Uetz-Paaren an der Wublitz

Natur in Uetz (© Landeshauptstadt Potsdam)
Natur in Uetz (© Landeshauptstadt Potsdam)
Natur in Uetz (© Landeshauptstadt Potsdam)

Als Doppelgemeinde besteht Uetz-Paaren erst seit 1961 und seit Oktober 2003 ist sie ein Ortsteil der Landeshauptstadt Potsdam. Auf ausgedehnten Wiesen- und Weidenflächen werden heute Robustrinder gehalten. Zwei Reiterhöfe mit einem weit verzweigten Reitwegenetz bieten ein ausgiebiges Betätigungsfeld. Das gesellschaftliche Leben von Uetz-Paaren wird vor allem bestimmt durch den Anglerverein, die Freiwillige Feuerwehr und die Jagdgesellschaft. In Paaren ist außerdem der Frauenkreis der evangelischen Kirchengemeinde aktiv.

Die Ersterwähnung der beiden märkischen Ur-Dörfer geht auf die Jahre 1313 (Uetz) und 1354 (Paaren) zurück. Die ältesten Siedlungsspuren reichen bis in die Jungsteinzeit. Keramikfunde am Ufer der Wublitz (slaw. Voblica = kleine Havel) lassen auf eine Besiedlung mit altwendischen Fischern (800-1150) schließen. Als sich nach 1180 Ackerbauern ansiedelten, entstand parallel zur Wublitzrinne ein Gassendorf in Uetz bzw. ein Straßendorf in Paaren. Die im 14. Jahrhundert entstandenen Rittergüter gehörten in Paaren den Familien von Ha( c )ke, von Hünicke und von Bredow, zuletzt den Friese’s. In Uetz waren es vor allem die von Hake, auf deren über 330 Jahre währenden Besitz die Hakensymbole im heutigen gemeinsamen Wappen von Uetz-Paaren hinweisen. An den Besitz durch Oberst von Goetz von1783 bis 1797 erinnert ein Gedenkstein für seine Frau aus dem Jahre 1783 auf dem Friedhof in Uetz. Nach dem Kauf des Gutsbesitzes durch König Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1836 war Uetz bis 1945 königliches Schatullgut.

 

In dem Gedicht „Der Sonntag im Dorfe Uetz“ des bekannten märkischen Dichters Schmidt von Werneuchen (1764 – 1838) wird das ländliche Idyll des kleinen Dorfes gepriesen:

 

Wie reizend sind, Du schönes Dörfchen Uetz
heut Deiner Gärten Apfelblütenreiser,
Dein gotisch’ Kirchlein,
Deiner Fischer Kietz,
Dein Pfarrgehöfte, Deine Bauernhäuser!
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Die Pferde sind zur Rückfahrt angespannt,
Vom Felde treibt der Kuhhirt durch die Gassen,
Du schönster Ort im ganzen Havelland,
Wer könnte je Dich ungerührt verlassen!
(Auszug)

Daran anknüpfend widmete Theodor Fontane dem Dorf Uetz ein Kapitel in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, in welchem er auch das alte, noch vorhandene Fähr- und Fischerhaus im Schweizer Stil erwähnt.

Adresse: 
Uetz-Paaren an der Wublitz
Paarener Dorfstraße
14469 Potsdam
Deutschland