni 2015 auf der Freundschaftsinsel in Themenforen und online diskutiert wurden. Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger erarbeiteten in der zweiten Phase rund 110 Leitbildthesen. Gemeinsam mit den Ideen aus der ersten Phase flossen diese in die Auswertung und schließlich in das Leitbild ein.

 

Der Leitbild-Entwurf im Herbst 2015 geschrieben:

Nach der Vorschlagssammlung in den Stadtdialogen und Diskussionen mit Ihnen in den Themenforen wurde nun der erste Leitbild-Entwurf formuliert (siehe Downloads weiter unten) und am 11. Dezember 2015 von den Projektleitern Dr. Christoph Andersen und Dieter Jetschmanegg vorgestellt worden. „Der Entwurf ist das Ergebnis zweier umfangreicher Phasen der Bürgerbeteiligung und eines anspruchsvollen Auswertungs- und Verdichtungsprozesses. Aus 3500 Beiträgen aus dem Online-Dialog und den Vor-Ort-Veranstaltungen ist nun ein erstes Bild entstanden, wie die Entwicklung Potsdams in den kommenden zehn Jahren aussehen soll. Dieses möchten wir mit allen Potsdamerinnen und Potsdamern in der abschließenden Phase der Bürgerbeteiligung im Januar noch einmal diskutieren“, sagt Dieter Jetschmanegg, der den Fachbereich Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung der Landeshauptstadt Potsdam leitet.  Wie in den vorangegangenen beiden Phasen der Bürgerbeteiligung wird es deshalb im neuen Jahr auch wieder Vor-Ort-Veranstaltungen (am 26. und 28. Januar im Potsdam Museum) und die Möglichkeit zur Online-Beteiligung (vom 7. bis 31. Januar im Internet) geben.

„Die zahlreichen wertvollen Beiträge der ersten beiden Stufen haben uns gezeigt, welche Themen den Menschen in Potsdam besonders wichtig sind. Das spiegelt sich jetzt auch in der inhaltlichen Struktur des Leitbild-Entwurfs wider“, so Dr. Christoph Andersen, Leiter des Fachbereichs Steuerung und Innovation. Die Beiträge wurden zusammengefasst und sortiert und in übergeordnete Leitsätze überführt. Diese gliedern sich in fünf Kapitel: „EINE Stadt für alle“ mit den Schwerpunkten Miteinander in der Bürgerschaft sowie zwischen Verwaltung und Einwohnern, „Die innovative Stadt“ mit den Kernthemen digitaler Wandel, moderne Verwaltung, Umgang mit Ressourcen und wirtschaftliche Entwicklung, „Die wachsende Stadt“ mit dem Fokus auf Mobilität und der Entwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile, „Die Wissensstadt“, bei dem Bildung, Wissenschaft, Film und Medien im Zentrum stehen und „Die lebendige Stadt“, bei dem es um die Themen Kultur, Sport, Natur und Umwelt geht. 

Mit den Hinweisen der Potsdamerinnen und Potsdamer aus der abschließenden Phase der Bürgerbeteiligung soll das Leitbild überarbeitet und fertiggestellt und im April der Stadtverordnetenversammlung übergeben werden. „Es ist wichtig, dass sich auch in der letzten Phase der Beteiligung noch einmal möglichst viele Potsdamerinnen und Potsdamer einbringen. Schließlich wird das Leitbild eine Richtschnur für die Verwaltung und Politik sowie für die städtischen Unternehmen bilden. Ganz konkret werden die Ergebnisse eine Grundlage für die Prioritätensetzung bei der Aufstellung des nächsten Haushalts sein“, so Dr. Andersen.
 

Themenwerkstätten im Juni 2015:

Zu den Veranstaltungen auf der Freundschaftsinsel waren insgesamt mehr als 180 Potsdamerinnen und Potsdamer gekommen waren, wurden unter anderem folgende Thesen gebildet. Aktuell findet eine erste Auswertung und Zusammenstellung aller Thesen der Themenforen statt.

