23.03.2005
Pressemitteilung Nr. 141 vom 23.03.2005

Wiedereinweihung des Steuben-Denkmals

Mit einer feierlichen Zeremonie wird am Samstag, dem 30. April 2005 am Neuen Markt in Potsdam die Wiedereinweihung des Steuben-Denkmals begangen. Das Bronze-Standbild des preußischen Offiziers und späteren amerikanischen Generals Friedrich-Wilhelm Baron von Steuben erinnert an seine Verdienste im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Es wurde 1994 auf Initiative des damaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Manfred Stolpe hinter dem Filmmuseum errichtet.

Zu dem Ereignis – zentrale Veranstaltung der deutsch-amerikanischen Freundschaft in Deutschland – werden hochgestellte Persönlichkeiten beider Nationen erwartet. Darunter Vertreter der amerikanischen und deutschen Regierungen, amerikanische Kongressabgeordnete und Senatoren, Mitglieder des deutschen Hochadels, hochrangige Militärs, deutsche und amerikanische Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Angehörige der Familie von Steuben.

Gastgeber ist das Hauptquartier der US-Landstreitkräfte in Europa. Die Kosten der Veranstaltung werden von der amerikanischen Regierung übernommen. Um die Verbundenheit zwischen Steuben und Amerika zu unterstreichen, wurde das Ereignis auf den Tag des Steubenschen Familientreffens in Potsdam datiert.

Im Rahmen des Festakts werden am Denkmal zwei Bronzetafeln enthüllt (deutsch und englisch), die – wie auf dem Original-Steuben-Denkmal vor dem Weißen Haus in Washington – auf die historische Bedeutung Steubens für die deutsch-amerikanischen Beziehungen hinweisen. Bisher befinden sich an dem Potsdamer Denkmal lediglich Name und Lebensdaten des Generals.

Die Zeremonie beginnt um 11 Uhr (Einlass der Gäste 10.30 Uhr). Das Rahmenprogramm wird gemeinsam von der US-Colored Guard, dem Fanfarenkorps Potsdam, den Postdamer „Langen Kerls“, dem Militärmusikkorps der US-Landstreitkräfte in Europa und dem Polizeiorchester Brandenburg gestaltet. Als Festredner sind der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs, Vertreter des Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte in Europa, der amerikanischen Botschaft in Berlin, des US-Verteidigungsministeriums und der Vorsitzende des Steubenschen Familienverbandes, Henning-Hubertus von Steuben vorgesehen.

Im Anschluss an die Zeremonie wird für die geladenen Gäste ein Empfang gegeben und eine Steuben-Ausstellung eröffnet. Die Exponate werden von der Stiftung preußischer Kulturbesitz und amerikanischen Museen zur Verfügung gestellt. Ende der Veranstaltung ist gegen 15.30 Uhr. Abseits des offiziellen Teils wird die US-Delegation das Schloss Sanssouci und das Grab König Friedrich II. besuchen, die Führung wird von Georg Friedrich Prinz von Preußen begleitet.

Grundgedanke der Veranstaltung ist die Idee, die Freundschaft zwischen Deutschland und den USA auf der Basis ihrer historisch gewachsenen Beziehungen symbolisch zu bekräftigen. Initiator war The Honorable Joseph E. Schmitz - als Inspector General des Pentagon und oberste politische Kontrollinstanz des amerikanischen Militärs indirekter „Amtsnachfolger“ des damaligen US-Generalinspekteurs Friedrich Wilhelm von Steuben. Die Idee entstand anlässlich eines Studienaufenthaltes von Karl-Christoph von Steuben (Sohn des Familienverbandsvorsitzenden), der im vergangenen Jahr ein mehrwöchiges Praktikum im Pentagon absolvierte.