Wissenschaft und Bildung in Potsdam
Hört man Potsdam, denkt man in erster Linie an die Stadt der Schlösser und Gärten, an preußische Tradition und Tugenden sowie an ihre wald- und seenreiche Umgebung. Weniger bekannt ist, dass Potsdam die größte Wissenschaftsdichte Deutschlands besitzt.
Die Forschung in Potsdam hat eine bedeutende Tradition und ist maßgeblich durch die Aktivitäten auf den Gebieten Astrophysik, Geodäsie und Gravitationsforschung geprägt. Mit der Gründung des ersten speziellen astrophysikalischen Observatoriums der Welt im Jahre 1874 schlug die Geburtsstunde des Forschungsstandortes Telegrafenberg. 1924 wurde im Einstein-Turm auf dem Telegrafenberg das Sonnenobservatorium fertiggestellt, das den Nachweis eines von Einstein vorausgesagten Effektes der Allgemeinen Relativitätstheorie erbringen sollte.
1892 siedelte das Königlich-Preußische Geodätische Institut von Berlin nach Potsdam über. Im gleichen Jahr wurde auf dem Telegrafenberg das Meteorologisch-Geomagnetische Observatorium gegründet. Durch beide Institute wurden unter anderem viele Expeditionen in Arktis und Antarktis vorbereitet und unterstützt.
Weitere Höhepunkte in der 120-jährigen Forschungstradition Potsdams sind die Absolutbestimmung der Erdschwere und die Annahme als internationaler Bezugswert im Jahre 1909 sowie die Inbetriebnahme der ersten beiden Quarzuhren für den offiziellen Zeitdienst 1933.
Auch in der DDR blieb Potsdam ein bedeutender Wissenschaftsstandort. Neu gegründet wurden unter anderem 1951 das Zentrale Institut für Landtechnik der DDR - das heutige Institut für Agrartechnik Bornim e.V. - und 1953 die Schiffbau-Versuchsanstalt Potsdam.
Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 erfolgte eine Neugestaltung der Forschungslandschaft, in deren Folge sich weitere bedeutende Forschungseinrichtungen auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften in Potsdam ansiedelten.
Die Geschichte Potsdams als Hochschulstandort ist im Verhältnis zur Forschung relativ jung. 1948 wurde die Landeshochschule gegründet, die 1952 in eine Pädagogische Hochschule umgewandelt und 1991 in die neu gegründete Universität Potsdam einbezogen wurde. 1954 gründete sich die Deutsche Hochschule für Filmkunst - heute Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf". Als dritte Hochschule in Potsdam ist 1991 die Fachhochschule Potsdam ins Leben gerufen worden.
Die dichte Wissenschaftslandschaft Potsdams ist der fruchtbare Boden für den Verein proWissen Potsdam e.V. Der gemeinnützige, im Jahr 2004 gegründete Verein sieht sich als Plattform, um die Wissenschaft zu fördern und sie mit Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Bildung zu verknüpfen.
Hervorzuheben ist die enge Kooperation der Hochschulen und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Landeshauptstadt. Gemeinsame Professuren sowie Zusammenarbeit bei der Ausgestaltung von Studiengängen seien hier beispielhaft genannt.
Durch die besondere Wissenschaftsdichte und die einzigartige Lage Potsdams an Seen, Schlösser, Parks und Gärten eignet sich die Stadt auch hervorragend als Ort für wissenschaftliche Kongresse und Tagungen. Dafür steht eine moderne Infrastruktur zur Verfügung.
Ihr Partner vor Ort für Tagungen und Kongresse:
Potsdam Tourismus Service
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
www.potsdamtourismus.de
E-Mail: tagen@potsdamtourismus.de
Telefon: ++49 (0)331/27558-54, -52
Fax: ++49 (0)331/27558-59










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