Den Auftakt bildete die Veranstaltung „Potsdam für alle“ am 9. Juni, zu dem circa 50 Menschen gekommen waren. Dort hatten an den Thementischen „Teilhabe“, „Engagement“, „Chancen“ und „Bürgerkommune“ Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern der Verwaltung diskutiert und erste zentrale Aussagen für das Potsdamer Leitbild entwickelt. Ergebnisse waren Thesen, wie

  • „Potsdam ist eine Stadt, die sich für Chancen, Geschlechter- und Teilhabegerechtigkeit einsetzt.“
  • „Potsdam ist eine Stadt, in der Angehörigen von pflegebedürftigen Personen nicht alleine gelassen werden.“
  • „Potsdam ist eine Stadt, in der alle die Chance haben, sich durch verschiedene Beteiligungsformate einzubringen.“

Zum zweiten Thememforum „Potsdam als EINE Stadt“ am 11. Juni 2015 waren circa 65 Menschen gekommen. An Thementischen zu den Überschriften „Stadtteile“, „Kultur“, „Ehrenamt“ und „Bürgerkommune“ kamen die Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern der Verwaltung ins Gespräch. Es wurde weitere zentrale Aussagen für das Potsdamer Leitbild aufgestellt. Dazu zählen Thesen, wie

  • „Potsdam ist eine Stadt die, Eigeninitiative fördert und in ihrer Entwicklung einbindet.“
  • „Potsdam ist eine Stadt, in der Stadtteile voneinander lernen und in der sich Stadtteile begegnen.“
  • „Potsdam ist eine Stadt, die das Weltkulturerbe in eine moderne Stadtentwicklung einbindet.“

Das Themenforum am 15. Juni 2015 stand unter dem Motto „Wissen schafft Stadt“. Hierbei wurde über die Themen Bildung, Arbeitswelt und Wissenschaft diskutiert. Zusätzlich gab es aber auch die Möglichkeit, über das Thema Familien zu reden, da das Themenforum am 12. Juni 2015 nicht stattfinden konnte. Es waren etwa 50 Gäste gekommen. Zu den aufgestellten Thesen zählen unter anderem

  • "Potsdam ist eine Stadt, in der eine starke Wirtschaft und Arbeitsplätze Grundvoraussetzung für eine Zukunftsfähige Stadtgesellschaft sind."
  • "Potsdam ist eine Stadt, die lebenswert für alle Generationen ist und die Familienfreundlichkeit lebt."
  • "Potsdam ist eine Stadt, in der Jung und Alt voneinander lernen, z. B. in Stadtteilschulen, Bildungsforum und Mehrgenerationshäusern."

Am Dienstag, den 16. Juni 2015 ging es weiter mit „Die wachsende Stadt“, in der es um die Spannungsfelder ging, die das Wachstum Potsdams aufwirft. Im Mittelpunkt des Forums standen die Fragen, wie und wo die Potsdamerinnen und Potsdamer wohnen wollen und wie Wohnraum bezahlbar bleiben kann. Es ging auch darum, wie sich die Einwohnerinnen und Einwohner künftig in Potsdam fortbewegen. Außerdem wurde diskutiert: Wie können Freiräume geschaffen und beibehalten werden, die die Stadt weiterhin lebenswert machen? Es waren gut 80 Gäste gekommen. Die aufgestellten Thesen lauten unter anderem

  • "Potsdam sichert bei Neuerschließungen mehr als das Mindestmaß an Freiräumen."
  • "Potsdam ist eine Stadt, die bezahlbares Wohnen entsprechend des Einkommens ermöglicht."
  • "Potsdam ist eine Stadt, die attraktive Alternativen zum Autoverkehr schafft."
  • "Potsdam ist eine Stadt, in der ein Freizeitleben für alle Personen und Altersgruppen zugänglich (finanzierbar) ist."
  • "Potsdam ist eine Stadt, die dem Zeitgeist folgt und sich stets weiterentwickelt."

Alle Themenforen fanden von 18 bis 21 Uhr auf der Freundschaftsinsel statt. Je nach Thema waren entsprechende Vertreter der Verwaltung als Ansprechpartner vor Ort. Parallel zu den Veranstaltungen gab es bis zum 21. Juni 2015 die Möglichkeit, sich am Online-Dialog zu beteiligen. Auch dort konnten weitere Leitbildthesen eingereicht werden. Die Aufgabe bestand darin, Wünsche auf eine allgemeine und übergeordnete Ebene zu bringen und konkrete Leitbildthesen zu formulieren. Diese sollten thematisch klar ausgerichtet und dennoch pauschal formuliert sein.

Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung und den Ergebnissen. Die Themenforen haben wieder einmal gezeigt, dass sich die Potsdamerinnen und Potsdamer Gedanken um die Zukunft ihrer Stadt machen. Das finde ich großartig.“
 

Stadt-Dialoge im April 2015:

Der Bürgerdialog zur Entwicklung eines Leitbildes für die Landeshauptstadt Potsdam ist am 17. und 18. April 2015 erfolgreich gestartet. Rund 200 Potsdamerinnen und Potsdamer besuchten die insgesamt zehn Stadtdialoge, die am Freitagabend und Samstagvormittag an verschiedenen Orten in Potsdam stattfanden. Die angesprochenen Themen der Teilnehmenden drehten sich vor allem um Fragen zur wachsenden Stadt, der sozialen Gerechtigkeit mit dem Thema Wohnen, Mobilität und das Zusammenwachsen der Stadtteile angefangen bei der Vernetzung durch Busverbindungen bis hin zu sozialen und kulturellen Netzwerken.

„Ich freue mich über die aktive Beteiligung der Potsdamerinnen und Potsdamer – von Stern, Drewitz und der Waldstadt über Babelsberg bis in die Innenstadt und nach Golm“, sagt Oberbürgermeister Jann Jakobs. Er lobt das Engagement in den jeweiligen Dialogrunden, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in die Diskussion über die Zukunft der Stadt eingebracht haben. Sie haben den Dialog in dieser Form angenommen, so Jakobs. Die Stadtdialoge sind neben Online-Foren auf der Seite www.potsdam-weiterdenken.de und Postkartenaktionen nur ein Bestandteil der Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung des Leitbildes. In den Stadtdialogen am Wochenende haben sich auch Stadtverordnete ein Bild von der Diskussion gemacht. Dies sei wichtig und gut, denn sie würden am Ende des Prozesses über das Leitbild abstimmen, so Jakobs.

„Viele wertvolle Beiträge sind schon jetzt zusammengekommen. Sie alle fließen in die Entwicklung des Leitbildes für unsere Stadt ein, das nach Fertigstellung eine Richtschnur für die Verwaltung, Politik sowie die städtischen Unternehmen sein wird“, sagt Jann Jakobs. Neben den Stadtdialogen ist auch der Online-Dialog erfolgreich gestartet. Unter www.potsdam-weiterdenken.de äußerten mehr als 450 Bürger ihre Wünsche, Ideen und Vorschläge. Schon vorab hatten zahlreiche Potsdamerinnen und Potsdamer die Gelegenheit genutzt, online oder mit den in der Stadt ausliegenden Postkarten auf die Frage „Was ist Ihr größter Wunsch für Potsdams Zukunft?“ geantwortet.

Die in der ersten Beteiligungsphase gesammelten Beiträge werden nun gesichtet und thematisch sortiert. Im Juni werden die zentralen Schwerpunkte vertiefend diskutiert. Dazu gibt es bei sogenannten Themenforen wieder die Möglichkeit der persönlichen Teilnahme und parallel dazu die Online-Beteiligung unter www.potsdam-weiterdenken.de. Im Anschluss daran wird ein erster Entwurf des Leitbildes angefertigt. Im September wird der Entwurf erneut zur Diskussion gestellt – in Leitbild-Werkstätten und online.

(© Film: Potsdam weiterdenken - medienlabor / elementfilm.de)

„Auch in den noch folgenden Phasen der Bürgerbeteiligung kann jeder seine Meinung und Wünsche einbringen. Ich lade alle Potsdamerinnen und Potsdamer ein, dies zu tun und damit den Leitbild-Prozess zu bereichern“, so Oberbürgermeister Jakobs. Ziel ist es, den Stadtverordneten das Ergebnis im November zur Beschlussfassung vorzulegen.

Adresse: 
Landeshauptstadt Potsdam - Geschäftsstelle Leitbild
Friedrich-Ebert-Straße 79-81
14469 Potsdam
Deutschland

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